SPORTLICHE AKTIVITÄTEN

Outdoor-Paradies: Die Möglichkeiten für Sport unter freiem Himmel sind in Rio schier unerschöpflich © Brasilien Insider

Rio ist ein Outdoor-Paradies: Sei es Klettern, Radfahren, Segelfliegen, Strandfußball, Volleyball, Surfen, Kitesurfen, SUP oder Wandern, für jeden, der Lust an Bewegung unter freiem Himmel hat, ist in Rio etwas dabei.

Strandvolleyball und Futevôlei

Hinter dem Volkssport Fußball rangieren Volleyball und Strandvolleyball in der Beliebtheit der Brasilianer gleich auf den nächsten Plätzen. Die Praias von Rio sind eines der größten brasilianischen Eldorados für Fans des Beach-Volleyballs. Die gezeigten Fertigkeiten sind absolut beeindruckend. Ebenfalls weit verbreitet ist Futevôlei, eine Mischung aus Fußball und Volleyball, bei der ein leichter Plastikball nur mit der Brust, Schulter, Kopf oder Fuß gespielt werden darf. Dieser Sport wurde 1965 in Copacabana erfunden, als vorübergehend das Fußballspielen am Strand verboten war. Seit den 1990er-Jahren verbreitet sich Futevôlei auch in anderen Ländern. Wer den anspruchsvollen Sport beherrscht, kann an einem der Strände versuchen, in einem Team mitzuspielen. Allerdings ist es für Anfänger sehr schwierig, akzeptiert zu werden, man muss schon ein erhebliches technisches Können mitbringen.

Beeindruckendes Ballgefühl und Athletik werden in Rio beim Futevôlei demonstriert © Brasilien Insider

Surfen

Die beste Jahreszeit zum Surfen mit den höchsten Wellen ist von April bis Juni. Es gibt im Stadtgebiet von Rio drei besonders beliebte Surfspots, zwei davon liegen jedoch ziemlich weit außerhalb der Hotelzonen:

  • in Arpoador zwischen Copacabana und Ipanema (Wellen 1 bis 2 m)
  • in Barra da Tijuca am sogenannten Abschnitt Barra-Meio, auf Höhe der Avenida Lúcio Costa 3100 beim Posto 4 (Wellen bis 2 m)
    Anfahrt per Uber/Taxi (ab Copacabana circa R$30–80) oder mit Metrolinie 4 bis Endstation Jardim Oceânico, dort weiter per Uber/Taxi oder zu Fuß (ca. 2,5 km)
  • sehr idyllisch, aber noch weiter außerhalb an der Prainha (Wellen 1 bis 3 m)
    Anfahrt per Uber/Taxi (ab Copacabana circa R$50–120) oder mit Metrolinie 4 bis Endstation Jardim Oceânico, dort weiter per Expressbus BRT bis zur Haltestelle Recreio Shopping, die restliche Strecke mit Taxi oder Uber
Wellenreiten ist an den Stränden von Rio de Janeiro weit verbreitet © Surf Rio

Wer Unterrichtsstunden nehmen möchte, kann dies bei Surf Rio machen, der Preis beträgt R$100 pro Person in der Gruppe (fünf Stunden kosten R$430) oder R$160 im Privatunterricht. Auf jeden Surflehrer entfallen höchstens drei bis vier Schüler. Der Unterricht findet am Strand von Arpoador morgens zwischen 7 und 12 Uhr statt (genaue Uhrzeit einen Tag vorher vereinbaren), Brett und ein Lycra Shirt werden gestellt. An zahlreichen weiteren Verleihstationen am Strand, zum Beispiel in Copacabana zwischen den Postos 6 und 8, kostet ein Leihbrett für eine Stunde etwa R$60 (ohne Unterricht).

Surfunterricht an der Praia do Arpoador © Surf Rio

Ein gutes Geschäft für Bretter, Zubehör, Surfmode und vieles mehr ist Boards Co in der Rua Francisco Otaviano 67, Arpoador. “Von Surfern für Surfer” lautet das Motto der Besitzer Marcos und Oswaldo.
Mo–Sa 10–19 Uhr

Kitesurfen und Stand-up-Paddeln

Kiten, Surfen und SUP am Kiosk 7 in Barra da Tijuca © Brasilien Insider

Kitesurfen kann man am vorderen Strandabschnitt von Barra da Tijuca in der Nähe der berühmten Strandbar von Pepê, wo mit Windstärken von 40 km/h zu rechnen ist. Kurse und Ausrüstung gibt es bei K7 Kitepoint Rio, Avenida do Pepê 930, am Kiosk Nr. 7, wo Profi-Kitesurfer Marcelo Cunha und sein Team Schüler unter ihre Fittichen nehmen. Wer bei ihm Stunden nehmen möchte, sollte möglichst ein paar Tage im Voraus reservieren.
tgl. 8.30–20 Uhr

Kitesurfen ist in Rio in Barra da Tijuca möglich © Brasilien Insider

Sehr in Mode gekommen ist auch in Rio das Stand-up-Paddeln, ausgeübt wird es besonders zwischen Posto 5 und 6 der Copacabana sowie ebenfalls beim Kiosk 7 in Barra da Tijuca. Sämtliches Zubehör ist vor Ort vorhanden.

Auch in Rio in Mode: Stand-up-Paddeln, Bretterverleih am Kiosk 7 in Barra da Tijuca © Brasilien Insider

Segelfliegen

Absprung zum Drachenflug an der Rampe Pedra Bonita © FlyTour Brazil

Tandemsprünge sind in Rio sehr beliebt, entweder per Hängegleiter/Drachen (Portugiesisch Asa-delta, Englisch Hang gliding) oder mit dem Gleitschirm (Parapente beziehungsweise Paragliding). Start ist von der Rampe des Felsens Pedra Bonita (nur bei Aufwind vom Meer), Landung bei der Praia do Pepino im Stadtteil São Conrado. Professionelle Fluglehrer warten am Strand auf Gäste, das Mitfliegen (15 bis 20 Minuten) kostet um R$600, gegebenenfalls zuzüglich einer Gebühr und Versicherung, der Hoteltransfer ist in der Regel im Preis inbegriffen. Der weite Blick über die Hügellandschaft ist fantastisch. Besonders zu empfehlen sind:

Frei wie ein Vogel © Konrad Heilmann / Rio Hang Gliding

Wandern

Ein Netz von Wanderwegen führt durch den Tijuca-Nationalpark © Rio Hiking

Im Parque Nacional da Tijuca, dem größten innerstädtischen Waldgebiet der Erde, gibt es ein ausgedehntes, gut ausgeschildertes Wegenetz. Am Parkeingang kann man in dem Souvenirladen Kartenmaterial erwerben. Längere Wanderungen, die von den Hauptwegen wegführen, sollte man jedoch nur geführt unternehmen. Englischsprachige Guides kannst du zum Beispiel über Rio Hiking finden. Diese ausgesprochen gut organisierte Agentur bietet sogenannte “Private Tours”, darin enthalten sind unter anderem Abholung und Drop-off am Hotel sowie ein englischsprachiger Guide. Der “Tijuca Forest Hike” durch den Nationalparkt führt unter anderem zum Taunay-Wasserfall und hinauf bis zum höchsten Punkt, dem 1021 m hohen Pico da Tijuca. Die Wanderung selbst dauert etwa zweieinhalb Stunden, die gesamte Tour nimmt fünf bis sechs Stunden in Anspruch und kostet R$310 pro Person.

Der Taunay-Wasserfall im Parque Nacional da Tijuca © Rio Hiking
Gruppenausflug zum Pedra do Telégrafo © Rio Hiking

Über Rio Hiking lassen sich noch viele weitere Touren und Aktivitäten buchen. Alternativ zu den “Private Tours” können dabei auch günstigere Gruppenwanderungen gewählt werden: die sogenannten “Backpackers Tours” (diese beinhalten allerdings keinen Transport und es kann recht mühselig sein, die teilweise recht weit entfernten Treffpunkte eigenständig zu erreichen). Die erfahrene Agentur bietet eine große Auswahl an ein- und mehrtägigen Wandertouren in und um Rio, darunter auch zu allen spektakulären Aussichtspunkten, wie dem beliebten Pedra do Telégrafo in Barra de Guaratiba (R$250 oder R$350 pro Person ohne/mit Transport). Über Wanderungen hinaus können bei Rio Hiking auch alle nur erdenklichen Fun- und Wassersportaktivitäten gebucht werden, von Surfen, Kajakfahren und Rafting über Fahrradtouren und Stand-up-Paddeln bis hin zu Klettern und Tauchen.

Die Perspektive macht’s: Eines der beliebtesten Fotomotive von Rio bietet sich am Pedra do Telégrafo © Rio Hiking

Klettern

Rio gilt wegen der vielen Hügel und Felsen als das beste städtische Kletterrevier der Welt, es gibt mehr als 300 Pfade. Sie sind ganzjährig nutzbar, im Herbst/Winter (Mai bis Oktober) ist es weniger heiß, auch fallen zu dieser Jahreszeit weniger heftige Niederschläge. Aus luftigen Höhen bieten sich jedenfalls unvergessliche Ausblicke über das einzigartige Stadt- und Hügelpanorama von Rio de Janeiro …

Die Bezwingung des Corcovado bietet unvergleichliche Aussichten © Companhia da Escalada

Wer einen von Rios Felsen auf einer Klettertour bezwingen möchte, muss auf allen Pfaden in jedem Fall einen Guide (und bei einigen auch eine Ausrüstung) dabei haben. Alle unten genannten und noch viele weitere Touren bieten die erfahrenen Agenturen für Outdoor- und Abenteuersport Crux Eco und Companhia da Escalada an.

Aufstieg auf den Zuckerhut © Companhia da Escalada
Leichtere Routen
Rauf auf den Zuckerhut über die leichtere Route “Costão” © Eco Crux

Anfänger erklimmen am besten die Wand des Morro da Babilônia, den gegenüber liegenden Zuckerhut über die einfachere Route “Costão” (nahe der Spitze jedoch 15 m Steilaufstieg) oder die 553 m bis zum Gipfel des Morro Dois Irmãos. Das Wort “leicht” muss bei solchen Trips natürlich in Anführungszeichen gesetzt werden, denn wirklich leicht ist keine dieser Touren. Jeder und jede muss die eigenen körperlichen und technischen Fähigkeiten ganz realistisch einschätzen, im Zweifel beraten die Spezialisten der empfohlenen Agenturen bei der Auswahl der passenden Klettertour.

Wird zu den einfachen Aufstiegen gezählt: Morro da Babilônia © Companhia da Escalada
Routen für Fortgeschrittene
Aufstieg auf den Pedra da Gávea © Eco Crux

Schon erheblich schwieriger ist die knapp drei Stunden dauernde Besteigung des 842 m hohen Pedra da Gávea. Auch der Zuckerhut kann von erfahrenen Bergkletterern auf verschiedenen anspruchsvollen Wegen erklommen werden, besonders die Routen “Via dos Italianos” und “Coringa” zählen zu den Klassikern des brasilianischen Klettersports. Dasselbe gilt für den atemberaubenden Aufstieg auf der Route “K2” zum Corcovado.

Nur für erfahrene Bergkletterer: Pedra da Gávea © Companhia da Escalada

Radfahren

Rio de Janeiro besitzt das größte Radwegenetz Brasiliens. Du kannst unter anderem größtenteils an der Strandpromenade entlang von Leblon bis zum Flughafen Santos Dumont oder rund um die Lagoa Rodrigo de Freitas radeln und auf diese Weise sportlich und umweltfreundlich die Stadt erkunden.

Radfahren in Rio ist meistens mit Blick aufs Wasser verbunden © Embratur
Fahrradverleih in Leblon © Special Bike

Auf der Seite Nahverkehr in Rio erklären wir, wie du über das Rad- und Elektroradverleihsystem Bike Rio an ein Leihfahrrad gelangen kannst. Wer keinen Handyempfang in Rio hat, oder wem das zu umständlich ist, der kann sich auch persönlich vor Ort ein Rad in einem Fahrradgeschäft ausleihen. Zwei solcher Läden, die Radverleih anbieten, liegen in der Nähe der Hotels der Südzone:

  • Bike & Lazer, Rua Visconde de Pirajá 135, Ipanema. Gut gewartete Räder mit einer 21er-Gangschaltung kosten hier um R$15–20 für eine Stunde oder R$60–80 am Tag (Rückgabe bis 19.30 Uhr).
     Mo–Fr 9–20, Sa 9–16.30 Uhr
  • Special Bike, Rua Bartolomeu Mitre 630, Leblon. Verleih R$20 je Stunde oder R$65 für einen Tag (10 bis 18 Uhr), als Pfand müssen R$300 oder ein Ausweis hinterlegt werden.
    tgl. 9–19 Uhr
Eine von vielen Radverleihstationen von Bike Rio © Brasilien Insider
0 replies on “SPORTLICHE AKTIVITÄTEN”