PANTANAL

Das Naturparadies Pantanal kann von Süden oder von Norden her angefahren werden © Brasilien Insider
Nicolas Stockmann und Barbara Hartung, deine Insider für den Pantanal

Der Pantanal ist mit 230 000 km² so groß wie Portugal, Holland, Belgien, Slowenien und die Schweiz zusammen. Er umfasst große Teile der westbrasilianischen Bundesstaaten Mato Grosso und Mato Grosso do Sul sowie Randgebiete von Bolivien und Paraguay (80 % liegen auf brasilianischem Gebiet). Die Unesco hat den größten Süßwassersumpf der Erde 2001 zur schützenswerten Welt-Biosphäre erklärt. Die Satellitenbilder zeigen eine Landschaft wie die Nahaufnahme eines Lungenflügels, der mit abertausend Adern und Äderchen durchsetzt ist. Naturforscher sprechen vom größten Schwamm der Erde, der die Wassermassen (178 Mio. Liter pro Stunde) aus den Anden und dem Herzen Südamerikas ein halbes Jahr lang aufsaugt und sie langsam wieder abgibt, fein dosiert mit der Geschwindigkeit von 1200 km in 180 Tagen. So meldet Buenos Aires am Rio de la Plata, 3000 km südlich, nicht „Land unter“.

Überblick

Im Pantanal zuhause: der Hyazinth-Ara © Brasilien Insider

Jedes Jahr lagern die Wassermassen im Pantanal Sedimente ab: Dünger für die Pflanzen, Nahrung für die gezählten 278 Fischarten (in Europa sind es knapp 200). Wenn die Regenzeit endet und die Trockenzeit im Juli beginnt, aus Seen und Lagunen langsam Sümpfe oder Inseln werden, beginnt das große Fressen, zu dem selbst aus dem 10 000 km entfernten Kanada die Zugvögel einfallen. Wasserschweine (Capivaras), Kaimane, Otter, Reiher und Jabiru-Störche (etwa 450 Vogelarten, darunter der seltene blaue Hyazinth-Ara) streiten sich um die schuppige Beute, die in die Wasseradern zu fliehen versucht. Auch mehr als 1000 Jaguare soll es seit dem Abschluss eines Artenschutzabkommens wieder im Pantanal geben.

Dass dieser Garten Eden in den letzten Jahren immer mehr für den Natur-Tourismus erschlossen wurde, hat mehrere Ursachen. Die alten Fazendas (Rinderfarmen), einst so ausgedehnt wie europäische Kleinstaaten und mit Herden von mehreren tausend Rindern, sind durch Erbteilung geschrumpft und unrentabel geworden. Viele Fazendeiros wandeln ihre Fazendas in Ferienhotels um, obgleich der Zugang zu Lande oder zu Wasser oder gar durch die Luft immer noch ein kleines Abenteuer ist. Zweitens wächst der Bedarf nach naturnahem Tourismus. Und drittens haben zahlreiche globale Naturschutzorganisationen erkannt, dass Ökotourismus ein sinnvolles Instrument ist, dieses einmalige Biotop zu erhalten.

Alles in allem mögen 200 Pensionen, Landhotels und Hotelschiffe im Pantanal vorhanden sein. Ansonsten ist die Gegend menschenleer: Auf einen einheimischen Bewohner entfallen statistisch sechs Rinder und 42 Kaimane (jacarés).

Ein Sonnenuntergang in den menschenleeren Weiten des Pantanal © Brasilien Insider

 

Geografie und Klima

Der Pantanal ist eine sumpfige Tiefebene mit einzelnen darin verstreuten Erhebungen. Zum Süden hin neigt sich diese Ebene, im Norden bilden die Chapada dos Parecis und die Serra Azul eine Wasserscheide zum Amazonasgebiet hin. Im Westen und Südwesten geht der Pantanal unmerklich in die Trockensteppe Gran Chaco über. Das Klima im Pantanal ist vom Wechsel kühle Trockenzeit und heiße Regenzeit geprägt. Im Winter (Juli) streichen Kaltwinde aus Patagonien über den Pantanal und können die Temperaturen auf bis zu 5°C herabsetzen. Aber im Allgemeinen werden 20 °C nicht unterschritten. Von Dezember bis Mitte Januar regnet es so gut wie jeden Tag. Der inzwischen trockene „Schwamm“ des Pantanal füllt sich auf, die feuchte Luft ist Nektar für Moskitos.

Als beste Reisezeit betrachten viele die Trockenperiode zwischen April und September/Oktober, in der allerdings auch ziemlich kalte Tage (und Nächte!) auftreten können. Um Vögel zu beobachten, kommt man am besten im letzten Teil der Trockenzeit von Juli bis Oktober. Die regnerischen, heißen Monate November bis März werden zwar gelegentlich als ungünstigere Reisezeit angesehen (Temperaturen bis 40 °C, Moskitos), doch auch in dieser Zeit lässt sich der Pantanal aus unserer Sicht gut bereisen. Besucher haben dann den Vorteil, die Landschaften in größerer Ruhe zu erleben (weniger Touristengruppen). Zudem konzentrieren sich die Landtiere in den höheren Landesteilen, die nun zu Inseln werden (den sog. Cordilheiras oder Capões) und lassen sich daher leichter beobachten.

                

Gürteltier, Ameisenbär und Wasserschwein sind einige der Bewohner des Pantanal © Brasilien Insider

Tourismus

Für individuelle Touren ist der Pantanal eher ungeeignet. Man kann zwar einen Wagen mieten, (mit Glück) die Estrada Parque oder Transpantaneira abfahren und sich unterwegs in einer Lodge bzw. Hotel-Fazenda einquartieren. Wer aber ohne Landes- und Sprachkenntnisse den Pantanal besucht, sollte sich besser einer der zahlreichen Agenturen anvertrauen und den Aufenthalt über sie reservieren lassen bzw. anspruchsvollere Touren dort buchen. Ein einheimischer lokaler Guide ist unverzichtbar, dem Slogan »No Pantanal siga o Pantaneiro« („Folge im Pantanal dem Einheimischen“) sollte man unbedingt Rechnung tragen.

Auf intensive Naturbeobachtung fernab der Straßen und Trampelpfade sollte man sich besser vorbereiten: Ausgerechnet im Morgengrauen und in der Abenddämmerung, wenn sich der Pantanal von seiner wundervollsten Seite zeigt, schlagen Stechmücken und Zecken am heftigsten zu – Kleidung aus dichtem, widerstandsfähigem Stoff ist daher unverzichtbar. Auf unbedeckte Hautpartien trägt man Mückenschutz auf. Ein Regencape sollte ebenfalls zur Standardausrüstung gehören. In morastigem Gebiet besteht eine, wenn auch geringe, Wahrscheinlichkeit, auf Schlangen zu treffen oder gar zu treten, deshalb sind feste, wasserdichte Stiefel dringend zu empfehlen – einen erfahrenen Guide sollte man ohnehin an seiner Seite haben. Piranhas bevorzugen stehende Gewässer – daher besser nicht die Hand hineinhalten.

Bootsfahrten auf einem Pantanalfluss finden oft in den Morgenstunden statt © Brasilien Insider

Anders ist es mit den Kaimanen: Sonnenbadend strecken einem die etwa 3 m langen ausgewachsenen Echsen drohend den aufgerissenen Rachen entgegen. In Wirklichkeit aber sind die Kaimane beinahe friedliche Tiere; Pantanalkinder baden sogar in ihrer Nähe. Nur in der nahrungsarmen Trockenzeit ist eine gewisse Vorsicht angebracht.

Ist im Pantanal oft zu sehen: der Kaiman © Brasilien Insider

Die Unterbringung findet meist auf einer Fazenda statt. Dabei handelt es sich um ein rustikales, manchmal luxuriöses Haupthaus, möglichst in die Natur eingebettet. Im Preis sind fast immer Vollpension und 2 bis 3 Ausflüge pro Tag enthalten. Die Zimmer haben in der Regel Klimaanlage oder Ventilator, Moskitonetze, Warmwasser und Strom. Alle Fazendas bieten ein Naturprogramm an, darunter Safaris, Wanderungen, Bootsfahrten, Vogelbeobachtungen, Piranha-Angeln, Reitausflüge usw. Um die Umgebung einer Fazenda zu erkunden, sind 3 bis 4 Tage ausreichend. Die hauseigenen Guides sprechen allerdings oft nur Portugiesisch. Englisch oder gar Deutsch sprechende Führer sind selten und kosten dann auch noch extra. Die Anreise (per Jeep, Boot oder Flugzeug) muss über eine Agentur oder die betreffende Fazenda organisiert werden.

Gehört überall zum Programm: das Angeln von Piranhas © Brasilien Insider

TIPP: Keine Anfütterung unterstützen

Obwohl es seit 2011 offiziell verboten ist, werden Tiere im Pantanal immer noch angefüttert, um Touristen Sichtungen von Jaguar, Ozelot oder Riesenotter zu ermöglichen. Solche Anfütterungen können massive negative Auswirkungen auf das natürliche Verhalten der Tiere haben. So können sowohl Aggressionen als auch übermäßige Gewöhnung an den Menschen dadurch gefördert und Krankheiten auf dem Wege übertragen werden. Außerdem werden durch Anfütterung Tiere wie Kaimane, Fischbussarde, Krabbenfüchse, Kapuzineraffen und Mähnenwölfe verwundbarer für ihre Fressfeinde.

 

Südlicher oder nördlicher Pantanal?

Dem Pantanal nähert man sich in der Regel von der südlich gelegenen Stadt Campo Grande aus oder vom nördlich gelegenen Cuiabá. Beide Orte sind recht leicht per Flugzeug (oder Fernbus) erreichbar. Busse verkehren im Pantanal zwischen allen größeren Orten, auch während der Regenzeit.

Südlicher Pantanal

Der Südteil der Feuchtsavanne bietet etwas mehr Tiere und eine entwickeltere Infrastruktur, außerdem ist er landschaftlich abwechslungsreicher als sein nördliches Pendant. Ein weiterer Bonus ist die Kombinationsmöglichkeit mit der schönen Bonito-Region. Auch ist der Ausgangspunkt Campo Grande im Vergleich zu Cuiabá die deutlich schönere und interessantere Stadt. Im Süden empfiehlt sich der Besuch von mindestens zwei Fazendas. Auf der Fahrt von Campo Grande Richtung Westen könnten 2 bis 3 Übernachtungen in der Umgebung von Aquidauana oder Miranda eingelegt werden, zum Beispiel in der Pousada Aguapé oder in der Refúgio da Ilha. Ein weiterer Stopp bietet sich in einer Pousada entlang der Estrada Parque an. Wer mit einem Mietwagen unterwegs ist, kann die ganze Strecke bis Corumbá durchfahren, schon bei den Stopps an den zahlreichen Holzbrücken lassen sich viele Tiere beobachten. Während der Fahrt beeindruckt vor allem das abwechslungsreiche Farbenspiel der Landschaft: der Übergang der zunächst sandigen Straßen durch die Fluss- und Lagunenlandschaft des Pantanal, die dann immer weiter werdende Wasserlandschaft des Rio Paraguai (mit einem kurzen Stopp im Fischerdorf Porto da Manga), und schließlich die kräftigroten Eisenerzstraßen, die im Kontrast zur dunkelgrünen Vegetation zu stehen scheinen.

Wunderbare Natur entlang der Estrada Parque © Brasilien Insider

Nördlicher Pantanal

Der Nordteil ist dagegen noch ursprünglicher und ruhiger. Wer einen Jaguar beobachten möchte, hat im Nordpantanal größere Chancen. Die Fazendas an der Transpantaneira sind sehr gut organisiert und verfügen in aller Regel über zweisprachige Guides. Viele Pousadas bieten Touren schon in den frühen Morgenstunden an: Noch vor Sonnenaufgang klettert man auf einen Beobachtungsturm, überblickt den Pantanal und beobachtet Jabiru, Pfeifgänse, Rallenkraniche u. a.

Für eine Jaguar-Exkursion sollte man den nördlichen Pantanal ansteuern © Brasilien Insider

 

Der südliche Pantanal

Den „undurchdringlichen Busch“ hat es immer nur entlang der Flussläufe und weit im Norden, im Einzugsbereich des Amazonas (Mato Grosso Nord) gegeben. Der weitaus größte Teil des Bundesstaates Mato Grosso do Sul ist von Savanne bedeckt – und von der großartigen Sumpflandschaft des Pantanal. Zwei Schritte in den Pantanal hinein, und schon trifft man auf Jaguar und Gürteltier – wer mit dieser Erwartungshaltung anreist, wird arg enttäuscht: So leicht gibt die Natur ihre Geheimnisse nicht preis. Das Mindeste an Aufwand ist eine mehrstündige Tour per Jeep auf der Estrada Parque, zu Pferde oder zu Fuß. Zu einer solchen Exkursion braucht man keine spezielle Ausrüstung, sollte aber wegen der Moskitos unbedingt lange Hosen tragen (Aug–Feb) sowie Fernglas und Teleobjektiv nicht vergessen.

Wer nur wenig Zeit hat, fliegt am besten nach Campo Grande und startet von dort zu Exkursionen oder Aufenthalten bei den zahlreichen Fazendas, die sich neben der Viehhaltung auf Ökotourismus verlegt haben. Campo Grande erreicht man auch in komfortablen Langstreckenbussen, etwa von São Paulo. Auf bequeme Art lassen sich von hier aus (auch im Mietwagen) Exkursionen in den Süd-Pantanal und ins Bonito-Gebiet unternehmen – empfohlene Mindestzeit eine Woche.

Ausgangspunkt Campo Grande

Grünes Zentrum in Campo Grande © Brasilien Insider

Die junge Stadt (erst Anfang des 20. Jhs. gegründet) hat auch heute noch ein leicht pionierhaftes Flair, obgleich sie bereits 886 000 Einwohner zählt. Zur kulturellen Bereicherung haben auch die zahlreichen Zuwanderer aus Paraguay, Bolivien und Japan beigetragen. Als Aus- und Durchgangsstation zum Besuch des südlichen Pantanal und der Bonito-Region ist Campo Grande ein angenehmer, ruhiger und freundlicher Ort. Zentrale Verkehrsader ist die Avenida Afonso Pena, die bis zum Parque das Nações Indígenas/Shopping Campo Grande führt. In dem Viereck zwischen Avenida Calógeras, Rua Dom Aquino und Rua Pedro Celestino schlägt das Herz der Stadt mit Geschäften, Agenturen und Restaurants. Hier ist die Avenida auch am schönsten, vor allem wegen der mächtigen, jahrhundertealten Feigenbäume in ihrer Mitte.

Ein kurzer Abstecher führt zur Casa do Artesão, Av. Calógeras 2050, wo Kunstgewerbe (auch indianisches) und schöne Handarbeiten in einem Haus von 1918 mit originalem Steinfußboden angeboten werden. Hier wird jeder fündig, der auf der Suche nach einem hübschen Souvenir ist. Öffnungszeiten Mo–Fr 8–18, Sa 8–16 Uhr.

Netter Ort für Kunsthandwerk und Souvenirs: die Casa do Artesão © Brasilien Insider

Das sehenswerte Museu das Culturas Dom Bosco (Infotafeln auf Englisch) befindet sich etwa 4 km vom Zentrum im Parque das Nações Indígenas, Av. Afonso Pena 7000, Eingang Portal Nhandeva. Es enthält einen modernen Trakt mit Informationen und interessanten Ausstellungsstücken (Kopfschmuck: Tocas, Körbe, Jagdgeräte, Tonschalen usw.) zu den Xavante-, Karajá-, Moros-, Bororos- und Rio Uaupés-Indios, sowie zu weiteren Völkern. Auch werden Handarbeiten zum Verkauf angeboten. In einem Nebensaal findet eine umfangreiche Sammlung von Insekten, darunter Schmetterlingen, und ausgestopften Tieren Platz. Öffnungszeiten Di–Sa 8–16.30 Uhr, Eintritt offiziell R$10, meist werden aber nur R$5 verlangt. Der Parque das Nações Indígenas wird gerne für Spaziergänge oder zum Joggen genutzt. Der Haupteingang ist beim Portal 2 (Guarani), Anfahrt per Uber oder Bus mit Ziel „TVE“ entlang der Av. Afonso Pena. Öffnungszeiten tgl. 6–21.30 Uhr, Eintritt frei.

Im Museum für indigene Kultur © Brasilien Insider

Interessant ist auch ein Besuch der Feira Central, Rua 14 de Julho, einer der wohl am besten organisierten Märkte Brasiliens, auf dem Gemüse, Blumen, regionale Spezialitäten, Kunst, Importwaren aus Paraguay u. v. m. angeboten werden. Dazu gibt es eine schier unglaubliche Anzahl von Restaurants, die vor allem japanische Schnellgerichte servieren (Sobá ab R$16) und zu vorgerückter Stunde Anziehungspunkt der Nachtschwärmer werden. Die belebtesten Tage sind Mittwoch, Freitag und Samstag (Do/So öffnen nicht alle Stände). Öffnungszeiten Mi, Fr 16–2, Do 16–24, Sa 12–3, So 12–2 Uhr.

Wandelt sich abends zum Ziel von Nachtschwärmern: die Feira Central in Campo Grande © Brasilien Insider
Übernachtung

Die Gegend rund um die Rua Allan Kardec beim alten Busbahnhof ist nach dem Wegzug der Rodoviária jetzt leider ziemlich heruntergekommen. Am besten logiert Ihr im Viertel Amambaí oder im Zentrum östlich der Av. Calógeras.

Für mich die beste Wahl in Campo Grande ist das Hotel Mohave, Av. Afonso Pena 602, Amambaí. Das moderne (von 2014), saubere und sehr freundliche Hotel punktet besonders mit seinem exzellenten Frühstücksbuffet. Die 70 Zimmer bieten einen sehr willkommenen Komfort auf der Durchreise von oder in den Pantanal (Split AC, Kabel-TV). Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis, der offizielle Zimmerpreis beträgt R$280, aber auf der Website findet Ihr oft Ermäßigungen. Die Zimmer „Luxo Balcony“ besitzen Balkon und Küchenzeile (teurer). Ein Pool auf der Dachterrasse ist in Planung. Hotel Mohave buchen.

Sehr gute Wahl in Campo Grande: das Hotel Mohave © Brasilien Insider
Essen

Wie überall im Zentralen Westen liebt man Fleisch, auch gezüchteter Kaiman und natürlich Fisch stehen auf der Speisekarte. Zum Mittagessen empfehlen wir:

Fogão de Minas, Rua Dom Aquino 2200. Das gepflegte Traditionsrestaurant (seit 1997) ist bereits zu einem Markenzeichen der Stadt geworden. An einem exzellenten Buffet (R$57–69/kg) mit über 50 Pratos labt man sich an herzhafter Küche aus Minas Gerais und der großen Salatauswahl. Die deutschstämmige Besitzerin Karin hat das Lokal geschmackvoll im rustikalen Stil dekoriert, morgens und nachmittags lassen sich in den Bäumen der ruhigen Straße Scharen blauer Aras bewundern. Öffnungszeiten Mo–Fr 11–14.15, Sa, So 11–15 Uhr.

Schlemmerfest im Restaurant Fogão de Minas © Brasilien Insider
Nachtleben

Die junge Studentenstadt ist bekannt für ihr abwechslungsreiches Nachtleben. In der Rua Bom Pastor (Anfahrt mit Uber/Taxi) und um die Av. Afonso Pena 4100 herum ballen sich Bars und Restaurants. Im Kulturzentrum des SESC (siehe unten) finden Mi–Sa stimmungsvolle Livekonzerte im schönen Innenhof statt.

Unzählige Biersorten werden in der Mercearia serviert © Brasilien Insider

Mercearia, Rua 15 de Novembro 1064. Traditionsbar mit Bordsteinsitzecken und netter Atmosphäre. Die Kellner tragen meist Schiebermützen und servieren 50–60 Biersorten sowie schmackhafte Snacks. Das selbst gebraute „Mercê“ kommt in 6 Varianten aus dem Zapfhahn, dazu wird das leckere „Germânia“ als Chope serviert (R$8). Interessant sind auch die erfrischende Mischung aus Chope und Rotwein (R$10) oder das leichte „Slow Beer“ (R$9). Argentinien-Fans bekommen hier zudem ihr Quilmes und auch Beck’s ist zu haben. Am Wochenende platzt der Laden aus allen Nähten: der Point fürs Warm-up! Öffnungszeiten Mo–Do 17–1, Fr 17–2.30, Sa 12–2.30, So 12–23 Uhr.

Café Mostarda, Av. Afonso Pena 3958. Nettes, zur Straße offenes Bar-Restaurant für jüngeres Publikum mit sehr relaxter Stimmung. Chope zur Happy Hour für R$7 (bis 20 Uhr), danach R$10. Interessante Cocktails wie „Maracujango“ mit Jack Daniels (R$25). Auch sehr gute Petiscos. Manchmal Livemusik (Couvert R$5). Seit 1997 ein Klassiker der Stadt. Öffnungszeiten Di–Do, So 17–1, Fr, Sa 17–2 Uhr.

Schon am späten Nachmittag füllen sich die Außentische des Café Mostarda © Brasilien Insider

Centro de Atendimento ao Turista (CAT), Morada dos Baís, Av. Noroeste 5140. Das Büro der SESC gibt einige Infos und einen Stadtplan aus. Deutlich interessanter ist das im Haus befindliche Kulturzentrum mit einer Kunstausstellung und abendlicher Livemusik (MPB, Rock, Mi Samba, Forró; Mi–Sa 18–23 Uhr, Eintritt frei) im schönen Innenhof mit Schnellrestaurant und regionalen Gerichten. Öffnungszeiten der Tourist Info Di–Sa 14–23 Uhr.

Sehr nettes Ambiente mit abendlicher Livemusik: im Hinterhof der Tourist Info © Brasilien Insider
Touren

Auf dem Tourenmarkt herrscht ein harter Wettbewerb. Viele Agenturen und Guides sind jedoch nicht offiziell registriert, in puncto Qualität, Komfort und Sicherheit gibt es daher große Unterschiede. Sehr empfehlenswert ist:

Go Pantanal. Exzellente deutschsprachige Touren des seit 1990 in der Pantanalregion lebenden Schweizers Martin Arn, der als fundierter Kenner des Südpantanals gilt und stets weiß, wo welche Tiere zu finden sind. Vielfältiges Tourenangebot von „Budget“ über „Premier“ bis „Fair Trade“. Auch Bonito-Ausflüge sind möglich (zum Beispiel Tauchen, Wandern). Individuelle Wünsche können bei der Planung berücksichtigt werden.

Martin Arn weiß alles über den Pantanal © Brasilien Insider

Hotel-Fazendas in der Nähe von Aquidauana

Üppiges Buffet in der Pousada Aguapé © Brasilien Insider

Pousada Aguapé (58 km von Aquidauana, 195 km von Campo Grande). Sehr schöne, nachhaltig geführte Fazenda mit 15 bequemen Zimmern (AC). Das gute Essen wird an einem Buffet im halboffenen Restaurant serviert. DZ R$960/VP inkl. 2 Touren/Tag, u. a. Reitausflüge, Jeep-/Bootstouren und Nachtsafaris. Aufpreis für englischsprachige Guides ca. R$300/Tag. Dazu Aufzuchtprojekt für Hyazintharas und Populationserfassung des großen Ameisenbären. Die Fazenda ist recht schnell von Campo Grande aus erreichbar (4–5 Std.), von daher interessant für Reisende mit wenig Zeit. Pousada Aguapé buchen.

Ein schöner Einstieg in den Pantanal: die Pousada Aguapé © Brasilien Insider

Miranda

Miranda ist eine freundliche Kleinstadt mit einer recht guten touristischen Infrastruktur, von der aus sowohl der Pantanal wie auch die Bonito-Region im Süden zugänglich sind. Und zentraler könnte die Lage wirklich nicht sein, denn sowohl nach Campo Grande, als auch nach Bonito und Corumbá fährt man per Bus je knapp drei Stunden. Beliebtes Zentrum am Abend ist die parallel zum Eisenbahngleis verlaufende Av. Afonso Pena, an der sich ein Dutzend regionaler Imbissstände aufreiht. In der Umgebung der Stadt finden sich ausgezeichnete Hotels und Fazendas.

Hotel-Fazendas in der Nähe von Miranda

Aufenthaltsraum der Fazenda Baía Grande © Brasilien Insider

Fazenda Baía Grande (18 km). Auf dem 1800 Hektar großen Gelände stellt sich echtes Fazenda-Feeling ein, es gibt eine Veranda mit Hängematten und vor der Fazenda einen Beobachtungsturm mit Aussicht auf einen kleinen See. Die rustikalen Zimmer (AC, Ventilator) verfügen über Moskitonetze und Warmwasser. Dazu gibt es einen schönen Aufenthaltsraum mit Bibliothek und Fernseher sowie einen Pool. DZ R$816/VP inkl. 2 Touren/Tag, unter anderem Fotosafari, Vogelbeobachtung, Angeln, Reiten. Aufpreis für englischsprachigen Guide R$350/Tag. Sehr freundlich und persönlich, der Besitzer spricht Englisch. Keine Kinder unter 12 Jahren. Fazenda Baía Grande buchen.

Auf dem Pferderücken über die Fazenda Baía Grande © Brasilien Insider
Restaurant des Refúgio da Ilha © Brasilien Insider

Refúgio da Ilha (38 km). Sehr beliebtes und persönlich geführtes Natur-Hotel mit komfortablen Zimmern (AC), ausgezeichnetem Essen und herrlichem Blick auf den Rio Salobra, einen der schönsten Flüsse des Pantanal (kristallklares Wasser). Rund herum ursprüngliche Pantanal-Vegetation mit vielen verschiedenen Habitaten. DZ schätzungsweise ab ca. R$1500/VP (mind. 3 Nächte) inkl. 2 Ausflüge/Tag, unter anderem Reiten, Wandern, Nachtsafari, Boots- und Kanutouren. Besitzer Maurice Copetti arbeitet nebenher als Dokumentarfilmer, auch bereits für die BBC, und begleitet wissenschaftliche Projekte mit Riesenottern, Jaguaren und Anakondas. Refúgio da Ilha buchen.

Unterwegs auf dem kristallklaren Rio Salobra © Brasilien Insider

Hotel-Fazendas an der Estrada Parque

Bar der Pantanal Jungle Lodge © Brasilien Insider

Pantanal Jungle Lodge, 8 km vom Buraco das Piranhas, Passo do Lontra. Komfortable Lodge am Rio Miranda, in der man morgens vom Geschrei der Brüllaffen geweckt wird. 15 DZ (mit eigener Veranda) und 3 Dorms. DZ R$1020/VP für 2 Tage/1 Nacht inkl. 4 Touren. Restaurant aus Recyclingstoffen, Pool, Bar, Wäscheservice, Volleyballfeld. Gute englischsprachige Guides (insbesondere Paulo), die Dauer der Touren ist deutlich länger als in anderen Hotels. Transfer ab Campo Grande R$120. Es lohnt sich, mehrere Tage zu bleiben. Pantanal Jungle Lodge buchen.

Pantanal Jungle Lodge: schöne Lage am Rio Miranda © Brasilien Insider

Fazenda Xaraés, 29 km vom Buraco das Piranhas. Geschmackvolle, großzügig angelegte Fazenda an der Estrada Parque. Nette Zimmer, alle mit Minibar und TV, Gemeinschaftskaminzimmer, schönes Esszimmer. Umfangreiches Tourenangebot: Kanu, Reiten, Safari, Nachtsafari, Wanderungen. Abholservice ab Buraco das Piranhas, Corumbá, Bonito oder Campo Grande (Preis auf Anfrage). Internet, Tennisplatz, Pool. Alles ist sehr nachhaltig (Bio-Gemüseanbau, Bio-Fleisch und -Milchprodukte, Recycling). DZ R$890–970/VP (ab 4 Nächten Aufenthalt günstiger). Fazenda Xaraés buchen.

Die Fazenda Xaraés liegt an der Estrada Parque

 

Der nördliche Pantanal

An manchen Stellen der Transpantaneira wird mit einem Floß übergesetzt © Brasilien Insider

Der wichtigste Zugang in den nördlichen Pantanal verläuft über Poconé, die Pforte zur Transpantaneira, einem glücklicherweise wieder aufgegebenen Straßenprojekt, das den Pantanal komplett zerschnitten und ökologisch schwer geschädigt hätte. So verläuft nun die Transpantaneira nach rund 149 km buchstäblich im Sumpf, d. h. sie endet in dem Fischer-Weiler Porto Jofre, der so gut wie keine Infrastruktur hat. Vorher aber muss man noch etliche der alten und teils bedrohlich wackligen Balkenbrücken überqueren (sie werden nach und nach durch Betonbrücken ersetzt). Besonders die Holzbrücken auf den letzten knapp 60 km sind prekär und häufiger sind lockere Planken auf den richtigen Radabstand hin zurecht zu rücken. Oft sind auch erst einige Kaimane oder Anakondas zu verscheuchen, die sich auf dem warmen Holz abgelegt haben. An einigen Stellen muss zudem mit einer Fähre übergesetzt werden, und in der Regenzeit ist die Gefahr, stecken zu bleiben, sehr hoch.

Die alten Holzbrücken auf der Transpantaneira werden sukzessive erneuert © Brasilien Insider

Ausgangspunkt Cuiabá

Wirkt irgendwie konfus: Cuiabá © Brasilien Insider

Cuiabá (607 000 Einwohner) war die erste Siedlung im Westen, sie wurde 1719 von Sklavenjägern aus São Paulo gegründet, die auf Gold- und Diamantenlager gestoßen waren. Der Ansturm von Goldsuchern machte Cuiabá zur drittwichtigsten Stadt Brasiliens während der Kolonialzeit. 100 Jahre zuvor schon war sie als Hauptlieferant von exotischen Vogelfedern an Pariser Hutmacher zu Ansehen gekommen. Mit den charakteristischen einstöckigen Häusern und den zahlreichen Gassen mit Kopfsteinpflaster vermittelt die Altstadt an einigen wenigen Stellen tatsächlich das Bild eines von der Zeit vergessenen Goldgräberstädtchens, das Cuiabá einmal war. Überwiegend wirkt das Zentrum jedoch laut, hektisch und unstrukturiert. Das meiste spielt sich rund um die Praça da República und die nahe Praça Alencastro ab, die beide an der Avenida Getúlio Vargas liegen. Viele Bars und Restaurants findet Ihr konzentriert an der Praça Popular – der wohl sehenswerteste Ort der Stadt.

Poconé

Dieses Städtchen mit 33 000 Einwohnern am Rand des Pantanal, 100 km südlich von Cuiabá, ist ein sympathischer Einstiegspunkt in das Naturparadies Pantanal von Norden her. Zentraler Platz ist die Praça da Matriz vor der Hauptkirche. Kurz hinter Poconé beginnt die Transpantaneira, die in das Naturschutzgebiet führt.

Beginn des Abenteuers: der Start der Transpantaneira bei Poconé © Brasilien Insider

Hotel-Fazendas im nördlichen Pantanal

Hier einige Empfehlungen für Hotel-Fazendas an der Transpantaneira: Die Auflistung erfolgt nach der Entfernung von Poconé.

Komfortabel: die Pousada Piuval © Brasilien Insider

Pousada Piuval (10 km). Schöne Pousada am Anfang der Transpantaneira mit leichtem Zugang. Der attraktive Pool und ein Pavillon mit Hängematten und Blick in den Pantanal laden zum Entspannen ein.  Krabbenfüchse, Kaimane und Nandus sind regelmäßige Besucher auf dem Gelände, vom Aussichtsturm am Rio Bento Gomes überblickt man die weite Flusslandschaft und kann dabei viele Vogelarten beobachten. 30 komfortable Zimmer und 1 Junior Suite (TV, AC, Ventilator). DZ ca. R$770/VP, mit englischsprachigem Guide ca. R$1120, inkl. 2 Ausflüge pro Tag (Wanderung, Boot, Pferde). Sehr gutes Essen. Die Pousada bietet auch Touren mit der „Millennium Yacht“ in Porto Jofre an (Juni–Nov, DZ/VP R$2105, inkl. Transfer nach Porto Jofre und tägliche Jaguartouren). Pousada Piuval buchen.

Blick in den Pantanal vom Aussichtsturm der Pousada Piuval © Brasilien Insider
Kein Massenbetrieb: Pousada Estância Vitória © Brasilien Insider

Pousada Estância Vitória, (38 km plus 700 m Piste). Sehr schöne, ruhig gelegene Pousada mit viel Waldanteil unter deutschsprachiger Leitung. Die 13 Zimmer im Haupthaus und die fünf Chalês mit eigener Veranda haben alle AC, Ventilator und Moskitonetz. Auf dem Gelände befinden sich zwei Aussichtstürme (25 m und 15 m), von denen aus morgens der Sonnenaufgang beobachtet werden kann. DZ ca. R$1800/VP inkl. Transfer von/Cuiabá und 2 Ausflüge/Tag mit englisch- oder deutschsprachigem Guide (sehr gut ist Paulo): Boot, Kanu, Pferd, Safari, Nachtsafari, Radfahren, weitere Touren separat hinzubuchbar. Zusätzlich können ausgeschilderte Wanderwege selbständig benutzt werden. Auch Camping im eigenen Zelt ist möglich (R$67 p. P., ohne Essen/Touren). Die Besitzer streben einen behutsamen Tourismus ohne Massenbetrieb an, so gibt es hier keine Sammeltransporte, Gruppen zu Fuß sind nie größer als 7 Personen und bei den Bootstouren ist kein Motor im Einsatz, der die Wildtiere vertreibt. Kleiner Pool, WLAN. Pousada Estância Vitória buchen.

Schöne und ruhige Lage: Estância Vitória © Brasilien Insider
Ausritt auf dem Gelände der Pousada Rio Claro © Brasilien Insider

Pousada Rio Claro (42 km plus 3 km Piste). Schön am Rio Claro gelegen, 28 recht komfortable Zimmer (AC), Veranda mit Hängematten, Kinderspielraum und gut ausgestattete Bibliothek (unter anderem „Herbarium der Entdecker“), alles in einer großen, grünen Anlage. In den Acerola- und Cecropiabäumen lassen sich Guane, Mönchssittiche und schwarze Prinzpapageien beobachten. DZ ca. R$765/VP (1 Ausflug/Tag inkl., per Boot oder Pferd). Schöne Wanderwege, sehr empfehlenswert ist die frühmorgendliche Kanutour. Pool. Pousada Rio Claro buchen.

Auf dem Boot oder per Kanu über den Rio Claro © Brasilien Insider
Pantanal Jaguar Camp © Brasilien Insider

Pantanal Jaguar Camp (145 km, Porto Jofre). Kleine, in schöne Natur eingebettete Lodge mit zweckmäßigen, bequemen Zimmern (alle mit AC). Im Garten sieht man viele Hyazintharas, Jaguare leben in unmittelbarer Umgebung. Der fachkundige und sympathische Besitzer Ailton Lara gilt als der beste Guide für ökologisch durchgeführte Jaguarsichtungen der Region. DZ/VP 3 Tage/2 Nächte R$4800, inkl. Transfer ab/bis Cuiabá und 5 Bootsausflüge zur Jaguarsichtung. Sollte das Camp ausgebucht sein, können auch günstigere Zelte gemietet werden. WLAN. Pantanal Jaguar Camp buchen.

Mit dem Boot auf die Fotopirsch: Pantanal Jaguar Camp © Brasilien Insider

 

Jaguarsichtungen

TIPP: Pantanal Nature. Kleine, sehr empfehlenswerte Agentur, die Wert auf nachhaltigen Pantanal-Tourismus legt. Besitzer Ailton Lara ist selbst professioneller Naturführer und besitzt ein unglaubliches Wissen. Eine der Spezialitäten sind Jaguartouren, die als beste im Pantanal gelten.

Die Rückkehr der Jaguare – Was sich wie der Titel eines Hollywood-Films anhört, ist ein kleines Naturwunder und eine Erfolgsstory des Ökotourismus. Strengerer Schutz und ein ausreichendes Futterangebot (Capivaras, Kaimane) haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass sich der Jaguar-Bestand in einigen Pantanalregionen erholen konnte. Die Wahrscheinlichkeit, diese bis zu 150 kg schwere Raubkatze in freier Wildbahn zu sehen, ist in der Trockenzeit (Juni–Nov) besonders hoch, aber auch in der übrigen Zeit sind die Aussichten nicht schlecht. In der Nähe der Flüsse Cuiabá, Três Irmãos, Piquiri und Corixo Negro kommt der Jaguar inzwischen recht häufig vor, die Raubkatzen scheinen sich sogar an Motorboote gewöhnt zu haben. Bisweilen lassen sie sich stundenlang beobachten, ganz im Gegensatz zu ihren Artgenossen im Amazonas oder den Dschungeln Zentralamerikas, wo Sichtungen sehr selten sind. Für eine erfolgreiche Pirsch muss man allerdings gute 3 bis 4 Tage mitbringen und sich einer seriösen Agentur anvertrauen (zum Beispiel Pantanal Jaguar Camp, siehe oben).

Lässt sich im Pantanal wieder beobachten: der Jaguar © Brasilien Insider
Verhaltensregeln bei Jaguarsichtung

Einige wichtige Regeln, die jeder Tourist bei einer Jaguar-Exkursion beherzigen sollte:

  • Immer daran denken: Jaguare töten in einem von 20 Versuchen. Es ist wichtig, dem Tier so viel Raum zu lassen, das es sich nicht gestört fühlt.
  • Ausreichenden Abstand zum Jaguar halten, die Tiere können bis zu 10 m weit springen!
  • Nur wenige Boote sollten sich um ein Tier versammeln. Sollten zu viele Boote vor Ort sein, kann man den Bootsführer bitten, einen anderen Jaguar zu suchen. Dies ist weniger stressig für das Tier und man selbst kann das Verhalten des Jaguars besser studieren.
  • Keinesfalls sollte dem Jaguar in kleine Nebenflüsse gefolgt werden. Das Tier kann sich dadurch bedrängt fühlen, außerdem wird das sensible aquatische Leben dadurch gestört.
  • Im Fall einer Notdurft im Busch bitte das Toilettenpapier wieder mitnehmen.
  • Bitte nicht aus dem Boot aussteigen, die Uferränder sind der Lebensraum vieler Wasservögel, die dadurch gestört werden.
  • Der Pantanal bleibt nur ein Paradies, wenn alle mitmachen und es bewahren.