FERNANDO DE NORONHA

Die Atlantikinsel Fernando de Noronha mit dem Felsen Morro do Pico zählt zu Brasiliens schönsten Reisezielen © Brasilien Insider
Nicolas Stockmann, dein Insider für Fernando de Noronha

Menschenleere Strände, kristallklares Wasser, Delphine, Meeresschildkröten und geschützte Natur – die kleine Atlantikinsel Fernando de Noronha gleicht einem der letzten Paradiese und ist der beste Tauchspot in ganz Brasilien. Regelmäßig werden die Strände Baía do Sancho, Baía dos Porcos und Praia do Leão zu den schönsten des Landes gekürt. Seit um die Inselgruppe ein Meeresnationalpark geschaffen wurde, gilt sie zudem noch als ökologische Vorzeigeregion.

Dank einer Durchschnittstemperatur von 28 °C (Wasser 26 °C) und 3000 Sonnenstunden im Jahr ist Fernando de Noronha eines der begehrtesten Reiseziele des Landes und für viele Besucher ein echter Brasilien-Höhepunkt. Allerdings schlägt sich die Entfernung zum Festland (Natal 360 km, Recife 545 km) auch in deutlich höheren Preisen nieder. Zudem werden eine Umweltsteuer und eine Eintrittsgebühr in den Nationalpark erhoben (Details siehe Gebühren). Bargeld solltet Ihr in ausreichender Menge mitbringen, da die Geldautomaten nicht immer funktionieren. Kreditkarten werden aber weitgehend akzeptiert. Auch die Uhren ticken auf Noronha anders, nämlich eine Stunde später als in Recife.

Vulkaninsel mit Geschichte

Schaubild im Museu dos Tubarões © Brasilien Insider

Die 21 Inseln des Archipels wurden vor mehr als zwölf Millionen Jahren durch unterseeische Vulkanausbrüche geformt. Seither bilden sie in 4000 m Tiefe eine “Gebirgskette” im Meer, von der wir nur die Spitzen sehen. Fernando de Noronha ist die größte Insel dieses Archipels und als einzige bewohnt (etwa 3000 Einwohner).

Entdeckt wurde der Archipel 1503 von Amerigo Vespucci und geriet danach gleich wieder in Vergessenheit, wenn man einmal von den Piraten absieht, die hier immer wieder ihre Schätze versteckten. Erst im 18. Jahrhundert nutzten die Portugiesen die Inseln systematisch – zunächst als Strafkolonie, später als politisches Gefängnis. Ab 1737 wurden zehn Festungen errichtet, von denen heute fast nur noch Ruinen übrig sind. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Archipel schließlich dem Kriegsministerium unterstellt und diente als alliierter Luftwaffenstützpunkt, von 1957 bis 1965 als Satelliten-Beobachtungsposten der NASA. 1988 wurde die Insel zum Naturschutzgebiet – und auch erst seit diesem Jahr ist Tourismus auf Fernando de Noronha offiziell erlaubt. 2001 wurde der Archipel schließlich von der Unesco zum Weltnaturerbe erklärt.

Im historischen Zentrum von Vila dos Remédios © Brasilien Insider

Orientierung

Gute Stoßdämpfer sind nötig im Zentrum © Brasilien Insider

Auf der Insel gibt es mehrere kleine Ortschaften, in denen sich auch fast alle Pousadas befinden. Mit einiger Wahrscheinlichkeit wird eure Unterkunft in Floresta Velha, Floresta Nova, Vila do Trinta oder auf dem Weg nach Boldró liegen. Das Zentrum der Insel und ihr historischer Hauptort ist Vila dos Remédios. Hierhin führt Neuankömmlinge meistens der erste Weg. An einem steil abfallenden Platz liegen einige historische Gebäude, ein kleines Museum, zwei Tauchanbieter, Restaurants und Bars mit zum Teil herrlicher Aussicht sowie ganz unten der Zugang zur Praia do Cachorro, wo eine der schönsten Strandwanderungen der Insel beginnt (siehe unten). Eins ist sicher: Auf dem uralten Kopfsteinpflaster wird man im Auto oder Buggy kräftig durchgeschüttelt.

Vila dos Remédios

Wahrzeichen: Blick vom Fort auf den Morro do Pico und die Dois Irmãos © Brasilien Insider

Zu der Zeit, als die Insel als Strafkolonie diente, wurde unter anderem das recht gut erhaltene Forte Nossa Senhora dos Remédios erbaut. Um sich einen Überblick zu verschaffen, sollte hierhin der erste Weg führen. Der etwas schweißtreibende Aufstieg lohnt sich schon wegen des großartigen 360-Grad-Blicks, der sich von der höchsten Stelle der Festung bietet: Im Südwesten erhebt sich der monumentale Felsen Morro do Pico, inoffizielles Wahrzeichen der Insel, und rechts davon die nicht minder schönen, im Meer gelegenen Zwillingsfelsen Dois Irmãos (zwei Brüder). Diesen beiden Landmarken werdet Ihr während eures Aufenthalts bei Wanderungen und Bootstouren immer wieder begegnen. Wenn Ihr den Blick nach Süden wendet, schaut Ihr auf das am Hang gebaute Zentrum von Vila dos Remédios und Richtung Nordosten seht Ihr den Hafen und die kleineren Sekundärinseln des Archipels.

Blick vom Fort auf das historische Zentrum von Vila dos Remédios zur “grünen” Jahreszeit © Brasilien Insider
Igreja Nossa Senhora dos Remédios © Brasilien Insider

Auf dem Hauptplatz von Vila dos Remédios selbst sind die auffälligsten Bauwerke die Igreja Nossa Senhora dos Remédios (1772) und der Palácio São Miguel. Beide Gebäude können besichtigt werden. Im ersten Stock des Palastes findet Ihr die Superintendência de Turismo, die unter Umständen bei Fragen weiterhelfen kann.
Superintendência de Turismo Mo–Fr 8–12, 14–17 Uhr

Der Palácio São Miguel ist der größte Blickfang im historischen Zentrum © Brasilien Insider
Museu Memorial © Brasilien Insider

Und wo Ihr schon am Hauptplatz Praça do Cruzeiro seid, könnt Ihr euch auch gleich noch das hübsch renovierte Museu Memorial Noronhense ansehen. Es bietet auf chronologisch angeordneten Schautafeln (auch auf Englisch) eine ganze Reihe interessanter Informationen zur Inselgeschichte und lohnt einen kurzen Abstecher.
Mo–Fr 9–17, Sa 9–13 Uhr

Faszinierende Umwelt

Auf Bootstouren zahlreich zu sehen: Spinnerdelphine © Brasilien Insider

Schon Charles Darwin studierte 1832 Fauna und Flora von Fernando de Noronha: Neben einzigartigen Nistvögeln gab es vor allem die Meereswelt zu entdecken, darunter unzählige Fisch- und Korallenarten sowie Meeresschildkröten. Zudem leben heute mehr als 2000 Spinnerdelphine in den Gewässern vor Noronha. In der Baía dos Golfinhos kann man frühmorgens ab 6.30 Uhr von den Klippen aus beobachten, wie große Gruppen eintreffen und manchmal aus dem Wasser springen und sich dabei um die eigene Achse drehen (englisch: to spin). Mitarbeiter des Schutzprojektes Golfinho Rotador geben vor Ort Auskunft. Touren zum Aussichtspunkt können über Agenturen gebucht werden. Mückenspray mitnehmen!

Die Geschichte der heimischen Flora ist weniger erfreulich. Als Noronha noch Gefängnisinsel war, wurde die komplette Vegetation abgeholzt, sodass die heutige Begrünung noch kein halbes Jahrhundert alt ist. Am grünsten ist die Insel zwischen Februar und September, während von Oktober bis Januar die Trockenheit ihren Tribut fordert und mehr Brauntöne in der Landschaft dominieren.

Das Tamar Besucherzentrum © Brasilien Insider

Zwei bemerkenswerte Umweltprojekte sind auf der Insel aktiv: Das Projeto Tamar schützt die seltenen Meeresschildkröten, die zwischen Dezember und Juni ihre Eier ablegen. Die gepanzerten Tiere sind das ganze Jahr hier unterwegs und von Booten oft mit bloßem Auge sichtbar. Das Projeto Golfinho Rotador erforscht mit Unterstützung lokaler Fischer die heimischen Delphine. Videos und Vorträge gibt es im Tamar/ICMBio-Besucherzentrum täglich ab 20 Uhr (unter anderem mittwochs zum Thema Delphine, freitags stehen die Haie im Mittelpunkt).

Vom Mirante dos Golfinhos aus kann die Delphinpopulation frühmorgens beobachtet werden © Brasilien Insider

Das Museum der Haie

Museu dos Tubarões mit Restaurant © Brasilien Insider

Rund um die Insel gibt es Haie, dank intakter Natur kommt es aber fast nie zu Angriffen auf Menschen. Wenn es Unglücke gibt, dann werden sie in der Regel von leichtsinnigen Touristen selbst provoziert. Es sollte sonnenklar sein, dass Unterwasser-Selfies mit wilden Haien keine gute Idee sind … Das Museu dos Tubarões (“Museum der Haie”) am Hafen besitzt einige Tafeln mit interessanten Statistiken, zum Beispiel zum Angriffsverhalten der heimischen Haie, und ebenso imposante wie furchteinflößende Zahnreihen der Tiere. Daneben gibt es einen Souvenirshop und ein Restaurant. Von den Klippen hinter dem Museum bietet sich eine umwerfend schöne Aussicht auf die zerklüftete felsige Seite der Insel.
Mo–Sa 9–19.30, So 10–19.30 Uhr, Restaurant ab 11 Uhr

Imposante Zahnreihen, doch zu Angriffen auf Menschen kommt es vor Fernando de Noronha fast nie © Brasilien Insider

Strände

Strandwanderung an der Nordküste (Mar de Dentro)
Start ist an der Praia do Cachorro © Brasilien Insider

An der Festlandseite liegen zwölf fantastische Strände, von denen die meisten leicht zugänglich sind. Obwohl teils durch Felsen voneinander getrennt, kann man (nur bei Ebbe!) von der Praia do Cachorro bis zur Baía dos Porcos acht von ihnen auf einer schönen Wanderung ablaufen (ca. 2–3 Stunden). Unterwegs trefft Ihr an mehreren Stränden auf schattige Strandkioske, an denen Getränke und/oder Snacks bzw. Fischgerichte erhältlich sind. Los geht’s im Hauptort Vila dos Remédios, wo neben der Bar do Cachorro eine Treppe hinunter zur Praia do Cachorro führt, dem ersten einer Reihe von immer schöner werdenden Traumstränden (sollte das Wasser zu hoch stehen, könnt Ihr auch auf einem Weg oberhalb des Strandes zur Praia do Meio gelangen).

Gewaltige Brandung an der Praia da Conceição © Brasilien Insider

Die Praia do Cachorro und die sich anschließende Praia do Meio sind wegen der Nähe zum Zentrum meistens recht gut besucht. Trotzdem werdet Ihr wahrscheinlich schon hier das erste Mal Lust verspüren, ins kristallklare Wasser zu springen und euch zu erfrischen. Am Ende der Praia do Meio stoßt Ihr auf einem kleinen Felsen auf die zauberhaft gelegene Bar do Meio. Hier kann man je nach Tageszeit schon die erste Pause einlegen und etwas trinken. Die Rast lohnt sich alleine schon wegen der fantastischen Aussicht: zur Rechten auf die Praia do Meio, zur Linken auf die lang gezogene Praia da Conceição, einen der berühmtesten Surfstrände der Welt. Nach wenigen Metern an der Praia da Conceição folgen schon die nächsten Strandbars. Es läuft entspannte Musik und bei tollem Meerblick und einer Caipi in den Händen würde man eigentlich auch hier gerne noch etwas länger verweilen – zumal der nächste Streckenabschnitt etwas steinig ist und einen guten Gleichgewichtssinn und festes Schuhwerk erfordert …

Blick auf die Praia da Conceição vor dem Morro do Pico © Brasilien Insider
Blick zurück auf die Praia Americano © Brasilien Insider

Am Ende der Praia da Conceição geht es nämlich um den 323 m hohen Morro do Pico herum, das Wahrzeichen der Insel, zur Praia do Boldró. Von dort führt ein kurzes Kletterstück weiter zur Praia do Americano, dem kleinsten und intimsten Strand der Insel, anschließend über dunkles Felsgestein vulkanischen Ursprungs zur Praia do Bode und dann zur winzigen Praia da Quixaba.

Über vulkanisches Gestein gelangt man zur Praia do Bode © Brasilien Insider
Endspurt: Blick auf die Praia Cacimba do Padre © Brasilien Insider

Der letzte breite Strand ist die Praia Cacimba do Padre. Es ist der wichtigste Surfstrand der Insel, der im Sommer Austragungsort von internationalen Surfmeisterschaften ist: Zwischen November und März branden hier atemberaubende Wellen mit 4 m Höhe und mehr an. Der Strand liegt unmittelbar bei den Zwillingsfelsen Morro dos Dois Irmãos, dem wohl beliebtesten Fotomotiv Noronhas (den besten Blick auf die Zwillingsfelsen hat man übrigens von den Ruinen der Festung São Pedro do Boldró oberhalb vom Strand von Boldró, zugleich lässt sich von hier aus der Sonnenuntergang am besten genießen). An der Praia Cacimba do Padre könnt Ihr euch in eine der Strandbars setzen und wer mag, den restlichen Tag hier ausklingen lassen.

Welt, lass dich umarmen: an der Praia Cacimba do Padre © Brasilien Insider
Ein letztes Mal kraxeln: zur Baía dos Porcos © Brasilien Insider

Als krönenden Abschluss erreicht Ihr schließlich noch über einen leichten Felspfad eine der schönsten Buchten der Insel, die nur 100 m breite Baía dos Porcos (Schweinebucht). Geschützt durch einen großen und zahlreiche kleinere Vulkanfelsen sowie durch vorgelagerte Korallenriffe tummeln sich in dem klaren Wasser dieser Bucht Hunderte von bunt gescheckten Fischschwärmen sowie Meeresschildkröten und Rochen. Vom ersten Felsen (Mirante) aus lassen sich spektakuläre Erinnerungsfotos sowohl zur Schweinebucht hin als auch zu den Dois Irmãos schießen.

Blick vom Mirante der Baía dos Porcos Richtung Dois Irmãos © Brasilien Insider
Die Baía do Sancho von oben © Brasilien Insider

Die als nächstes folgende Baía do Sancho gilt als die schönste Bucht Brasiliens. Sie ist ebenso wie die Baía dos Porcos ein echtes Schnorchelparadies, jedoch auf der geschilderten Strandwanderung nicht erreichbar. Ihr erreicht sie zu bestimmten Uhrzeiten entweder per Leiter durch ein enges Felsloch (Zugang über den Höhenrundwanderweg, siehe Wandern) oder am einfachsten auf einem Bootsausflug. Tag und Nacht versammeln sich dort auf den Bäumen Tausende von Vögeln, und unter Wasser begegnen Taucher endlosen Fischschwärmen (bei stark aufgewühltem Meer weniger). Für viele ist es das Highlight von Fernando de Noronha!

Was bei der Strandwanderung zu beachten ist:

Über diese überspülten Felsen laufen? Keine gute Idee! © Brasilien Insider
  • Der Weg kann nur bei Ebbe gelaufen werden, dies gilt ganz besonders an Swell-Tagen.
  • Lauft nicht über Felsen, wenn diese bereits von Wellen überspült werden. Die Gefahr ist groß, dass Ihr in ein Sandloch tretet oder anderweitig das Gleichgewicht verliert und dabei stürzt oder eure elektronischen Geräte nass werden.
  • Zwischen den Stränden Conceição und Boldró (um den Morro do Pico) sowie zwischen Boldró, Americano und Bode gibt es steinige Passagen, bei denen guter Gleichgewichtssinn und feste Schuhe nötig sind.
  • Die Praias do Boldró und do Bode sind hübsch anzuschauen, allerdings sollte hier wegen starker Strömungen nicht gebadet werden. Auch an allen anderen Stränden der Nordküste ist zu jeder Zeit erhöhte Vorsicht beim Wellenbad angeraten.
  • Unentbehrlich für alle Wanderungen und Ausflüge auf der Insel sind Sonnencreme, Mückenschutz und Turnschuhe.

Ein weiteres schönes Revier zum Schnorcheln ist übrigens auch die Praia de Santo Antônio (am Hafen).

Die Südküste (Mar de Fora)
Fantastischer Blick auf die Praia do Leão © Brasilien Insider

Der schönste Strand der raueren Meerseite ist die Praia do Leão, wo auch Meeresschildkröten ihre Eier ablegen. Alljährlich zwischen März und Juli ist es möglich, den kleinen Schildkröten beim Schlüpfen zuzusehen. Infos erhaltet Ihr im Tamar Besucherzentrum.

Exzellent zum Tauchen und Schnorcheln geeignet sind die ruhige Bucht Baía do Sueste (Meeresschildkröten, kleinere Haie, Baden gestattet 9–15 Uhr) und die Praia da Atalaia. Alle drei Strände liegen im Nationalpark, der Eintritt wird kontrolliert. Um die Praia da Atalaia zu besuchen, müsst Ihr euch mindestens einen Tag vorher am Tamar Besucherzentrum anmelden, es gibt zwei Varianten: “Atalaia curta” (3 km, 1 1/2 Std., ohne Guide, gratis) oder „Atalaia longa“ (7 km, 4 1/2 Std., mit Guide, R$150 p. P.).

Einer der schönsten Strände der Südküste: die Baía do Sueste © Brasilien Insider

Swell – des einen Freud …

Portugiesischsprachige Erklärungen zum Swell im Museu dos Tubarões © Brasilien Insider

Als Swell (Portugiesisch: ressaca) wird auf Fernando de Noronha das von Wind und Mondphasen beeinflusste Phänomen besonders hoher Wellen bei gleichzeitig unruhigem Meer bezeichnet. Während sich Surfer begeistert auf ihre Bretter schwingen, schauen Touristen an bis zu drei Swell-Tagen in die Röhre: Viele Bootstouren und Tauchgänge werden abgesagt, die Unterwassersicht ist wegen des aufgewirbelten Sandes reduziert und auch Strandspaziergänge, die sonst leicht zu laufen sind, fallen ins Wasser (nie bei Hochwasser versuchen, über Strandfelsen zu klettern!). Bereits bezahlte Touren werden unbürokratisch erstattet bzw. wenn möglich später nachgeholt. Die stärksten Swells treten rund um Noronha zwischen November und Februar auf, teilweise auch schon im Oktober. Dagegen ist das Meer besonders im Juli und August meistens ruhig und die Insel dann auch insgesamt sehr grün.

Aktivitäten

Bootstouren
Schnorchelstopp in der Baía do Sancho © Brasilien Insider

Eine Bootstour entlang der Küste – begleitet von Delphinen und vielleicht Meeresschildkröten – gehört zu den Highlights jeder Noronha-Reise. Der Ausflug dauert ungefähr 3–3 1/2 Stunden und kostet pro Person etwa R$175–200 (inkl. Transfer von/zu eurer Pousada). In der Baía do Sancho wird unterwegs ein ca. 40-minütiger Schnorchelstopp eingelegt. Sofern Ihr kein eigenes Zubehör mitgebracht habt, könnt Ihr es entweder vorher über eure Pousada organisieren oder vor Abfahrt noch am Hafen ausleihen (Maske, Weste und Flossen kosten jeweils R$10).

Die Bootstour vom Hafen zur Baía do Sancho sollte zu jedem Noronha-Programm gehören © Brasilien Insider

Eine besondere Variante ist das in Noronha erfundene Planasub. Dabei wird der Taucher von einem Boot gezogen und hält sich an einer Scheibe aus Plexiglas fest, mit der er ab- und wieder auftauchen kann. Schnorchelzeit bei vollem Boot ca. 40 Minuten, ansonsten genießt man die Landschaft (2–2 1/2 Std., R$157 inkl. Transfer). Buchbar bei Noronha Tour (siehe Touranbieter), Abfahrt 9 oder 14 Uhr.

Schnorcheln
Schnorcheln an der Baía do Sueste © Brasilien Insider

Ein besonders schönes Erlebnis ist das Schnorcheln in der Baía do Sueste, wo man quasi mit den Meeresschildkröten Seite an Seite schwimmt – nur Streicheln ist leider verboten. Zum Schutz der Korallen ist das Tragen einer Schwimmweste Pflicht, empfehlenswert ist ein Guide, der die besten Stellen kennt (45–60 Min. ca. R$50–60 p. P.). Leihausrüstung (Maske/Flossen/Weste je R$10) gibt es an der Baía do Sueste, am Hafen oder über die Pousadas.
Baden ist gestattet tgl. 9–15 Uhr

Tauchen

Die Gewässer vor Fernando de Noronha zählen mit einer Sichtweite bis 50 m und ganzjährigen Temperaturen um 26 °C zu den besten Tauchrevieren der Welt. Die Region ist Habitat unzähliger Korallen- und Fischarten, Schiffswracks sind weitere Anziehungspunkte. Anfänger üben meist vor der Ilha da Rata: Das sogenannte Batismo (3 Stunden) beinhaltet einen 30-minütigen Tauchgang, bei dem der Neuling von einem Lehrer an der Hand durch die Unterwasserwelt geführt wird (bis 12 m Tiefe). Die Teilnahme kostet pro Person etwa zwischen R$480 und R$600, bei Barzahlung gibt es teilweise Rabatt. Außer vielen bunten Fischen könnt Ihr mit etwas Glück auch Wasserschildkröten, Rochen oder kleinere Haie sehen.

Kompetente Beratung bei Atlantis Divers am Hauptplatz © Brasilien Insider
  • Atlantis Divers, Praça dos Remédios. Sehr gut geführte Agentur mit modernem Equipment und erfahrenen Tauchlehrern. Batismo 7.30 und 13.45 Uhr.
    tgl. 9–20 Uhr
  • Noronha Diver, Terminal Turístico do Cachorro.
    tgl. 8–21 Uhr
  • Águas Claras, Alameda do Boldró.
    Mo–Sa 7.15–21, So 7.15–20.30 Uhr
Wandern

Zu Fuß lassen sich weite Teile der Insel erkunden. Ein Highlight ist natürlich die ausgiebige Strandwanderung von der Praia do Cachorro bis zur Baía dos Porcos (siehe Strände/Nordküste), die jedoch nur bei Ebbe gelaufen werden kann – vorher nach den Uhrzeiten erkundigen!

Leicht zu laufen: Höhenwanderweg © Brasilien Insider

Ebenfalls leicht selbständig zu begehen ist der schöne Höhenrundwanderweg über den Mirante dos Golfinhos zur Baía do Sancho und zurück zum Besucherzentrum PIC (2 km). Je nach Länge der Fotopausen könnt Ihr für den Weg etwa 50–70 Minuten einkalkulieren. Unterwegs liegen mehrere spektakuläre Aussichtspunkte, die Kamera kommt kaum zur Ruhe: Die besten Bilder liefern die Stationen 400, 500, 700 bzw. 1000 m nach dem Mirante dos Golfinhos.

Abstieg zur Baía do Sancho © Brasilien Insider

Vor dem Rückweg zum PIC solltet Ihr auf jeden Fall noch den Abstecher zum Mirante Dois Irmãos einlegen, wo sich einzigartige Traumaussichten auf die Baía dos Porcos und die Zwei-Brüder-Felsen offenbaren. Unterwegs kommt Ihr übrigens auch an der Leiter vorbei, die sich durch Felsen zwängend hinunter zur Baía do Sancho führt – nichts für Klaustrophobe! Auf- und Abstieg sind nur zu bestimmten Uhrzeiten zugelassen (vorher erkundigen).

Blick vom Höhenwanderweg auf die Baía do Sancho © Brasilien Insider

Tourenanbieter

Auf der Insel gibt es mehrere ausgezeichnete Tourenveranstalter. Ihr werdet bei allen Ausflügen von Eurer Pousada abgeholt und im Anschluss auch wieder zurückgebracht (eventuell Wartezeiten). Englischsprachige Guides können – gegen Aufpreis – bestellt werden. Bei Buchung mehrerer Touren gibt es meistens einen Rabatt und/oder einen gratis Flughafentransport bei An- und Abreise dazu – am besten vorab danach fragen.

Hauptsitz von Atalaia Noronha © Brasilien Insider
  • Atalaia Noronha, Alameda do Boldró (Filiale in Vila dos Remédios). Kann alle Ausflüge auf der Insel organisieren. Langjährig auf der Insel tätig, sehr engagiert und umweltbewusst. Preisbeispiele: Bootsfahrt (R$175), 8-stündige Inselrundfahrt über Land (R$250). Englisch.
     tgl. 7–21 Uhr
  • Noronha Tour, Rua São Miguel 637, Vila dos Remédios. Sehr gut organisierte, kompetente und freundliche Agentur des Besitzers Nico.
    tgl. 7.30–20.30 Uhr
Bequeme Fahrzeuge für die “Ilha Tour” © Brasilien Insider
  • Na Onda, Porto Santo Antônio. Inselrundfahrt (“Ilha Tour”, R$200), Plana Sub (R$100) oder Bootstour (R$180).

TIPP: Die auf der Insel lebende nette deutsche Wanderführerin Sabina Varga begleitet auf sämtlichen Wanderungen innerhalb und außerhalb des Nationalparks (4–5 Std., R$150 p. P.) und bietet auch private Buggytouren (9–19 Uhr, R$800/2 Pers.) sowie mehrere Schnorchelausflüge mit Schwimmring an (2–3 Std., R$150 p. P.). Kontakt zu Sabina könnt Ihr über WhatsApp oder Email herstellen.

Gute Stimmung auf dem Bootsausflug © Brasilien Insider

Übernachtung

Noronha zählt zu den teuersten Reisezielen Brasiliens, dennoch muss man für Aufenthalte von November bis Januar sowie im Juli weit im Voraus reservieren. Zu den übrigen Zeiten, besonders in der etwas regnerischen Nebensaison (März bis Juni), ist das nicht nötig, dann gibt es sogar Preisnachlässe. Fast alle Pousadas bieten Klimaanlage und WLAN, viele auch gratis Nachmittagstee/-kaffee mit Gebäck und/oder Snacks (“Chá da Tarde”) sowie kostenlosen Flughafentransfer (in oder in/out).

Stilvolle Zimmer der Pousada Teju-Açu © Brasilien Insider

Die Ecopousada Teju-Açu in der Estrada da Alamoa in Boldró ist mit Sicherheit eine der schönsten Pousadas der Insel: Hier herrscht eine persönliche Atmosphäre und auf freundliche Gästebetreuung wird besonderen Wert gelegt. Die stilvoll mit Holz und Naturmaterialien eingerichteten zwölf Apartments verfügen über Super-Kingsize-Betten und besitzen teilweise einen großen Balkon. Die Pousada ist nach umweltfreundlichen Kriterien gebaut worden, sie befindet sich in einem üppigen, komplett unversiegelten tropischen Garten. Neben einem schönen Pool steht euch außerdem ein hervorragendes Restaurant zur Verfügung (siehe Essen). Sehr sozial engagierte Besitzer. Im Preis ist der Flughafentransfer (in/out) enthalten. Ecopousada Teju-Açu buchen.

Wohlfühloase mit tropischem Garten: die Pousada Teju-Açu © Brasilien Insider
Schönes Zimmer der Pousada Tesouro de Noronha © Brasilien Insider

Pousada Tesouro de Noronha, Rua Nice Cordeiro, Floresta Velha. Neuere Pousada mit zehn sehr schönen, modern im „The-Hamptons-Stil“ eingerichteten Zimmern in vier Kategorien, die sich nur in der Aussicht unterscheiden. Kleiner, aber gemütlicher Pool mit Wasserfall im Innenhof. Die Besitzer verfolgen etliche Umweltmaßnahmen, Ziel ist eine vollständige Versorgung mit Sonnenenergie. Schöne Tauschbibliothek. Buchung von allen Ausflügen auf Englisch (nicht teurer). Pousada Tesouro de Noronha buchen.

Sympathisch und umweltfreundlich: die Pousada Tesouro de Noronha © Brasilien Insider
Zimmer der Pousada Monsieur Rocha

Pousada Monsieur Rocha, Rua Dom Juquinha I 139, Vila do Trinta. Der verschmitzte Seebär Monsieur Rocha empfängt Gäste in seiner gut organisierten Pousada mit zehn gepflegten Zimmern (inkl. Transfer in/out). Außen lässt sich auf einer netten Veranda mit Sky-TV entspannen. Pousada Monsieur Rocha buchen.

Gut organisiert, gepflegt und günstig: Pousada Monsieur Rocha

Essen und Strandbars

Noronha war lange Zeit kulinarische Diaspora und Reisende mussten bis Anfang des Jahrtausends froh sein, überhaupt etwas halbwegs Genießbares in den Magen zu bekommen. Diese Zeiten sind vorbei. Top-Chefs wurden vom Festland angeworben, sodass auch anspruchsvollste Gaumen heute auf der Insel zufrieden speisen können.

Himmlisch: die Rabanada Uruguaiana © Brasilien Insider

O Pico, Praça dos Remédios (bei Atlantis Divers). Wunderbares Lounge-Restaurant mit traumhafter Terrasse und Blick auf Platz und Meer. Die Speisekarte wird von Besitzerin Marina und ihrem französischen Mann und Chefkoch Théo oft variiert, verlassen kann man sich auf den immer guten Fisch mit Macaxeira-Püree in Maracuja-Weißwein-Soße (für 1–2 Pers.) und die köstlichen Ceviche zur Vorspeise (2 Pers.). Exzellente Weinkarte, Théo stammt aus der Provence und ist vom Fach. Top-Cocktails, mit denen der Start in den Abend gelingt. Am Ende noch die sensationelle Rabanada Uruguaiana, eine Brioche (2 Pers.). Montag und Donnerstag ab 20 Uhr sanfte Livemusik (Voz e violão), die nicht bei der Unterhaltung stört.
Do–Di 12–23 Uhr

Super Essen und tolle Terrasse mit fantastischer Aussicht bei O Pico © Brasilien Insider
Speisen mit Traumblick: Morena © Brasilien Insider

Morena, Rua Nice Cordeiro 2600, Floresta Nova. Das zur gleichnamigen Pousada gehörende Restaurant darf sich einer der schönsten Terrassen von Noronha rühmen: Zum wirklich tollen Essen erhaltet Ihr einen sensationellen Blick auf den Morro do Pico, das Meer sowie einen unglaublichen Infinity-Pool gratis dazu. Überhaupt ist alles sehr schön designt, und auf den Tisch kommt ein grandioser Peixe na Castanha, gegrillter Fisch in Mandioquinha-Mousseline. Auch der Nachtisch Petit Gâteau de Goiaba mit Käse-Eis und die frischen Säfte sind vom Feinsten. Ein Besuch, der sich auch für Nichtgäste definitiv lohnt.
tgl. 12–22 Uhr

Ausgezeichneten Fisch und Meeresfrüchte serviert das Restaurant Morena © Brasilien Insider
Das berühmte Gratinado do mar ao sertão © Brasilien Insider

Cacimba, Praça dos Remédios. Gegenüber vom Palácio São Miguel lädt Besitzer Auricélio in sein hervorragendes Lokal, das er mit recycelten Holzpaletten und anderem müllvermeidendem Material hübsch dekoriert hat. Als Vorspeise empfehlen sich die mit Languste gefüllten Pastéis in Maracuja-Soße, die dem Schauspieler Bruno Gagliasso gewidmet sind (für 2–3 Pers.). Dass Auricélio keine kulinarischen Berührungsängste hat, beweist er beim Gratinado do mar ao sertão (3 Pers.), eine wohlschmeckende Fusion von Carne seca (getrocknetem Fleisch) und Krabben, in Käsecreme überbacken mit kross gebratenem Farofa. Sehr nettes Ambiente im hinteren Liege-Loungebereich. Speisekarte auf Englisch.
tgl. 12–23 Uhr

Lecker, zentral und stets belebt: Cacimba © Brasilien Insider
Langer Tisch im El Perro © Brasilien Insider

El Perro, Terminal Turístico do Cachorro. Chef Henrique serviert eine Fusionküche (Nikkei) mit japanischem, peruanischem und mexikanischem Einschlag. Top-Sushi „El Perro Especial“ und exquisite Quesadillas mit Fleisch oder Huhn bzw. Krabben. Ebenfalls genial sind die Ceviches “Atum Fusion”. Sehr nettes Open-Air-Ambiente mit drei teilweise zur Kommunikation einladenden Sitzbereichen, unter anderem ein langer Tisch, eine lange Steinbank mit Kissen und zwei privatere Loungeecken. Vom Band kommt cool-entspannte Musik, Sonntag ab 18 Uhr oft MPB live (Couvert R$10).
Mi–Mo 19–1 Uhr

Gemütlich mit viel Holz: Teju-Açu © Brasilien Insider

Teju-Açu, Estrada da Alamoa, Boldró. Verglastes Restaurant der Edel-Pousada: Köstlichkeiten wie Shrimps com Bacon, gegrillte Ananas und Pilzrisotto. Die Spezialitäten sind jeden Centavo wert. Reservierung für Nichthotelgäste empfohlen.
tgl. 12–16, 19–21.30 Uhr

Eine der besten gastronomischen Adressen der Insel: das Hotel-Restaurant Teju-Açu © Brasilien Insider
Einmalige Lage: Mergulhão © Brasilien Insider

Mergulhão, Praça do Porto. Restaurant mit toller Aussicht auf den Hafen sowie nach links zum Morro do Pico. Man sitzt entweder auf Kissen unter Strohdächern in einer der Loungeecken oder überdacht an Tischen. Bei Seebrise und cooler Loungemusik genießt man die Vorspeisen wie in Maracuja marinierte Ceviche (für 2 Pers.), danach Peixe arretado, Grillfisch mit Couscous, Cashewnüssen und pikanter Pitangasoße (1–2 Pers.). Legere, freundliche Surfer-Kellner. Möglichst früh kommen, die besten Plätze sind schnell besetzt.
Mo–Sa 12–22 Uhr

Feine Nachspeisen offeriert das Mergulhão © Brasilien Insider
Die Bar do Cachorro liegt am Zugang des gleichnamigen Strandes © Brasilien Insider

Bar do Cachorro, Terminal Turístico do Cachorro. Der beste Nightlife-Spot der Insel bietet auch sehr gutes Essen in großzügigen Portionen: Die für eine Person gedachten Teller reichen oft für zwei, die für zwei reichen für drei usw. Der Fleischteller „Picanha do Chef“ (2–3 Pers.) mit Reis, Kartoffeln, Farofa und Chimichurri macht eine ganze Familie satt. Als Gruppensnack bietet sich auch Isca de Peixe crocante an. Sehr leckerer Mangosaft. Schönes Ambiente mit Meeresbrise und Blick auf die Praia do Cachorro, über allem thronen zwei mächtige, ca. 20 m hohe Gameleira-Bäume mit faszinierendem Luftwurzelwerk. Am späteren Abend ist die Bar do Cachorro übrigens fast die einzige Ausgehmöglichkeit der Insel. Getanzt wird zu Forró (Mo, Mi, Fr ab 23 Uhr) oder „Forrónejo“ (Forró bzw. Sertanejo, Samstag ab 23 Uhr).
Mo, Mi 12–1, Di, Do 12–23, Fr, Sa 12–4 Uhr

Deftiges Essen in großzügigen Portionen gibt es in der Bar do Cachorro © Brasilien Insider
Günstig gelegen: Corveta © Brasilien Insider

Corveta, Rua São Miguel 342. Eine erfreuliche Überraschung an der Einfahrt zur Vila dos Remédios gegenüber vom Parque dos Flamboyants. Serviert wird zur Einstimmung ein köstliches Fischsüppchen mit Kokosmilch (Caldinho de Peixe), danach exzellente gegrillte Filet-Mignon-Medaillons in Rotweinsoße mit Fettuccine in Käsecreme und gemischten Pilzen (“Morro do Pico”, für 1–2 Pers.). Auch der für Pernambuco typische Nachtisch “Cartola à Moda Du Mar” (1–2 Pers.), eine in Butterkäse mit Zimt und Zucker flambierte Banane mit Eis und Farofa de Leite, begeistert. Alle Preise enden übrigens auf 17 Centavos wegen der vor Noronha gesunkenen, namensgebenden „Corveta V17“.
tgl. 12–24 Uhr

Schon für den Nachtisch “Cartola à Moda Du Mar” lohnt sich der Besuch des Corveta © Brasilien Insider
Strandbar Casa de Doca © Brasilien Insider

Casa de Doca, Praia da Conceição. Die entspannteste Strandbar weit und breit. Hier kann man bei elektronischer Musik oder Reggae unter Kokospalmen eine Caipi trinken und Kleinigkeiten essen. Nebenan liegt die von Hochwassern arg zerrupfte ehemalige Vorzeigestrandbar Duda Rei.
tgl. 9–18 Uhr

Bar do Meio. In der Strandbar auf einem kleinen Felsen schaut man zur Rechten auf die zauberhafte Praia do Meio, zur Linken auf die ebenso reizvolle Praia da Conceição. Spätestens hier fühlt man sich eins mit Noronha und der Welt … Am Sonntagnachmittag finden oft Strandpartys statt.
tgl. 13–20 Uhr

Herrliche Aussicht in der Bar do Meio © Brasilien Insider

Praktische Tipps

Gebühren
Gebühren zahlen am Flughafen © Brasilien Insider

Jeder Besucher hat eine Umweltgebühr (TPA) zu entrichten, die gleich bei Ankunft am Flughafen zu bezahlen ist. An den ersten fünf Tagen beträgt die Gebühr ca. R$73 pro Person/Tag, vom 6.–10. Tag sinkt sie auf ca. R$65/Tag ab, danach steigt sie sprunghaft an. Bei 30 Tagen Aufenthalt wären durchschnittlich mehr als R$173/Tag fällig. Wer spontan länger als ursprünglich angegeben bleiben möchte, muss einen Werktag vor Ablauf des Aufenthalts die Zusatzgebühr zahlen (sonst doppelter Betrag!). Aber auch: Wer früher zurück muss, bekommt die schon gezahlte Gebühr anteilig erstattet. Die aktuelle Tabelle ist auf der offiziellen Website unter „Taxa de Preservação“ einsehbar.

Ticketschalter beim Tamar Besucherzentrum © Brasilien Insider

Zusätzlich muss ein Eintritt für den Nationalpark entrichtet werden: Dies betrifft alle dorthin führenden Bootsausflüge sowie den Besuch des Mirante dos Golfinhos und der Strände Sancho, Sueste, Atalaia und Leão. Leider werden Ausländer hier diskriminiert und zahlen doppelt so viel wie Brasilianer (für bis zu zehn Tage R$212 versus R$106). Kinder unter fünf Jahren sind von dieser Gebühr befreit. Eintrittskarten erhaltet Ihr im Centro de Visitantes neben dem Tamar-Projekt sowie in den Informationszentren Baía do Sueste, Baía do Sancho bzw. am Eingang zum Mirante dos Golfinhos.

Geld

Geldautomaten von Banco 24 Horas (Gebühr) stehen am Flughafen.
24 Std.

Transport

Anreise
Der winzige Flughafen von Fernando de Noronha © Brasilien Insider

Es gibt mehrmals täglich Flüge von Recife (mit Gol und Azul, Flugzeit ca. 80 Minuten) sowie von Natal (mit Azul, eine Stunde). Wer zwischen Dezember und Februar oder im Juli nach Noronha möchte, sollte möglichst früh reservieren.

Inselverkehr
  • Selbständig lässt sich die Insel am besten per Buggy erkunden (ca. R$300/Tag). Allerdings sind nicht alle Gefährte in perfektem Zustand, Ihr solltet deshalb vorher eine Proberunde drehen.
  • Eine günstige Alternative sind die Inselbusse, die halbstündlich bis 23.30 Uhr zwischen Hafen und Sueste pendeln (R$5).
  • Taxis könnt Ihr unter Tel. 81/3619 1314 bestellen, eine Fahrt auf der Insel kostet je nach Entfernung ca. R$20–50.
  • Einige Pousadas verleihen Fahrräder, allerdings ist das Radeln auf der hügeligen Insel sehr schweißtreibend! Leichter ist es mit den neuerdings teilweise erhältlichen Elektrofahrrädern.
  • Last but not least zählt Fernando de Noronha auch zu den wenigen Orten in Brasilien, an denen sich recht problemlos per Anhalter fahren lässt.
Häufiges Transportmittel auf der Insel: Buggys © Brasilien Insider