SPORTLICHE AKTIVITÄTEN

Rio ist ein Outdoor-Paradies: Sei es Klettern, Radfahren, Segelfliegen, Strandfußball, Volleyball, Surfen/Windsurfen, SUP oder Wandern, für jeden, der Lust an Bewegung unter freiem Himmel hat, ist in Rio etwas dabei.

Klettern

Rio gilt wegen der vielen Hügel und Felsen als das beste städtische Kletterrevier der Welt, es gibt mehr als 300 Pfade. Sie sind ganzjährig nutzbar, im Herbst/Winter (Mai bis Oktober) ist es weniger heiß, auch fallen weniger heftige Niederschläge. Anfänger erklimmen am besten die Wand des Morro da Babilônia, den gegenüber liegenden Zuckerhut (nahe der Spitze jedoch 15 m Steilaufstieg) oder die 553 m bis zum Gipfel des Morro Dois Irmãos (ab R$200 bei Crux Ecoaventura). Auch der Corcovado zählt noch zu den leichteren Felsen. Schwieriger ist die drei Stunden dauernde Besteigung des 842 m hohen Pedra da Gávea. Bei allen Pfaden sollte man in jedem Fall einen Guide (und bei einigen auch eine Ausrüstung) dabei haben, zum Beispiel über Companhia da Escalada.

Radfahren

Rio besitzt das größte Radwegenetz Brasiliens, man kann zum Beispiel durchgehend von Leblon über Copacabana bis zum Flughafen Santos Dumont radeln, oder rund um die Lagoa Rodrigo de Freitas.

Das ambitionierte Radverleihsystem Bike Rio (erkennbar an der orangenen Farbe der Räder) ist auch für Ausländer zugänglich. Am besten lässt es sich über die App “Bike Itaú” nutzen, Voraussetzung sind Kreditkarte und Handyempfang. Erhältlich sind “Fahrradpässe” (R$5/Tag, R$15/3 Tage, R$20/Monat), die jeweilige Leihdauer ist auf eine Stunde begrenzt und zwischen zwei Verleihen müssen 15 Minuten liegen, in denen das Fahrrad an einer der zahlreichen Leihstationen abgestellt sein muss. Bei Überschreiten der 60 Minuten fällt eine Gebühr an (R$5/Std.). Auf der App sind alle Leihstationen und die Zahl der freien Räder übersichtlich dargestellt. Wer keinen Handyempfang in Rio hat, oder wem das zu umständlich ist, der kann auf private Verleiher zurückzugreifen:

  • Bike & Lazer, Rua Visconde de Pirajá 135, Ipanema. 21-Gang-Räder R$15/Std. bzw. R$60/Tag (Rückgabe bis 19.30 Uhr).
    Mo–Fr 9–20, Sa 9–16.30 Uhr
  • Special Bike, Rua Bartolomeu Mitre 630, Leblon. Verleih 20R$/Std. bzw. R$65/Tag (10–18 Uhr), Pfand R$300 oder Ausweis hinterlegen.
    tgl. 9–19 Uhr

Segelfliegen

Tandemsprünge sind in Rio sehr beliebt, entweder per Drachen (Asa-Delta) oder mit dem Gleitschirm (Paragliding). Start ist von der Rampe des Pedra Bonita (nur bei Aufwind vom Meer), Landung bei der Praia do Pepino. Professionelle Fluglehrer warten am Strand auf Gäste, das Mitfliegen (15–20 Minuten) kostet R$600 zzgl. einer Gebühr und Versicherung (je R$40), der Hoteltransfer ist im Preis in der Regel inbegriffen. Der weite Blick über die Hügellandschaft ist fantastisch. Besonders zu empfehlen sind:

Strandvolleyball und Futevôlei

Rios Strände sind das Eldorado für Volleyball-Fans, nach dem Fußball ist es der zweitbeliebteste Sport. Sehr beliebt ist auch Futevôlei, bei dem der Ball bloß mit Brust, Schulter, Kopf und Fuß gespielt werden darf. Dieser Sport wurde 1965 erfunden, als vorübergehend Fußballspielen am Strand verboten war. Wer ihn beherrscht, kann zum Beispiel am Strand von Leme versuchen, in einem Team mitzuspielen.

Surfen, Kitesurfen und Stand-up-Paddeln

Die beste Jahreszeit zum Surfen mit den höchsten Wellen ist von April–Juni. Es gibt 3 besonders beliebte Surf-Spots: in Arpoador zwischen Copacabana und Ipanema (Wellen 1–2 m), in Barra-Meio auf der Höhe der Av. Sernambetiba 3100 (bis 2 m) sowie weiter außerhalb an der Prainha (1–3 m). Anfahrt per Bus ab Copacabana (Av. Atlântica) mit der Linie Integrada 1 bis zum Terminal Alvorada beim Barra Shopping, von dort weiter mit Bus nach Recreio bis zum Condomínio Maramar Residencial und den Rest zu Fuß (ca. 1,5 km). Deutlich schneller geht es per Uber oder Taxi.

Ein gutes Geschäft für Surfbretter (ab R$1000) ist Boards & Co, Rua Francisco Otaviano 67, Arpoador.
Mo–Sa 10–19 Uhr

Unterricht erteilt Surf Rio, R$100 p. P. (in der Gruppe), R$160 (Privatunterricht). An den zahlreichen Verleihstationen am Strand (zum Beispiel zwischen Postos 6 und 8) kostet eine Stunde etwa R$60 (ohne Unterricht) bis R$100 (mit Unterricht).

Kitesurfen kann man am vorderen Strandabschnitt von Barra in der Nähe der berühmten Strandbar von Pepê, wo mit Windstärken von 40 km/h zu rechnen ist. Kurse und Ausrüstung gibt es bei Mormaii Kitepoint Rio, Av. do Pepê 930, Quiosque Nr. 7, wo Profi-Kite-Surfer Marcelo Cunha und sein Team Schüler unter ihre Fittichen nehmen (R$450/Std., R$1800/5 Std., R$3200/10 Std.). Möglichst zwei Tage im Voraus reservieren.

Sehr in Mode gekommen ist Stand-up-Paddeln, besonders zwischen Posto 5 und 6 der Copacabana. Zubehör leiht man sich vor Ort.

Wandern

Im Parque Nacional da Tijuca, dem größten innerstädtischen Waldgebiet der Erde, gibt es ein ausgedehntes, gut ausgeschildertes Wegenetz. Am Parkeingang kann man in dem Souvenirladen Kartenmaterial erwerben. Längere Wanderungen, die von den Hauptwegen wegführen, sollte man stets nur geführt unternehmen. Englischsprachige Guides über Rio Hiking.

 

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