BRASÍLIA

Brasília und die weltberühmte Architektur von Oscar Niemeyer sind Synonyme, zu den wichtigsten Werke zählen das Nationalmuseum und die dahinter liegende Kathedrale © Brasilien Insider
Nicolas Stockmann, dein Insider für Brasília

Brasília ist durch die von Oscar Niemeyer geprägte moderne brasilianische Architektur einzigartig. Das 1987 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärte Stadtzentrum entstand vollständig auf dem Reißbrett, Brasília ist somit eine der wenigen geplanten Hauptstädte der Welt. Das Ziel, eine föderale Hauptstadt nahe der geographischen Landesmitte zu errichten, wurde bereits 1891 in der brasilianischen Verfassung verankert. Umgesetzt hat es erst Juscelino Kubitschek Jahrzehnte später: “In fünf Jahren 50 Jahre überspringen” – so lautete der Marschbefehl des Präsidenten. Modern und großartig sollte sie sein, die neue Hauptstadt der Nation. Und tatsächlich, in tausend Tagen stand die Stadt, die am 21. April 1960 offiziell eingeweiht wurde.

Verantwortlich waren Schüler des Schweizer Stararchitekten Le Corbusier, der Paris abreißen wollte zugunsten von einem Dutzend Wolkenkratzern und der nichts mehr hasste als die mittelalterliche, enge europäische Stadt mit ihren “Eselsgängen”. In Brasília konnten die Corbusier-Schüler, der Stadtplaner Lucio Costa und der verantwortliche Architekt Oscar Niemeyer, ihre Utopie einer funktionalen Stadt mit Transportbändern, Grünzonen und Wohnmaschinen in Stahlbeton gießen. Daraus ist dann etwas ganz anderes geworden. Denn die Stadt wucherte schnell über den “Plano Piloto” – also den Masterplan der 300.000 Seelen zählenden Beamtenstadt – hinaus. Die restlichen 2,7 Millionen Einwohner des Distrito Federal (DF), der ähnlich wie Washington D.C. ein eigenes Bundesland bildet, leben in Satellitenstädten weit draußen.

Der Nationalkongress ist eines von Oscar Niemeyers bekanntesten Werken, im Bild die Schale des Abgeordnetenhauses mit dem 28-stöckigen Büroturm © Brasilien Insider
Handschrift einer Stadt: die Architektur von Oscar Niemeyer, hier die Kathedrale © Brasilien Insider

Die “Stadt des Dritten Jahrtausends” ist somit heute eher ein “Denkmal der vergangenen Zukunft”. Auch mehr als 60 Jahre nach ihrer Einweihung hinterlässt sie bei manchen Besuchern noch eine zwiespältige Wirkung. Brasília ist die Bühne für politische Machtkämpfe und landesweites Symbol für shakespeareske Intrigen. Trotz allem übt sie eine gewisse Faszination aus. Abhängig vom Blickwinkel – und den eigenen Erwartungen – wird man sich für das weltweit einzigartige städtebauliche Konzept mit seiner wuchtigen Betonarchitektur begeistern können oder sich eher befangen fühlen. Abseits aller architektonischen Debatten und Machtdiskussionen bietet Brasília aber auch die vielen Vorzüge einer modernen brasilianischen Großstadt, wozu besonders eine exzellente gastronomische Szene sowie ein lebendiges, durch viele junge Brasilienses geprägtes Nachtleben zählen.

Wer suchet, der findet: Auch in Brasília ist Unterhaltung abseits des Zentrums reichlich vorhanden © Brasilien Insider
Gut zu wissen: Brasiliens Hauptstädte
Historisch betrachtet ist Brasília die dritte Hauptstadt Brasiliens, vorher wurden bereits von Salvador und Rio de Janeiro aus die Geschicke des Landes beziehungsweise der portugiesischen Kolonie gesteuert:
  • Salvador: 214 Jahre (1549–1763)
  • Rio de Janeiro: 197 Jahre (1763–1960)
  • Brasília: 61 Jahre (1960–heute)

Orientierung

Brasília erinnert an ein Flugzeug, hier ein Modell im Espaço Lucio Costa © Brasilien Insider

Um sich in Brasília zu orientieren, wird dem Vorstellungsvermögen einiges abverlangt, aber das System der Blöcke und Straßen hat seine Logik. Es hilft, sich die Stadt wie ein Koordinatensystem vorzustellen, bestehend aus den beiden großen, sich schneidenden Hauptachsen. Auch wenn es nicht der Plan der Schöpfer war, sieht Brasília aus der Vogelperspektive wie ein Flugzeug aus: Die Zentralachse (Eixo Monumental) mit den Ministerien wäre der Rumpf, der Kongress das Cockpit. Und auf den “Tragflächen” im Norden und Süden (Asa Norte und Asa Sul) würden sich entlang der Mittelachse Eixo Rodoviário (oder kurz Eixão) dann die Wohngebiete erstrecken.

Wie bei einer Maschine besitzen die einzelnen Teile Brasílias keine Namen, sondern nur Funktionsbezeichnungen (Bankensektor Nord/Süd, Hotelsektor Nord/Süd, Kommerzsektor Nord/Süd usw.). Adressen tragen ungewöhnliche Abkürzungen, zum Beispiel SHN Q6, Bl. F. Diese schlüsseln sich wie folgt auf:

  • das erste S steht immer für den Sektor (Setor)
  • der mittlere Buchstabe bezeichnet die Funktion des Sektors (in diesem Fall H für Hotel)
  • der dritte Buchstabe lautet entweder N oder S (Norte = Nord oder Sul = Süd)
  • Q ist Quadra (Block)
  • Bel. ist die Abkürzung für Bloco (eine Art “Unterblock” innerhalb der Quadras)

In diesem Fall lautet die Auflösung also: Setor Hoteleiro Norte (Hotelsektor Nord), Quadra 6, Bloco F.

Süden oder Norden – das sind die Pole für die Adressen – aber auch Osten (L) und Westen (W). Die Via W3 Sul ist die Achse, die von Nord nach Süd am Westrand verläuft, und zwar südlich von der Eixo Monumental (nördlich davon heißt sie Via W3 Norte). Je größer übrigens die Zahl, desto weiter befindet sich die Straße von der Nord-Süd-Achse Eixão entfernt … Auch die Nummern der Wohnblöcke (Quadras) haben eine Bedeutung, zum Beispiel 210 Sul: Ist die erste Ziffer gerade (wie im Beispiel die 2), dann befindet sich die Adresse östlich der Achse Eixo Rodoviária, also in Richtung Kongress (2, 4, 6, 8). Ist die erste Ziffer ungerade, dann liegt der gesuchte Ort westlich der Eixão (1, 3, 5, 7, 9). Je höher die Nummer, desto weiter weg von dieser Achse. Die letzten beiden Ziffern zeigen an, wie viele Quadras (Blöcke) der Ort von der Eixo Monumental entfernt ist (hier also 10 Blöcke). Unter dem Begriff Superquadras werden schließlich mehrere Quadras zusammengefasst. So weit die Adressen in den Wohnvierteln, die dann noch nach Blocos und Lojas unterteilt werden. Loja 7 deutet an, dass es im Block mehrere Geschäfte gibt, hier also Geschäft Nr. 7. Nun gibt es aber noch Sondersektoren mit Adressen wie Setor de Clubes Sul, Trecho 2, Conjunto 35. Die Abkürzungen dieser vielen Sektoren kennt nur der Briefträger …

Entlang der Hauptachse Eixo Monumental ist Brasília noch geordnet und übersichtlich © Brasilien Insider
Reisetipp: Viel trinken!
Im 1000 Meter hoch gelegenen Brasília können klimatisch recht ungemütliche Bedingungen herrschen: Im brasilianischen Winter ist es nicht ungewöhnlich, dass das Thermometer auf kühle 10–15 °C abfällt, dazu ist es in dieser Zeit oft sehr trocken bei einer extrem niedrigen Luftfeuchtigkeit von manchmal unter 20 Prozent. Man merkt es schnell an den spröde werdenden Lippen (entsprechende Hautcremes/Labello mitbringen). Im Sommer schnellen die Temperaturen dagegen wie überall in Brasilien nach oben und es ist sehr heiß. Egal zu welcher Jahreszeit du Brasília besuchst, auf jeden Fall solltest du immer daran denken, viel Flüssigkeit zu dir zu nehmen.

Sehenswertes

… nahe der Hotelzone
Die untere Plattform des Fernsehturms © Brasilien Insider

Ein erster Besichtigungspunkt könnte der 230 m hohe, 1967 von Lúcio Costa errichtete Fernsehturm (Torre de TV) sein. Von einer offenen Plattform in 75 m Höhe eröffnet sich ein beeindruckender Panoramablick über die Stadt. In etwa 3 km Entfernung nach Osten ragt der Doppelturm vom Kongress in den Himmel: rechts davon die Schale des Senats und links die Kuppel des Abgeordnetenhauses. In mittlerer Entfernung ist der Busbahnhof für den Nahverkehr zu erkennen, zu beiden Seiten große Einkaufszentren und im Hintergrund die neue Brücke Ponte JK.
tgl. 9–19 Uhr, Aufzug frei (war zuletzt wegen Renovierung geschlossen)

Von weithin sichtbar: der Fernsehturm von Brasília © Brasilien Insider
Grünfläche mit wenig Schatten: Eixo Monumental © Brasilien Insider

Der Fernsehturm befindet sich an der höchstgelegenen Stelle der Zentralachse, die das Stadtzentrum durchzieht, dem sogenannten Eixo Monumental. Zu beiden Seiten siehst du die zahlreichen Hochhäuser der Hotelzonen Nord und Süd, in der Mitte liegt eine große Grünfläche mit Teich. Die meisten Touristen unternehmen hier von ihrem Hotel aus den ersten Spaziergang in Brasília und stellen schnell fest, woran unter anderem bei der Errichtung dieser Stadt kaum gedacht wurde: fußgängerfreundliche Straßenüberquerungen und schattenspendende Bäume. Auch wenn der Eixo Monumental auf manchen Bildern wie ein idyllischer Park wirkt, so ist an heißen Tagen an ein längeres Verweilen nicht zu denken.

Blick auf die Hochhäuser der Hotelzone am Eixo Monumental © Brasilien Insider

Ganz in der Nähe steht das Estádio Nacional Mané Garrincha, das für die Fußball-WM 2014 mit 71.000 Plätzen errichtet wurde. Es ist, wie könnte es für Brasília anders sein, schon von seiner Architektur her einzigartig. Die Arena besteht aus zwei Elementen: einem äußeren Ring, dessen 288 je 48 m hohe Betonsäulen das Dach tragen, sowie dem eigentlichen Stadion im Inneren. Absicht war es, hier einen “Kunstpalast” zu erschaffen, einen “Palácio das Artes”, der nach der WM als Multifunktionsarena auch für Konzerte und Veranstaltungen dienen sollte.

Das Nationalstadion Mané Garrincha wurde für die WM 2014 errichtet © Brasilien Insider
… Architektonischer Stadtrundgang: Von der Nationalbibliothek bis zum Justizpalast
Die Bibliothek ist ein Spätwerk Niemeyers © Brasilien Insider

Startpunkt des Stadtrundgangs ist die Biblioteca Nacional (Nationalbibliothek). Vom Fernsehturm aus ist es gar nicht einmal so weit bis hierher. Wer sich frisch und unternehmungslustig fühlt, kann den Weg zu diesem Auftaktpunkt durchaus zu Fuß zurücklegen. Auch wenn die Strecke unterwegs nicht überall die schönste ist (besonders rund um die Unterführung beim zentralen Busbahnhof), so bekommt man doch ein erstes Gefühl dafür, was es heißt in Brasília zu sein. Die Nationalbibliothek stammt natürlich aus der Feder von Oscar Niemeyer. Das Gebäude selbst wurde 2006 fertiggestellt, die Bibliothek konnte jedoch erst nach weiteren Vorbereitungen 2008 eröffnet werden. Gemeinsam mit dem benachbarten Nationalmuseum bildet es ein architektonisches Ensemble, das auch als Conjunto Cultural da República bekannt ist.
Mo–Fr 8–20, Sa, So 8–14 Uhr, Eintritt frei

Auftakt des architektonischen Rundgangs: die Nationalbibliothek © Brasilien Insider
Die letzte Arbeit Niemeyers in Brasília: das Museu Nacional © Brasilien Insider

Gleich neben der Bibliothek fällt eine große weiße Kuppel mit zwei äußeren Rampen ins Auge, es handelt sich um das Museu Nacional da República, das letzte Werk Niemeyers in Brasília. Eröffnet wurde es nach siebenjähriger Bauzeit 2006 in feierlichem Rahmen zum 99. Geburtstag des Meisters. Die Kuppel besitzt auf ihrer Grundfläche einen Radius von knapp 36 Metern und ist etwa 25 Meter hoch. Der Zugang führt über eine 52 Meter lange Rampe in den großen Kuppelsaal (piso superior), von wo aus eine geschwungene Rampe im Inneren in den höher gelegenen Teil führt (mezanino). Die auffällige äußere Rampe in Kurvenform war wegen statischer Probleme zuletzt für Besucher gesperrt, aber auch Fahrstühle verbinden die unterschiedlichen Ebenen.

Hochklassige Ausstellungen sind im Museu Nacional zu sehen © Brasilien Insider

Sowohl im Kuppelsaal als auch in der oberen Galerie sind wechselnde, teilweise hochklassige Kunst- und Fotoausstellungen von internationalem Ruf zu sehen. Unter dem Kuppelsaal befinden sich noch weitere Ausstellungsräume sowie zwei Auditorien, die für Seminare, Workshops, Vorträge, Film- und Theaterfestivals genutzt werden.
Di–So 9–18.30 Uhr, Eintritt frei, Taschen und Getränke müssen vor Betreten in Schließfächern deponiert werden (gratis)

Eine innere Rampe verbindet den Kuppelsaal mit der höher gelegenen Ausstellungsfläche © Brasilien Insider
Die Kathedrale mit den vier Evangelisten © Brasilien Insider

An das Museu Nacional schließt sich die 40 m hohe Catedral Metropolitana an, die wohl größte Sehenswürdigkeit in Brasília und vermutlich das Meisterwerk von Oscar Niemeyer, für das er 1988 den bedeutenden Pritzker-Architekturpreis erhielt. Gebaut wurde die Kathedrale zwischen 1956 und 1970. Ihre Symbolik ist umstritten: Dornenkrone Christi, Blüte, betende Hände oder Krone Marias werden als Interpretationen angeboten. Unumstritten gilt der Bau als gelungenes Beispiel der Betonarchitektur Niemeyers. Vor dem unterirdischen Eingang stehen drei Meter hohe Bronzeskulpturen der vier Evangelisten von Alfredo Ceschiatti. Der Eingang liegt im Schatten, um die Gläubigen vom Dunkeln ins Helle zu führen.

Die Replik der Pietà von Michelangelo © Brasilien Insider

Im Inneren ist die kreisrunde Kathedrale ganz schlicht. Keine Ausschmückungen stören die meditative Atmosphäre. Ein Altar, helle Holzbänke, zwei Beichtstühle und drei bis zu 4,25 m große Engelsfiguren von Alfredo Ceschiatti und Dante Croce, die unter der Kuppel hängen – das ist fast alles. Dagegen erzeugen die kräftigen Farben des Kuppelglases eine besondere Lebendigkeit. Seit 1989 befindet sich auch eine 1,74 m hohe und 600 kg schwere Marmorskulptur im Kircheninnern, eine originalgetreue Replik der Pietà von Michelangelo, die von Papst Johannes Paul II. gesegnet wurde. Auch ans Geschäft wird gedacht: Neben dem gewaltigen Holzkreuz der ersten Messe 1957 steht ein Souvenirladen in der Kirche, der allerlei Sakralartikel an die Gläubigen verkauft.
Mo, Mi, Do, Sa, So 8–16.30, Di, Fr 10.30–16 Uhr, keine Besichtigung und kein Zutritt in Shorts während der Messen (Di–Fr 12.15, Sa 17, So 8.30, 10.30 und 18 Uhr), Beichten Di–Fr 11–12 Uhr 

Engelsfiguren von Alfredo Ceschiatti und Dante Croce schweben unter der bunten Glasdecke © Brasilien Insider
Streichholzschachteln aus Beton © Brasilien Insider

Hinter der nächsten Straßenkreuzung beginnt der politische Teil von Brasília. Du läufst nun auf der sogenannten Esplanada dos Ministérios, die noch zum Eixo Monumental gehört. Rechts und links ragen die vielen Ministeriumsbauten in die Höhe. Sie sehen mit zwei Ausnahmen alle gleich aus und erinnern an überdimensionierte Streichholzschachteln aus Beton. Einige sind mit Blumen und Cerrado-Vegetation recht nett begrünt, an anderen Stellen wirkt die Esplanade eher etwas kärglich.

Das Gebäude der Ministerien für Kultur und Umwelt auf der Esplanada dos Ministérios © Brasilien Insider
Der “Meteor” von Giorgi © Brasilien Insider

Weiter den Eixo Monumental nach Osten hinab liegt am Ende der Esplanada dos Ministérios rechter Hand der Palácio Itamaraty, das Außenministerium. Das 1970 offiziell eingeweihte Itamaraty ist eines der elegantesten Gebäude Brasílias und gilt als zentrales Meisterwerk von Niemeyers Schaffen in Brasília. Für die komplexen statischen Berechnungen des Gebäudes zeichnete Joaquim Cardozo verantwortlich. Schon von Weitem sticht das Ministerium ins Auge: Zierliche Bogenkolonnen tauchen aus dem Wasser auf und scheinen sich in seinen Spiegelungen zu verlängern, was dem Baukörper eine harmonische Leichtigkeit verleiht. Die Plastik vor dem Palast, “Der Meteor”, symbolisiert die durch Diplomatie friedlich vereinten fünf Kontinente und ist ein Werk des brasilianischen Bildhauers Bruno Giorgi (1905–93). Das aus weißem Carrara-Marmor bestehende Kunstwerk scheint trotz seines Gewichts von 50 Tonnen über dem Wasser zu schweben.

Eines der wichtigsten Werke von Oscar Niemeyer: der Palácio Itamaraty © Brasilien Insider
Die Wendeltreppe in einem der größten stützenlosen Säle der Welt © Brasilien Insider

Führung durch den Palácio Itamaraty: Sehr lohnenswert ist die kostenlose, rund 40-minütige Führung durch das Außenministerium. Gleich zu Beginn betrittst du einen der größten Säle der Welt ohne Stützen (2800 m²), in dessen Mitte eine geländerlose Wendeltreppe der Blickfang ist. Die Räume im ersten Stock sind voll mit wertvollen Gemälden, Plastiken und persischen Teppichen, man kommt sich fast wie in einer Kunstgalerie vor. Da im Itamaraty ständig ausländische Staatsoberhäupter und andere Würdenträger empfangen werden, ist der Palast entsprechend wert- und kunstvoll dekoriert. Alle Möbel, Gemälde und künstlerischen Arbeiten in diesem wichtigsten Repräsentanzbau des Landes sind selbstverständlich von brasilianischen Künstlern gemacht. Der Rundgang endet in der Regel auf der begrünten Dachterrasse, von der sich ein Ausblick auf den Congresso Nacional und das Justizministerium bietet. Die Gestaltung aller Grünflächen im Außen- und Innenbereich stammt von dem berühmten Landschaftsarchitekten Roberto Burle Marx.
Führungen tgl. 9, 11, 14, 15 und 17 Uhr, Reservierung vor Ort Mo–Fr 9–17 Uhr, Gruppen ca. 15–20 Personen, Fotos erlaubt, Englisch nach Anmeldung telefonisch 61/2030 8051 oder per E-Mail  

Garten der Künste auf der Dachterrasse des Außenministeriums von Brasilien © Brasilien Insider
Von links nach rechts: Senado Federal, Abgeordnetenbüros, Câmara dos Deputados © Brasilien Insider

Am Ende der Eixo Monumental liegt der seit 2007 denkmalgeschützte Congresso Nacional wie ein Gebirge. Dies ist Oscar Niemeyers eigentliches Meisterwerk. Hier lässt sich am ehesten sein architektonisches Konzept nachvollziehen; die konvexen und konkaven Linien beziehungsweise das utopische Element der “fliegenden Untertassen” beweisen am deutlichsten seine Antihaltung gegenüber rigiden Modellen der Bauhaus-Architektur sowie rationalistischen Gestaltungen der Postmoderne. In der Kuppel tagt der Senado Federal (Senat), unterhalb der Schale ist die Câmara dos Deputados (Abgeordnetenhaus) beheimatet, und dahinter angrenzend die gewaltigen Zwillingstürme der Abgeordnetenbüros. Die Câmara dos Deputados war für den Statiker Joaquim Cardozo dabei die größere Herausforderung, das gesamte Gewicht lastet auf dem schmalen Rand des darunter liegenden Hohlraums. Beide Konstruktionen sind 10 Meter hoch, der Durchmesser der Senatskuppel beträgt 38 Meter, der Durchmesser der Schale des Abgeordnetenhauses 62 Meter.

Im übertragenen Sinne auch ein undurchschaubarer Dschungel, Ort brasilianischer Politik © Brasilien Insider

Niemeyer hat sich eine Menge Symbolik hinter den Formen vorgestellt, wie beispielsweise die gemäßigte Abwägung oder ausgleichende Bedächtigkeit, die die Kuppel (Senat) repräsentieren soll, oder Offenheit für Ideen und Meinungen des brasilianischen Volks im Fall der Schale (Abgeordnetenhaus). Inwieweit sich diese hehren Vorstellungen und Ideale von Niemeyer bisher verwirklicht haben, mag man infrage stellen. Der Nationalkongress wurde gemeinsam mit der Einweihung Brasílias am 21. April 1960 eröffnet, nur vier Jahre später übernahmen die Militärs das Kommando und führten das Land in eine 21 Jahre währende Militärdiktatur. Seither kämpfen die demokratisch gewählten Volksvertreter mehr schlecht als recht gegen den weit verbreiteten Vorwurf der Korruption und Vetternwirtschaft an. Neuere Gesetzgebungen, die es quasi unmöglich machen, straffällige Abgeordnete zu verurteilen oder ihres Amtes zu entheben, helfen nicht bei der Vertrauensbildung in der Bevölkerung.

Statische Herausforderung: die Câmara dos Deputados © Brasilien Insider
Fliesenkunst von Athos Bulcão im Grünen Salon (Salão Verde) © Brasilien Insider

Führung durch den Congresso Nacional: Das Interessanteste auf den Führungen sind die zahlreichen Kunstwerke, die sich im Innern bewundern lassen, darunter ein Wandgemälde von di Cavalcanti, Azulejos von Athos Bulcão und Sitzmöbel von Le Corbusier. Jeder Besucher erhält zudem eine Postkarte, die bei Abgabe vor Ort kostenlos in die ganze Welt verschickt wird. In den labyrinthartigen Katakomben des Kongresses verstecken sich auch einige preiswerte Kantinen (Lanchonetes), die zwar grundsätzlich nur für Mitarbeiter gedacht sind, doch Touristen, die danach fragen, wird vielleicht eine kurze Pause nicht verwehrt (Montag bis Freitag). Dies wäre eine der wenigen Möglichkeiten für einen Lunch- oder Kaffeestopp während des Sightseeings im Zentrum.
Fr–Mo 9–17.30 Uhr, Do nur nach mindestens 24 Stunden vorher erfolgter Anmeldung über die Website, Eintritt frei, halbstündlich Führungen (60 Minuten) in Gruppen zu 50–70 Personen, Fotos sind erlaubt

Besichtigung des Parlaments (Câmara dos Deputados) © Brasilien Insider
Reisetipp: Kleiderordnung für Touristen
Politiker und Beamte in Brasília möchten an ihren Arbeitsplätzen nicht gerne auf allzu leger gekleidete Menschen treffen. Das bedeutet für Touristen, die zum Beispiel den Palácio Itamaraty oder den Congresso Nacional besichtigen wollen, dass sie sich zu den üblichen Dienstzeiten von Montag bis Freitag entsprechend zu kleiden haben: keine kurzen Hosen oder ärmellosen Hemden bei den Herren, keine zu kurzen Röcke oder Kleider (mindestens Knielänge), keine Strandsandalen. Bei der oft sengenden Hitze in Brasília ist das organisatorisch durchaus eine Herausforderung. Auch ein Lichtbildausweis ist an diesen Tagen Pflicht. An Wochenenden sowie zu den parlamentarischen Ferienzeiten (“Recesso parlamentar”: etwa dritte Dezemberwoche bis Anfang Februar sowie die beiden letzten Juliwochen) sieht man es dagegen sehr viel lockerer. Dann darfst du auch im Sommer-Outfit erscheinen.
Panteão da Pátria © Brasilien Insider

Auf der östlichen, von der Zentralachse abgelegenen Seite, liegt die Praça dos Três Poderes, das heißt Platz der drei Gewalten; das Forum, auf dem sich die drei Gewalten sozusagen begegnen: Judikative (Justiz, Supremo Tribunal Federal), Legislative (Parlament, Congresso Nacional) und Exekutive (Regierung, Palácio do Planalto), alle drei in bemerkenswerten Bauwerken untergebracht. Niemeyer schwebte ein Markusplatz vor. Aber bis auf die Taubenschwärme besteht keine Ähnlichkeit. Nichts bewegt sich auf dem baumlosen, gepflasterten Geviert in der sengenden Hitze: Die mageren “Candangos” (Pioniere Brasílias; eine Stahlplastik von Bruno Giorgi) warten auf Besucher und der 100 m hohe Fahnenmast mit einer gigantischen Staatsflagge (286 m²) sowie das Panteão da Pátria (mit einem “Museum zur Ehrung der Nationalhelden”) vervollständigen die Szenerie. Oscar Niemeyer hat einen haushohen Taubenschlag aus Beton beigesteuert, der an eine enorme Wäscheklammer gemahnt.

Platz mit ungewöhnlichen Bauten, aber wenig Schatten: die Praça dos Três Poderes © Brasilien Insider
Gut geschützt: das Oberste Bundesgericht © Brasilien Insider

Auf der rechten Seite der Praça dos Três Poderes sitzt die “Justiça”, eine Skulptur von Alfredo Ceschiatti (1961), mit verbundenen Augen vor dem Obersten Bundesgericht Brasiliens, dem Supremo Tribunal Federal (STF). Dem aus elf Richtern bestehenden Organ kommt in seiner Funktion als Verfassungsgericht eine besondere Aufgabe in Zeiten von Angriffen auf demokratische Institutionen zu. Das Hauptgebäude des Obersten Bundesgerichts, der Palácio do Supremo Tribunal Federal, wurde von Oscar Niemeyer 1958 entworfen und zählt zu seinen wichtigsten Werken in der Hauptstadt. Es steht seit 2007 unter Denkmalschutz.
Besichtigung nur nach vorheriger Anmeldung über die Website des STF

Bitte nicht anfassen und auch nicht draufsetzen: die empfindliche Justiça von Alfredo Ceschiatti © Brasilien Insider
Modell der geplanten Stadt © Brasilien Insider

Vom Obersten Gericht nach links auf den Platz gehend lohnt es sich, ein paar Stufen unter die Betonplatten zu steigen, um dort im Espaço Lucio Costa eine kleine Dauerausstellung zur Stadtplanung Brasílias zu besichtigen. Die unterirdische Ausstellungsfläche wurde ebenfalls von Niemeyer konzipiert und 1992 eingeweiht. Auf einem 170 m² großen Modell des Plano Piloto lässt sich gut die Ähnlichkeit des Umrisses mit einem Flugzeug und seinem Rumpf und den Tragflächen erkennen. An den Wänden hängen unter anderem Fotos aus der Bauphase sowie Kopien der Bewerbung von Lucio Costa, mit der er sich 1957 gegen 25 Mitbewerber durchgesetzt und den Zuschlag zur Errichtung von Brasília erhalten hatte.

Ein wunderlicher Balken © Brasilien Insider

Fast unmittelbar neben dem Treppenabgang scheint ein monumentaler Querbalken in der Luft zu hängen. Dabei handelt es sich um das ungewöhnlichste und auch das älteste Museum der Stadt. Das  Museu da Cidade, das selbstverständlich von Oscar Niemeyers stammt, wurde nämlich schon mit dem Tag der Stadtgründung am 21. April 1960 eingeweiht. Im länglichen Innenraum ist eine in die Marmorwände geschlagene Chronologie der Anfangsjahre zu sehen. Wer des Portugiesischen mächtig ist, kann unter anderem Zitate von Kubitschek und Niemeyer aus jener Zeit nachlesen.
Espaço Lucio Costa und Museu da Cidade Di–So 9–18 Uhr, Eintritt frei

Gesammelte Zitate aus der Zeit der Stadtgründung im Museu da Cidade © Brasilien Insider
Zwei Wachen schützen den Eingang des Palácio do Planalto © Brasilien Insider

Auf der dem Obersten Gericht gegenüberliegenden Seite des Platzes steht der Palácio do Planalto, der Regierungspalast – das Pendant zum Kanzleramt in Berlin. Die monumentale nationale Selbstdarstellung findet hier ihren besonderen architektonischen Ausdruck. Es ist ein enormer, aber beinahe transparenter Baukörper, der über dem Boden zu schweben scheint. Die Rampe, die vom Platz der drei Gewalten hinaufführt, ist die politische Bühne für feierliche Anlässe. Der Niemeyer-Bau wurde zusammen mit der Stadtgründung am 21. April 1960 übergeben. Die vor dem Gebäude und an seinen Seiten befindlichen Wasserflächen dienen (ebenso wie am Justizpalast und dem Außenministerium) neben der Erhöhung der Sicherheit vor allem dazu, in der extrem trockenen Jahreszeit die natürliche Luftfeuchtigkeit rundherum zu erhöhen.
So 9.30–13.30 Uhr, Besichtigung nach Anmeldung unter www2.planalto.gov.br

Der brasilianische Regierungspalast Palácio do Planalto liegt an der Praça dos Três Poderes © Brasilien Insider
Der Palácio da Justiça © Brasilien Insider

Die letzte Station des Rundgangs liegt gleich neben dem Palácio do Planalto. Unter den 17 Ministeriumsgebäuden fallen zwei aus dem Rahmen: das Außenministerium Itamaraty und das ebenso auffällige Justizministerium (Palácio da Justiça), an dessen Fassade sich Wasserfälle aus Betonwannen in einen künstlichen See ergießen. Diese beiden Gebäude stehen sich exakt auf einer Achse gegenüber und sind dem Kongress am nächsten. Mit dem Erreichen des Justizpalastes könnte der Stadtrundgang an dieser Stelle abgeschlossen werden. Von der gleich hier gelegenen Bushaltestelle fahren Stadtbusse in die Hotelzonen. Wer müde Füße hat, sollte sich ein Uber oder Taxi bestellen.

Wasserfälle stürzen an der Fassade des Justizpalastes in einen See © Brasilien Insider
… außerhalb des Zentrums
Nicht von Niemeyer: Santuário Dom Bosco © Brasilien Insider

Wem von so viel Staatsdarstellung und Kulissenarchitektur schwindlig wird, der kann in das Santuário Dom Bosco (1970) entfliehen. Zur Abwechslung wurde dieses Bauwerk nicht von Niemeyer errichtet, sondern es war ein Projekt unter Leitung von Carlos Alberto Naves. Die würfelförmige Kirchenfassade besteht praktisch von oben bis unten aus nuancenreichen blauen und malvenfarbigen Glasstücken, die zwischen 80 gotisch inspirierten, 16 m hohen Kolumnenbögen angeordnet sind. In der Mitte schwebt ein 2,5 t schwerer Leuchter aus Muranoglas. Besonders im Innern entsteht eine höchst beeindruckende Wirkung, wenn das Tageslicht die Kirche in zwölf verschiedene Blautöne taucht.

Farbenspiele im Santuário Dom Bosco © Brasilien Insider

An den Türen befinden sich aufwendige Eisen- und Bronzearbeiten von Gianfranco Cerri, das Fensterdesign mit Motiven aus dem legendären Traum des Dom Bosco stammt von Cláudio Naves, die Ausführung übernahm Hubert van Doorne. Das Santuário Dom Bosco ist von allen Sehenswürdigkeiten Brasílias vielleicht die überraschendste und auf jeden Fall einen Besuch wert. Die Kirche ist gut zu Fuß erreichbar, vom Shopping Pátio Brasil aus ist man in zehn Minuten da.
Mo–Fr 6–22, Sa 6–21, So 7–20 Uhr

Die überraschendste Sehenswürdigkeit in Brasília, das Santuário Dom Bosco © Brasilien Insider
Stadtrundfahrten

Wegen der enormen Entfernungen und der unbarmherzigen Sonne – Brasília liegt auf beinahe 1000 m Höhe wenige Grade südlich des Äquators – könntest du dich einer Stadtrundfahrt anvertrauen, um einen ersten Überblick zu gewinnen. Danach lohnt es sich, einzelne Bauwerke gezielt aufzusuchen oder dem oben beschriebenen Stadtrundgang zu folgen. Sehr praktisch, auch um zu den weiter entfernten Zielen zu kommen, sind die gut zweistündigen Rundfahrten im offenen Doppeldeckerbus von Brasília City Tour. Die Abfahrt ist am Parkplatz des Brasília Shopping, knapp zehnminütige Stopps werden unterwegs bei der Kathedrale sowie an der Praça dos Três Poderes und am Palácio da Alvorada eingelegt.
Abfahrt tgl. 10.30, 14 und 16.30 Uhr, Fahrtpreis R$50 (Ermäßigung für Kinder und Senioren), Abfahrt nur bei mindestens vier zahlenden Gästen

Übernachtung

Reisetipp: Brasília am Wochenende besuchen
Brasília ist die Stadt der Politiker, Diplomaten und Lobbyisten. So ist es kein Wunder, dass hier vor allem teure Business-Hotels dominieren. Sie befinden sich in den offiziellen Hotelsektoren Nord (SHN) und Süd (SHS). Die meisten Hotels in Brasília verwenden ein fluktuierendes Tarifsystem: Die Preise steigen (und fallen) je nach Nachfrage. An den Wochenenden kannst du grundsätzlich mit den günstigsten Tarifen rechnen. Denn von Dienstag bis Donnerstag tagt der Congresso Nacional, die Stadt und somit alle Hotels sind dann voll! An den anderen Wochentagen kommst du deutlich einfacher und vor allem günstiger an ein gutes Zimmer. Falls die Reiseplanung es zulässt, lohnt es sich also, Brasília zwischen Freitag und Montag zu besuchen und dann Komforthotels zu deutlich niedrigeren Preisen zu genießen.
Komfortables Standardzimmer im B Hotel © Brasilien Insider

B Hotel, SHN Q5, Bloco J, Hotelsektor Nord. Die neueste Architekturperle in der Hotelkette Brasílias stammt von Isay Weinfeld, der auch schon als “neuer Niemeyer” bezeichnet wurde. Das Haus weist etliche modernistische Einflüsse mit Referenzen zum Brasília der 1960er-Jahre auf, wie zum Beispiel die an Athos Bulcão erinnernden und in der Höhe zueinander versetzten Fassadenfenster oder die minimalistische Dekoration, in der unter anderem Designermöbel von Jader Almeida (Stühle, Bänke, Sessel) zu finden sind. Die offene Lobby mit den typischen Brasília-Säulen und dem Restaurant ist das Herzstück des Hauses. Die 306 höchst komfortablen Zimmer in sieben Kategorien unterscheiden sich im Wesentlichen in ihrer Größe und dem Ausblick, schon die Sparte “B Room” bietet aus meiner Sicht einen exzellenten Wohlfühlstandard.

Alles frisch: Frühstück im B Hotel © Brasilien Insider

Das hervorragende Frühstücksbuffet beinhaltet viele auf einem eigenen Bio-Bauernhof hergestellte Produkte, die auch im hauseigenen Restaurant verwendet werden. Auf dem Dach befinden sich außerdem noch ein Pool sowie mit der Bar 16 eine der besten Rooftop-Bars der Stadt (siehe Nachtleben). Die Tarife sind fluktuierend, im Januar und Juli gibt es oft Ermäßigungen. B Hotel buchen.

Wohnzimmer einer Suite im B Hotel © Brasilien Insider
Hingucker für Schwindelfreie: Fahrstuhl im Meliã Brasil 21 © Brasilien Insider

Hotel Meliã Brasil 21, SHS Q6, Bloco D, Hotelsektor Süd. Das Meliã Brasil 21 zählt inzwischen zu einem der beliebtesten Hotels von Brasília. Besonders der gläserne Fahrstuhl, der von der Lobby bis in den 20. Stock saust, sorgt für Aufsehen – und kann schon fast als eigenständige Touristenattraktion bezeichnet werden (aber nur für Schwindelfreie). Was die Zimmerwahl angeht, ist die Kategorie Luxo aus meiner Sicht eindeutig am schönsten und dabei gar nicht mal so viel teurer als der etwas günstigere Typ Premier. Gäste freuen sich außerdem über eine hübsche Lounge mit Piano-Bar im Erdgeschoss sowie ein gutes Restaurant mit Außenterrasse im zweiten Stock. Einen netten Pool, auf dem sich kurze Bahnen schwimmen lassen, sowie eine Sauna findest du ganz oben auf dem Dach des Hotels. Hotel Meliã Brasil 21 buchen.

Gute Option in der Hotelzone Süd: Hotel Meliã Brasil 21 © Brasilien Insider
Lobby des Hotel Brasil 21 Suítes © Brasilien Insider

Hotel Brasil 21 Suítes, SHS Q6, Bloco F/B, Hotelsektor Süd. Das direkt neben dem Meliã Brasil 21 und zur gleiche Kette gehörige Hotel bietet moderne und geschmackvolle Zimmer, die besonders am Wochenende oft zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis zu bekommen sind. Dabei sind vor allem die Superior-Zimmer mit der Größe einer Suite (43 m²) ein guter Deal, die Zimmer des Typs Brasília (60 m²) sind nur wenig teurer. Nett ist der begehbare Kleiderschrank, auch die beiden Fernseher und weitere Annehmlichkeiten versüßen den Aufenthalt. Die Preise sind insgesamt ziemlich variabel. Ein paar Schritte weiter liegt noch das ebenfalls sehr anständige Hotel Brasil 21 Convention. Hotel Brasil 21 Suítes buchen.

Große Räumlichkeiten bietet das Hotel Brasil 21 Suítes: © Brasilien Insider
Lebendige Geschichte im Kubitschek Plaza © Brasilien Insider

Kubitschek Plaza, SHN Q2, Bloco E, Hotelsektor Nord. Dies ist ein schon etwas älteres Fünfsterne-Hotel, das den Geschichtskurs gleich mitliefert: In der Lobby und auf den Etagen hängen viele gerahmte Bilder von JK aus den Tagen der Stadtgründung. Der geneigte Gast kann so vor Ort eine durchaus interessante Zeitreise antreten. Die Zimmer besitzen recht unterschiedlichen Standard, zu bevorzugen sind auf jeden Fall solche, die in letzter Zeit mal renoviert wurden. Kubitschek Plaza buchen.

Renovierte Suite des Kubitschek Plaza © Brasilien Insider

Essen

Da in Brasília alles, was zwei Beine hat, auf Reifen rollt, sind Shoppingcenter mit ihren Parkplätzen besonders verbreitet, und zahlreiche gute Restaurants verbergen sich in diesen Konsumtempeln, die aus dem sozialen Leben – auch wegen AC und Sicherheit – nicht mehr wegzudenken sind. In den Praças de Alimentação der Shoppings stößt du auf ein geballtes Angebot, das von Fastfood über Buffet-Restaurants bis hin zu Gourmetoasen reicht. Reisende, die in der Hotelzone Nord eine Unterkunft haben, werden das gute Gastronomieangebot des nahen Brasília Shopping zu schätzen wissen, in der Hotelzone Süd gilt dasselbe für das Shopping Pátio Brasil. Darüber hinaus hat Brasília etliche großartige Restaurants und Bars, die über die ganze Stadt verstreut sind.

Gemütlicher Biergarten im Feitiço Mineiro © Brasilien Insider

Feitiço Mineiro, 306 Norte, Bloco B. Das Feitiço Mineiro ist uriges Traditionsrestaurant, Bar und Livemusikschuppen in einem. Wer zum Essen kommt, serviert sich selbst am hervorragenden Buffet mit herzhafter Küche aus Minas Gerais (abends nach Gewicht, mittags Festpreis und all you can eat). Auf der Bühne nebenan wird unterdessen musikalisch eingeheizt. Wer es etwas ruhiger mag, kann sich auch draußen in die gemütliche Open-Air-Bar setzen und dort ein frisch gezapftes Chope bestellen – es wird unaufgefordert immer wieder neu gebracht. Wer genug hat, gibt dem Kellner einfach ein entsprechendes Zeichen. Mit über 450 Konzerten im Jahr ist Livemusik im Feitiço Mineiro fast täglich garantiert: In der Regel geht’s ab 21.30 Uhr los, gespielt werden vor allem Beatles-Cover, MPB oder Jazz, am Samstag ab 13 Uhr steht brasilientypisch Chorinho auf dem Programm (Couvert variabel).
Mo–Sa 12–3, So 12–17 Uhr

Gut essen und dazu schmissige Livemusik hören, das gibt’s im Feitiço Mineiro © Brasilien Insider
“… und noch ein kleines bisschen von dem da.” © Brasilien Insider

Gordeixo, 306 Norte, Bloco B. Gleich neben dem Feitiço Mineiro liegt ein guter und günstiger Italiener. Pasta satt gibt’s hier zu einem erschwinglichen Festpreis, alles wird vor den Augen des Gastes frisch zubereitet, und auch die Zutaten für die Soße kann man selber auswählen. Am Sonntag steht ein größeres Mittagsbuffet einschließlich mehrerer Salate zur Verfügung. Alle Pastas bei Gordeixo sind hausgemacht und die Soßen werden zu 100 Prozent aus Tomaten hergestellt.
Mo–Fr 12–15, 18–24, Sa, So 12–24 Uhr

Im Gordeixo wird die Soße nach den Wünschen des Gastes freundlich zubereitet © Brasilien Insider
Liegt in der Hotelzone: Fogo de Chão © Brasilien Insider

Fogo de Chão, SHS Q5, Bloco E. Dies ist wohl die Edel-Churrascaria von Brasília. Sehr günstig in der Hotelzone gelegen kannst du sie leicht zu Fuß erreichen. Das Restaurant hat ein nettes Ambiente und das Fleisch besitzt tadellose Qualität, die man für den nicht gerade geringen Preis auch erwarten darf. Dazu gibt es ein sehr reichhaltiges Buffet, an dem auch Nicht- oder Wenig-Fleischesser glücklich werden.
Mo–Fr 12–16, 18.30–24, Sa, So 12–24 Uhr

Ein kleiner Ausschnitt des üppigen Buffets im Fogo de Chão © Brasilien Insider

Nachtleben

Modernistisch: Bierfass (Gran Bier) © Brasilien Insider

Immer noch in Mode ist das Pier 21, ein Shopping-Freizeit-Komplex am Stausee, nicht weit von der Brücke Costa e Silva, mit Restaurants und Imbissen, zwei Steakhäusern im US-Stil und einigen Bars wie dem Empório Santo Antônio. Noch reizvoller ist es auf der anderen Seite, wo der Gastronomiekomplex Pontão do Lago Sul sehr nett am See liegt. Hier kannst du an einer schönen Uferpromenade mit Blick aufs Wasser entlangschlendern und danach bei hübscher Aussicht gut essen, zum Beispiel im Seafood-Restaurant Manzuá, das auch gute bahianische Küche im Angebot hat. Dazu gibt’s jede Menge Bars, die auch warme Gerichte servieren, wie beispielsweise das Gran Bier, das bis vor Kurzem unter seinem früheren Namen Bierfass einen regelrechten Kultstatus erlangt hatte. Mit Taxi oder Uber lässt sich übrigens schnell und gar nicht teuer zwischen dem Pier 21 und dem Pontão do Lago Sul hin- und herpendeln.
Pier 21 tgl. 12–22 Uhr, Pontão do Lago Sul So–Do 7–24, Fr, Sa 7–1 Uhr

Schöne Promenade im Pontão do Lago Sul mit Blick auf den Stausee von Brasília © Brasilien Insider

Darüber hinaus finden sich die Trendkneipen vor allem in der Asa Norte, die größte Ballung von Bars gibt es im sogenannten Complexo de bares an der 408/409. In der Asa Sul ist am meisten los in den Revieren 109/110, 210, 405/406.

Live-Samba am Wochenende im Armazém do Brasil © Brasilien Insider

Armazém do Brasil, 202 Norte, Bloco A. Das “Armazém” ist schon lange ein angesagter Treffpunkt in Brasília. Fast der ganze Häuserblock besteht aus dieser Bar, die Tische stehen einmal ums halbe Quadrat, hinten raus ist ein grüner Garten und noch ein Café. Besonders im Sommer ist es sehr nett, hier draußen zu sitzen und sich ein exzellentes kaltes Chope mit cremigem Schaumrand schmecken zu lassen, dazu gibt’s leckere Snacks wie Kibe oder auch Essen vom Buffet. Von Freitag bis Sonntag lohnt sich ein Besuch schon ab 12 Uhr mittags, dann wird eine klassische Feijoada im Rio-Stil serviert und eine Samba-Band spielt dazu auf. Im Preis inbegriffen ist die Caipirinha, die man sich gleich selbst abfüllen kann, außerdem ein Nachtischbuffet und für Fleischfans das auf Gaúcho-Art am offenen Spieß gegrillte Rind (“Bufê de Costela Gaúcha”). Du darfst unbegrenzt zuschlagen.
tgl. 12–1 Uhr

Auch tagsüber ist das Armazém do Brasil einen Besuch wert, vor allem von Freitag bis Sonntag zur Feijoada © Brasilien Insider
Leckeres Brahma Chopp © Bar Brasília

Bar Brasília, 506 Sul, Bloco A. Der Abend für Intellektuelle, Journalisten und auch so manchen Politiker startet hier. Die mit allerlei Antiquitäten und Fotos aus den Gründerjahren schön dekorierte Boteco-Bar gilt seit 2001 als einer der wichtigsten Bohème-Tempel der Stadt. Schon berühmt ist das eiskalt servierte Chope, das aus Behältern gezapft wird, die von einer zentimeterdicken Eisschicht eingehüllt sind. Ein echtes Stück Brasília! Besonders am Donnerstag und Freitag wird’s ab 19 Uhr voll.
Mo–Sa 12–24, So 12–16.30 Uhr

Frisch gezapftes Bier direkt aus dem Eismantel © Bar Brasília
Stimmungsvolles Ambiente in der Bar 16 © Brasilien Insider

Bar 16, SHN Q5, Bloco J, Hotelsektor Nord. Auf dem Dach des B Hotels (siehe Übernachtung) befindet sich eine der schönsten Rooftop-Bars von Brasilia. Besonders empfehlenswert ist es, hierher zum Sonnenuntergang zu kommen und mitzuerleben, wie die Lichter der Großstadt allmählich angehen und die umliegenden Niemeyer-Bauten nächtlich beleuchtet einen ganz neuen Charakter bekommen. Die Bar 16 vereint Ambiente mit Aussicht auf sehr schöne Weise und wird daher auch von Einheimischen gerne besucht.
Besuch für Nichthotelgäste möglich nach vorheriger Reservierung So–Do 17–23, Fr, Sa 17–24 Uhr

Lichter der Großstadt: Blick über Brasília von der Bar 16 © Brasilien Insider

Bar Beirute, 109 Sul, Bloco A. Fast schon ein Biergarten aus der Pionierzeit von Brasília (1966) – der Klassiker seit Generationen serviert gebremste Araber-Küche (Kibe cru probieren) und ein Bier (“Beira”), das richtig fließt. Das rustikale Ambiente zieht vor allem die Künstler-, Bohème- und Gay-Szene an. Die Bauchladenverkäuferin Bonbon, eine Drag Queen, ist ein echtes Stadtoriginal. Eine neuere Filiale gibt es noch in der Asa Norte, 107 Norte, Bloco D.
tgl. 11–1 Uhr

Klassiker aus der Pionierzeit Brasílias: die Bar Beirute © Brasilien Insider

Praktische Tipps

Einkaufen
Auffällig geformt: Brasília Shopping © Brasilien Insider

Das wichtigste Einkaufszentrum der Stadt ist das Brasília Shopping, das durch seine auffällige Architektur das Stadtbild maßgeblich mitprägt. Das 1997 errichtete Bauwerk in Form eines mittig geteilten Halbkreises liegt in unmittelbarer Nähe der Hotelzonen und ist auch wegen der dortigen Einkaufsmöglichkeiten von Lebensmitteln und Getränken sowie der Gastronomie und dort vorhandenen Geldautomaten für Touristen (besonders der nördlichen Zone) ein strategisch wichtiger Anlaufpunkt. Darüber hinaus ist es gut klimatisiert und in der Hitze des Tages einfach ein angenehmer Aufenthaltsort.
Mo–Sa 10–22, So 13–19 Uhr

Strategische Bedeutung für Touristen: Brasília Shopping © Brasilien Insider
Shopping Pátio Brasil © Brasilien Insider

Ein weiteres Shoppingcenter, das einen Besuch lohnt, ist das ebenfalls recht moderne und von 1997 stammende Shopping Pátio Brasil. Dieses Einkaufszentrum liegt besonders den Hotels der südlichen Hotelzone nahe. Aber auch auf einem Spaziergang zur sehenswerten Kirche Santuário Dom Bosco kommt man hier vorbei, sodass eventuelle Besorgungen für den Rückweg gleich mit eingeplant werden können. Ebenso wie im Brasília Shopping ist von Restaurants bis zu Banken alles vorhanden.
Mo–Sa 10–22, So 14–20 Uhr

Elegant von innen: das Shopping Pátio Brasil © Brasilien Insider

Deutlich folkloristischer als in den beiden großen Konsumtempeln geht es auf dem Trödel-, Kunst- und Kleidermarkt Feira da Torre zu, der seinen festen Standort gleich hinter dem Fernsehturm hat. Hier findet sich immer mal etwas Originelles, zum Beispiel Trockenblumen aus dem Cerrado oder Kristalle aus dem Planalto.
tgl. 9–18 Uhr

Geld
Geldwechsel am Flughafen © Brasilien Insider

Wer Geld tauschen möchte, kann das unter anderem bei Europa Câmbio am Flughafen erledigen. Weitere Optionen sind die Schalter von Confidence Câmbio im Brasília Shopping (Obergeschoss) und im Shopping Pátio Brasil (Erdgeschoss).
Europa Câmbio am Flughafen tgl. 8–23 Uhr, Confidence Câmbio Mo–Fr 10–21, Sa 10–18 Uhr

Zum Geldabheben empfehlen sich die für Touristen äußerst günstig gelegenen Geldautomaten von Banco do Brasil im Untergeschoss des Brasília Shopping. Weitere Automaten findest du selbstverständlich am Flughafen und auch an der neuen Rodoviária (für Fernbusse).
Geldautomaten Brasília Shopping Mo–Sa 9–22, So 11–22 Uhr

Geldautomaten im Einkaufszentrum Brasília Shopping © Brasilien Insider
Informationen

Centro de Atendimento ao Turista (CAT), von den zur WM 2014 eingerichteten neun Tourist Infos sind leider nur noch wenige in Betrieb, darunter die an der Praça dos Poderes und am Flughafen.
unregelmäßig

Hübsch anzuschauen, aber nur unregelmäßig besetzt: Infostand am Flughafen © Brasilien Insider

Nahverkehr

Autovermietung

Wer sich den verwirrenden Kreiselverkehr in Brasília zutraut, kann sich am Flughafen einen Wagen mieten (seit Uber eigentlich nicht mehr nötig), zum Beispiel bei Localiza Hertz.
tgl. 24 Std.

Busse
Haltestelle mit Lageplan beim Palácio do Planalto © Brasilien Insider

Zusammen mit den Hieroglyphen der Ortsangaben ist die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel für viele Touristen eine Herausforderung. Der zentrale Busbahnhof für Stadtbusse (Terminal Rodoviário Metropolitano) wirkt unübersichtlich, schlecht organisiert und auch nicht besonders sauber. Ich rate dazu, sich innerhalb des Zentrums mit Uber oder zu Fuß fortzubewegen.

Wer es trotzdem einmal mit den örtlichen Stadtbussen probieren möchte, kann zum Beispiel nach dem Sightseeing mit der Buslinie 16 von der Haltestelle zwischen Palácio da Justiça und Palácio do Planalto zum Hotelsektor zurückfahren: Die Haltestelle ist sehr praktisch gelegen, nämlich genau am Ende des vorgeschlagenen Stadtrundgangs.

Eher zu meiden: die unübersichtliche Haltestation für Stadtbusse © Brasilien Insider
Metro

Zwei noch im Ausbau befindliche Metrolinien verbinden das Zentrum (Station “Central” am lokalen Busbahnhof) mit der Asa Sul und den südwestlichen Vorstädten, darunter auch den Fernbusbahnhof (Station “Shopping”). Die Züge fahren in recht schneller Taktfolge (etwa alle 5–15 Minuten), eine Fahrt kostet R$5. Die Metro von Brasília verkehrt von Montag bis Samstag zwischen 5.30 Uhr und 23.30 Uhr, am Sonntag nur von 7 Uhr bis 19 Uhr.

Taxi und Fahrdienste

Für eine Fahrt von der Hotelzone bis zum Flughafen musst du im Taxi ungefähr mit R$50–60 rechnen, mit Uber sollte es R$25–30 kosten. Bis zur neuen Rodoviária sind es mit Taxi R$40–50, mit Uber R$20–25.

Transportdienste

Das Unternehmen Mobi Transporte bietet Transporte aller Art, zum Beispiel:

  • Flughafentransfer,
  • private City-Touren in Brasília (3 Stunden) oder
  • Fahrten nach Pirenópolis.

Die eingesetzten Autos sind top ausgestattet, die Chauffeure sehr professionell und freundlich. Ein Kontakt auf Englisch sollte in den meisten Fällen möglich sein.

Transport

Busse
Das moderne Terminal für Fernbusse © Consórcio Novo Terminal

Die neue Rodoviária Interestadual ist ein moderner, 2010 eingeweihter Busbahnhof, der allerdings recht weit von den Hotelzonen entfernt ist (SMAS, Trecho 4, Conjunto 5/6). Eine Anfahrt mit der Metro ist möglich, Ausstieg ist an der Station “Shopping”.

Flüge

Brasília liegt zentral wie eine Spinne im nationalen Flugnetz. Wer von Rio oder São Paulo nach Amazonien fliegt, wird in der Hauptstadt zwischenlanden. Die Hauptstädte aller Bundesstaaten werden von Brasília mehrmals täglich angeflogen. Der moderne und gut funktionierende Aeroporto Internacional Presidente Juscelino Kubitschek liegt 11 km vom Zentrum.

Modern und gut organisiert: der Flughafen in Brasília © Brasilien Insider
Flughafentransfer
Aushang mit Übersicht der Haltestellen © Brasilien Insider

Wer am Flughafen von Brasília landet und zu einem Hotel in den Hotelzonen Nord oder Süd möchte, kann außer einem Taxi oder Uber auch den gut organisierten Shuttlebus Ônibus Executivo Aeroporto (Linie 113) nehmen. Die Haltestelle liegt im Erdgeschoss nahe dem Ausgang “Desembarque Internacional”. Abfahrt ist am Flughafen ungefähr halbstündlich von Montag bis Samstag zwischen 7.05 Uhr und 20.50 Uhr, eine Fahrt kostet R$12 und ist im Bus in bar zu bezahlen. Der Bus fährt über die Esplanada dos Ministérios bis zu den beiden Hotelzonen (dort gibt es an den wichtigsten Hotels feste Haltepunkte), und kehrt dann zum Flughafen zurück.

Wartestation des sehr praktischen Flughafenshuttles © Brasilien Insider
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