RIO DE JANEIRO

Ruhepäuschen: Blick von Leme auf den Strand von Copacabana © Brasilien Insider
Nicolas Stockmann und Helmuth Taubald, deine Insider für Rio de Janeiro

Rio de Janeiro, das Haupteintrittstor des Landes mit 6,5 Millionen Einwohnern und einer Fläche von 1255 km², fasziniert durch eine auf der Welt einzigartige Lage, eingebettet zwischen Felsen, Meer und Urwald. „Es gibt – wer sie einmal gesehen, wird mir nicht widersprechen – keine schönere Stadt auf Erden.“, so schrieb damals Stefan Zweig. Und tatsächlich stimmen auch heute noch die meisten Besucher diesem Urteil zu, zumindest was die landschaftliche Lage betrifft. In keiner anderen Großstadt der Welt findet sich eine derartige Kombination von Stränden, Regenwald und Bergen. Dazwischen liegen die einzelnen Viertel, Siedlungen und Favelas. Auch innerhalb der Stadtteile, besonders im Zentrum, fügt sich Unterschiedliches zwanglos zu einer neuen Harmonie, historische und moderne Häuserfassaden wechseln sich ständig ab. In Rio vermischt sich alles, Natur und Architektur, Altes und Neues, Schönes und Hässliches.

ORIENTIERUNG

Die Wahl der Unterkunft ist die erste wichtige Vorentscheidung. Traditionell liegen die meisten Hotels in Copacabana, stets eine gute Wahl. Wer noch besser und sicherer wohnen möchte, quartiert sich im teureren Ipanema ein. An den Promenaden dieser beiden Strandviertel werdet Ihr wohl den ersten Erkundungsspaziergang machen. Und die ersten Ausflüge führen meist zu den berühmten Aussichtspunkten Zuckerhut und Corcovado/Christus.

Ferner empfiehlt sich ein Rundgang im Zentrum (Mo–Fr und Sa Vormittag) sowie ein Besuch des pittoresken historischen Villen- und Künstlerviertels Santa Teresa, auch per Straßenbahn (Bonde) möglich. Und Nachtschwärmer finden in Rios Musik- und Kneipenviertel Lapa zahlreiche Bars und Sambalokale.

DIE BESTEN STRANDVIERTEL

Die meisten Viertel Rios liegen an einer großen Bucht, der Baía de Guanabara, doch sind deren Strände kaum zum Baden geeignet. Die Atlantikviertel bieten dagegen recht sauberes Wasser und eine gute touristische Infrastruktur, besonders Leme, Copacabana, Ipanema und Leblon.

Strandbesuch in Copacabana mit Blick auf den Zuckerhut im Hintergrund © Brasilien Insider

Halb um den Felsen Morro do Leme herum führt ein Anglersteg mit herrlichem Blick bis zum Ende der Copacabana. Wenn Ihr dort mit dem Strandspaziergang beginnt, seht Ihr nach einem Drittel des Weges ein 1923 eröffnetes Grand Hotel, heute Belmond Copacabana. Damit begann auch die Besiedlung dieses Viertels durch Alles, was Geld und Namen hatte. Bis heute ist die Copacabana der berühmteste Stadtstrand der Welt, an der Promenade mit ihren wellenförmigen portugiesischen Pflastersteinen reiht sich eine Strandbar an die andere.

Am Ende befindet sich eine Landzunge mit einer Festung namens Forte de Copacabana (1914), dort solltet Ihr die kleine Filiale des berühmten Kaffeehauses Colombo besuchen und den weiten Blick über die Bucht genießen (Di–So 10–19.30 Uhr). Falls alle Tische besetzt sind, findet man oft ein paar Schritte weiter im Café do Forte noch einen freien Platz. Der Eintritt auf die Anlage kostet R$6, auch wenn man nur einen Kaffee trinken möchte – dennoch sehr lohnenswert (Di und ab 18 Uhr frei).

Beim Forte de Copacabana liegen zwei Cafés mit traumhafter Aussicht © Brasilien Insider

Gleich nach der Festung beginnt das kleine Viertel Arpoador. Nach 200 m gelangt Ihr durch den Parque Garota de Ipanema zu einer ins Meer ragenden Felsformation, der Pedra do Arpoador, mit weitem Blick über die Strände von Ipanema und Leblon. Ipanema entstand später als die Copacabana und ist viel moderner, wurde aber erst in den 1970er-Jahren berühmt durch den von Antônio Carlos „Tom“ Jobim komponierten Song „Garota de Ipanema“ bzw. The Girl from Ipanema. Für die Einheimischen ist dieses Viertel heute die Nummer 1. Beim Posto 8 trifft sich eine große Gay-Gemeinde und 800 m weiter beim Posto 9 jüngeres studentisches Publikum. Hinter dem Jardim de Alah, einem Park mit einem Stichgraben zwischen dem Meer und der Lagoa Rodrigo de Freitas, beginnt das ebenfalls noble Viertel Leblon. Und am Ende der 1,3 km langen Praia do Leblon genießt Ihr von einer Anhöhe wieder einen herrlichen Weitblick über beide Strände bis hin zum Felsen von Arpoador.

Am Posto 8 zeigt die LGBT-Gemeinde Flagge © Brasilien Insider

 

AUSSICHTSPUNKTE

Der Zuckerhut liegt in Urca, Rios kleinstem und wegen der Militärpräsenz sicherstem Viertel, zudem das einzige, das sowohl an der Bucht von Guanabara als auch am Atlantik liegt. Zum 396 m hohen Pão de Açúcar gelangt Ihr per Seilbahn (bonde) in zwei Etappen (insgesamt 1263 m), mit Umsteigen auf dem Mittelberg Morro da Urca. Oben solltet Ihr unbedingt den sog. Beach Club besuchen.

Wahrzeichen von Rio: der Zuckerhut © Brasilien Insider

Der Corcovado-Felsen, auf Deutsch „der Bucklige“, ist 709 m hoch und berühmt durch die Christus-Figur auf seiner Spitze. Die Idee zu diesem Monument ging schon 1859 von dem katholischen Priester Pierre Marie Bos aus. Doch erst 1922 – zur Hundertjahrfeier der Unabhängigkeit – erfolgte die Grundsteinlegung, Baubeginn war 1926 und Fertigstellung 1931. Verantwortlicher Ingenieur war Heitor da Silva Costa, der Kopf und die Hände wurden von dem berühmten Art-déco-Bildhauer Paul Landowski in Paris modelliert. Ohne den Sockel ist der Koloss 30 m hoch, die ausgebreiteten Arme erreichen 28 m, das Gewicht beträgt 1145 t.

Sollte der Corcovado in den Wolken liegen – was häufiger vorkommt, besonders am späten Nachmittag – kann man sich per Taxi zum tiefer gelegenen Aussichtspunkt Dona Marta bringen lassen. Aus 340 m Höhe seht Ihr fast das Gleiche wie von ganz oben, zahlt auch keinen Eintritt und müsst euch nicht durch Touristenschwärme hindurch boxen.

Ähnlich faszinierend ist noch der Ausblick von Vista Chinesa, dort müsst Ihr per Taxi hochfahren. Die Straße führt sehr reizvoll durch einen Teil des Nationalparks von Tijuca. Oben in 380 m Höhe steht eine chinesische Pagode, 1903 zum Gedenken an eine Gruppe von Chinesen errichtet, die dort versucht hatten, Tee anzubauen. Von dort genießt Ihr dann die sog. „Chinesische Aussicht“, es ist kein Rundum-Panorama, dafür aber der schönste Bildausschnitt überhaupt.

KLEINER RUNDGANG IM ZENTRUM

Start ist an der Praça Floriano, Rios Hauptplatz im Zentrum, die dortige Metrostation heißt Cinelândia. Highlight ist das prachtvolle Theatro Municipal (1909), ein der Pariser Oper nachempfundener neoklassizistischer Bau, innen reich bestückt mit grünem Marmor aus Carrara, deutschem Kristallglas und kunstvollen Deckengemälden (Besichtigung nur mit Führung ab Hintereingang). Schräg gegenüber befindet sich der neoklassizistische weiße Palácio Pedro Ernesto (1923), seit 1977 Sitz des Stadtrats, auf der anderen Seite die Biblioteca Nacional (1910) und ein Stück daneben das Museu Nacional de Belas Artes (1908) (Di–Fr 10–18, Sa, So 12–17 Uhr, So gratis).

Danach geht Ihr am Nationalmuseum vorbei ein paar Meter Rios größte Allee entlang, die Av. Rio Branco, dann bei der ersten Kreuzung nach links und dann nach rechts auf einen weiteren wichtigen Platz, den Largo da Carioca mit seinen Bürotürmen auf der einen Seite und den historischen Kirchen- und Klosteranlagen auf dem Hügel gegenüber. Sehenswert ist dort oben die Igreja da Ordem Terceira de São Francisco da Penitência (1657-1747), Rios prachtvollste Franziskanerkirche (Di–Fr 9–12, 13–16 Uhr, R$10, Zugang auch per Aufzug).

Am Ende des Platzes überquert Ihr die Rua Carioca, geht dann schräg rechts ein Stück durch die Rua Gonçalves Dias und gelangt nach 300 m zur Confeitaria Colombo, Rios schönstes Kaffeehaus von 1894 mit vielen Jugendstilelementen und acht gewaltigen Spiegeln (Mo–Fr 9–19.30, Sa 9–17 Uhr).

Bei Austritt geht Ihr weiter nach rechts und an der ersten Ecke nach links in die Rua do Ouvidor, überquert dann bald einen großen Platz und geht schräg rechts noch 300 m weiter bis zum Real Gabinete Português de Leitura. Diese 1887 in neo-manuelinischem Stil errichtete Königliche Bibliothek, eine der schönsten der Welt, besitzt ca. 350 000 überwiegend alte Ausgaben portugiesischer Literatur und beeindruckt durch die kafkaesk anmutende architektonische Gestaltung (Mo–Fr 9–18 Uhr).

Andächtige Stille im Real Gabinete Português de Leitura © Brasilien Insider

Danach geht Ihr wieder zurück zur Rua do Ouvidor und diese dann bis zum Ende. Auf dem letzten Abschnitt seid Ihr in der Altstadt nahe dem früheren Hafen. Die Rua do Ouvidor war im 19. Jh. Rios eleganteste Einkaufs- und Flaniermeile und galt sogar als der berühmteste Boulevard Brasiliens, heute feiern hier die Angestellten nach der Arbeit.

Ihr geht nun nach rechts durch die kleine Travessa do Comércio (Handelsgasse) und gelangt zu einem großen Platz, der Praça 15 de Novembro, und seht gleich gegenüber ein zweigeschossiges weißes Bauwerk von 1743 namens Paço Imperial. Hier residierte 1808 der vor Napoleon aus Lissabon geflüchtete portugiesische Prinzregent Dom João VI, bis 1889 blieb der Palast das wichtigste Regierungsgebäude des Kaiserreiches. Heute ist es ein Kulturzentrum, im Innenhof mit schönem Bistro (Di–So 12–19 Uhr). Und dahinter befindet sich Rios früheres Parlament (1926 bis 1960), der neoklassizistische Palácio Tiradentes, heute Sitz des Landtags (Mo–Sa 10–17).

Hinter dem Palast bzw. der Praça 15 de Novembro führt heute, nach links gehend, ein schöner Boulevard dicht an der Bucht von Guanabara entlang. Diesen Spaziergang auf dem sog. Boulevard Olímpico solltet Ihr zum Abschluss noch ins Auge fassen, denn zum Ende hin auf der Praça Mauá erscheint Rios fantastischstes Bauwerk überhaupt, das Museu do Amanhã aus der Feder des spanischen Stararchitekten Santiago Calatrava, es wirkt wie ein riesiges Walfischskelett. Und schräg gegenüber befindet sich auf dem Platz noch das Museu de Arte do Rio (MAR), leider nur mit recht bescheidenem Inventar (Di–So 10–17 Uhr, R$10, Di frei). Dafür findet Ihr, den Olympia-Boulevard nur noch 400 weiter gehend, genau gegenüber dem Terminal der Kreuzfahrtschiffe die größte Graffiti-Wand der Welt, ein Werk des Künstlers Kobra, seit 2017 im Guinness-Buch der Rekorde.

Das Museu do Amanhã hat sich nach seiner Eröffnung sofort zu einem Publikumsmagneten entwickelt © Brasilien Insider

DAS KÜNSTLERVIERTEL SANTA TERESA

Zwischen 1808 und 1942 lebten hier die reichen Kaffeebarone in prachtvollen Villen. Doch dann kam es immer mehr in Mode, am Meer zu wohnen, viele Bewohner zogen zur Copacabana um, das Viertel verfiel in Dekadenz und wurde später zum Fluchtort für Hippies, Künstler und Aussteiger. Inzwischen gibt es viele Ateliers, Kunsthandwerksläden, Restaurants und urige Bars, am Wochenende gut besucht von Einheimischen und Touristen. Aber das Viertel blieb dörflich mit einem leicht morbiden Charme, es gibt nicht einmal eine Bank. Der Besuch ist ein kleines Abenteuer für sich und eine Zeitreise in eine vergangene Epoche. Wer R$20 hinlegen will, kann auch ab Estação dos Bondes im Zentrum nahe dem Theatro Municipal mit einer historischen Straßenbahn hinauffahren und beim Hauptplatz Largo do Guimarães aussteigen.

Typisch für Rio: Die berühmte Straßenbahn (Bonde) von Santa Teresa und ein alter Käfer © Brasilien Insider

Um den Largo do Guimarães mit seinen diversen Lokalen ist es am belebtesten, zum Essen geht Ihr am besten in das Café do Alto. 100 m weiter folgt die Bar do Mineiro, eine mit älteren Fotos von brasilianischen Gesangsstars und naiver Bauernmalerei geschmückte Kneipe, die sich zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt hat. Viele Gäste stehen draußen, was auch die Kontaktaufnahme erleichtert. Wer dort etwas essen will, bestellt meist Feijoada, das Hauptgericht des Lokals.

Vom Largo do Guimarães ist man zu Fuß in 15 Min. beim Parque das Ruínas (Di-So, 9-17 Uhr). Es handelt es sich um die Überreste der früheren Residenz von Laurinda dos Santos Lobo, einer 1946 verstorbenen Aristokratin und Kunstmäzenin. Von der Dachterrasse der Ruine bietet sich einer der schönsten Ausblicke auf den Zuckerhut, die Bucht von Guanabara und das gesamte Zentrum von Rio. Unten solltet Ihr noch in das Café das Ruínas einkehren, am Wochenende gibt es auf dem Platz auch Gratis-Konzerte.

Unterhalb der Ruine, ab Ruinenpark sicherheitshalber per Taxi anzusteuern, befindet sich die Escadaria do Selarón, das Lebenswerk des 2013 verstorbenen chilenischen Künstlers Jorge Selarón. Seit 1990 hat er unermüdlich und ohne Entgelt eine öffentliche Treppe mit kunstvollen Fliesen aus aller Welt verziert. Sie gilt als das größte von einem einzelnen Menschen erschaffene Kunstwerk der Welt und ist heute nach Christus und Zuckerhut Rios Besuchermagnet Nr. 3.

Die Escadaria do Selarón ist inzwischen eins der beliebtesten Fotomotive von Rio © Brasilien Insider

NIGHTLIFE IN LAPA

Im unterhalb von Santa Teresa gelegenen Ausgehviertel Lapa liegen die meisten und besten Samba-Schuppen der Stadt. Gleich hinter den Arcos da Lapa, einem 1723 für die Wasserversorgung der Stadt eingeweihten 270 m langen Aquädukt, beginnt die Avenida Mem de Sá mit den meisten Lokalen. Meine Lieblingsbar Leviano liegt gleich links hinter dem Aquädukt, man kann halb draußen und drinnen sitzen, das Ambiente ist stilvoll-modern, die Bands spielen auch internationale Hits, die Pausen füllt ein DJ, es gibt gute Drinks und recht preiswertes Essen.

100 m weiter, an der Kreuzung Avenida Mem de Sá/Rua do Lavradio, befinden sich vier große Eckkneipen, in denen man auch auf Barhockern draußen sitzen und das bunte Treiben beobachten kann. 50 m weiter befindet sich links das Carioca da Gema, traditionsreichstes Sambalokal von Lapa mit stets gutem Programm. Allerdings solltet Ihr hier auf Körperkontakt vorbereitet sein, die Bar ist klein, eng und ab 22 Uhr rappelvoll, Sitzplätze gibt es kaum, viele Gäste tanzen.

Am Ende der Rua do Lavradio, von der Av. Mem de Sá in 15 Minuten zu Fuß zu erreichen, liegt eine zweite sehr nette Nightlife-Meile, sie ist 140 m lang und verkehrsberuhigt. Dort findet Ihr mehrere hübsche Bars, zum Teil auch mit Tischen draußen. Der Renner ist das Rio Scenarium, Rios größter Samba-Schuppen (Di-Sa), welcher vor allem durch seine Antiquitäten-Dekoration besticht.

PRIVATE CITY-TOUREN MIT HELMUTH TAUBALD

Liebe Gäste, Ihr lest ja gerade ein paar Tipps von mir zu Rio und vielleicht wollt Ihr mich ja auch persönlich kennen lernen, am besten bei einer privaten Stadtführung. Ich lebe seit 1990 in Rio, habe seit 1995 an den Reiseführern von DuMont, Stefan Loose und Baedeker mitgearbeitet und biete in Rio mehrere private Citytouren an. Zur Auswahl stehen drei verschiedene Tagestouren (basic, more und downtown), ein Programm am Abend (night) sowie ein Ausflug in die Kaiserstadt Petrópolis (outside). Viele Ziele werden von den Sightseeing-Bussen der Reiseagenturen gar nicht angesteuert, einige sind noch echte Geheimtipps. Nähere Infos findet Ihr auf meiner Seite Rio Insider; Kontakt und Buchung per Mail an helmuthtaubald@gmail.com oder per Whatsapp an +55 21 992 413 782.

KARNEVAL

Die großen Umzüge der Sambaschulen im Sambódromo habt Ihr bestimmt schon einmal im Fernsehen gesehen. Sie finden in einem 1984 für knapp 78 000 Zuschauer erbauten Tribünenstadion im Zentrum von Rio statt. An zwei Nächten (So/Mo) ziehen dort die 12 besten Sambaschulen durch. Es ist ein durchaus sehenswertes Spektakel, in der Art bestimmt einmalig auf der Welt, was jedoch auch seinen Preis hat, unter 50 Euro lohnt es kaum. Preiswerter und ähnlich prachtvoll ist die Siegerparade am Samstag darauf.

Ganz anders dagegen ist Rios Straßenkarneval. Neben mehreren Bühnenshows, besonders auf dem Platz unter den Arcos da Lapa und dem Cinelândia-Platz vor dem Theatro Municipal, finden in vielen Stadtteilen mehr als 400 Umzüge (Blocos) statt. Am traditionsreichsten sind Cordão da Bola Preta im Zentrum, dann Banda Ipanema und Simpatia É Quase Amor (beide in Ipanema) sowie der Bloco das Carmelitas in Santa Teresa. Eher Geheimtipps sind auch Sargento Pimenta (mit Beatles-Songs im Samba-Rhythmus) und Bangalafumenga, beide im Park von Flamengo.

FEIERTAGE

Jan: São Sebastião, Fest zu Ehren des Schutzheiligen von Rio (20.1.).

Feb/März: Karneval (s.o.)

Juli: Anima Mundi, Centro Cultural do Banco do Brasil, Centro, Comic-(Film-)Festival mit Werken aus der ganzen Welt (Datum variabel).

Sep: ArtRio, Pier Mauá (Hafendock), Centro, internationale Ausstellung zeitgenössischer Kunst (auch Verkauf). 13–21 Uhr (4 Tage am Monatsanfang, Datum variabel).

Festival de Cinema do Rio, größtes Film-Festival Brasiliens in rund 30 Kinos mit ca. 400 Filmen aus 60 Ländern. Vorverkauf an den meisten Kinokassen oder per Internet (Ende Sep bis Mitte Oktober, Datum variabel).

Rock in Rio, alle 2 Jahre, eins der größten Musikfestivals der Welt mit nationalen und internationalen Superstars im Olympia-Park in Barra da Tijuca.

Dez: größtes Silvesterfest der Welt mit 2 Mio. Besuchern am Strand von Copacabana.