ZOLL

Hier findet Ihr eine Übersicht über die wichtigsten Zollbestimmungen bei der Ein- und Ausreise nach Brasilien. Für Touristen, die in üblichem Umfang Gegenstände für den persönlichen Gebrauch und keine hohen Geldbeträge (siehe unten) mit sich führen, gibt es in der Regel bei Ein- und Ausreise keine Probleme. Dennoch sollte man sich mit den geltenden Regeln vertraut machen. Detaillierte Informationen sind in englischer Sprache auf der Website der brasilianischen Finanzbehörde (Receita Federal) abrufbar.

Bei der Einreise

  • Kleidung und Gegenstände für den persönlichen Bedarf sind zollfrei, ebenso Geschenke bis zum Wert von US$500 (bei Einreise auf dem Land- oder Wasserweg US$300) sowie Duty-free-Artikel in bestimmten Mengen.
  • Als elektronische Geräte für den persönlichen Gebrauch dürfen je eine gebrauchte Kamera, Armbanduhr und Handy eingeführt werden. Alles darüber hinaus muss nach offizieller Lesart bei der Einreise registriert und auch wieder ausgeführt werden. Bei Verlust oder Diebstahl muss ein polizeiliches Dokument (boletim de ocorrência) dies belegen.
  • Devisen dürfen unbegrenzt eingeführt werden, allerdings müssen Beträge, die den Gegenwert von R$10.000 übersteigen – unabhängig von Währung und Form (bar, Schecks etc.) – bei der Einreise deklariert werden. Dies tut man bereits vor der Anreise über ein Internetformular und wählt dann am Ausgang den Gang “Goods to declare”. Eine Anleitung, wo die Electronic Declaration of Travelers Goods (e-DBV) zu finden ist, gibt es hier.
  • Hat man nichts zu deklarieren, begibt man sich direkt zu dem entsprechenden Ausgang (nada a declarar).
  • Verboten ist unter anderem grundsätzlich die Einfuhr von Früchten, Samen und Pflanzen.

 

Bei der Ausreise

  • Bei der Ausreise müssen sämtliche zuvor deklarierten Gegenstände wieder mitgebracht werden.
  • Geldbeträge, die den Wert von R$10.000 übersteigen, müssen auch bei der Ausreise deklariert werden.
  • Streng verboten ist unter anderem die Ausfuhr von ungeschliffenen Edelsteinen, bestimmten Mineralien, Fossilien, einheimischen Samen, Tierhäuten und Fellen.
  • Auch die Ausfuhr von wild lebenden Tieren, zum Beispiel Papageien, und Pflanzen ist natürlich illegal.
  • Selbst bei vermeintlich harmlosen exotischen Souvenirs ist Vorsicht geboten – häufig sind sie aus seltenen Tier- und Pflanzenarten hergestellt, die in ihrem Bestand gefährdet oder vom Aussterben bedroht sind. Verstöße können mit Freiheitsstrafen geahndet werden.