JOÃO PESSOA

Die grüne Praia de Tambaú zählt zu den schönsten Stadtstränden Brasiliens © Brasilien Insider
Nicolas Stockmann, dein Insider für João Pessoa

João Pessoa, von den Einheimischen liebevoll “Jampa” genannt, gilt als die grünste Stadt Amerikas. Viele Grünanlagen, Parks und Wälder verleihen ihr ein attraktives Gesicht, darunter der Jardim Botânico, der die größte städtische Fläche Atlantischen Regenwalds in Brasilien beherbergt (515 Hektar), sowie der rings um einen See zu einem autofreien Stadtpark umgestaltete Parque Solón Lucena. Darüber hinaus bietet João Pessoa (800.000 Einwohner) ein gut erhaltenes historisches Zentrum (drittälteste Stadt Brasiliens, gegründet 1585) und mit den Vororten Tambaú und Cabo Branco zwei der attraktivsten Stadtstrände des Nordostens. Die Schönheit der weit geschwungenen Bucht zeigt sich am besten vom Leuchtturm in Cabo Branco.

Der Strand von Cabo Branco © Brasilien Insider

João Pessoa wird langsam bekannter, doch trotz zunehmenden Touristenzahlen hat sich die Stadt immer noch einen gemächlichen Rhythmus bewahrt. Hier geht es deutlich ruhiger und entspannter zu als bei den Nachbarn Recife und Natal. Selbst auf den Hauptstraßen der Stadt könnt Ihr ab und zu noch Pferdekarren entlangzuckeln sehen.

Wer “Jampa” besucht, sollte auch die Umgebung der Stadt in die Planung mit einbeziehen. Die 147 km lange Küste des Bundesstaats Paraíba ist geprägt von Kokospalmen und einsamen, teilweise schwer erreichbaren Stränden. Diese touristisch noch ziemlich unberührten Regionen lassen Paraíba fast wie einen unentdeckten Schatz wirken. Dabei können es die Strände vor dem smaragdgrünen Meer, besonders die des Litoral Sul, in puncto Attraktivität ohne Frage mit den besten des Nordostens aufnehmen.

Strände

Stadtstrände

Der Strand von Tambaú mit dem Residencial São Marcos © Brasilien Insider

Die bei Touristen beliebtesten Strände sind Tambaú und Cabo Branco. Sie liegen in einer lang gezogenen Bucht und zeichnen sich durch ruhiges Wasser und viel Grün aus. Entlang der hübschen Strandpromenade liegen zahlreiche Bars und Imbisse, die Atmosphäre ist auch während der Hauptsaison entspannt und ein breiter Fahrradstreifen lädt zum Radeln ein. Weil an der Promenade keine Hochhäuser mit mehr als drei Stockwerken gebaut werden dürfen, liegen die Strände auch nachmittags noch in der Sonne (an Brasiliens Ostküste ein seltener Umstand). Das einzige Hochhaus in Tambaú (Residencial São Marcos, Hausnummer 380) wurde kurz vor der Gesetzgebung fertig gestellt, die glücklichen Bewohner genießen heute den besten Buchtblick der Stadt. In diesen beiden Stadtteilen befindet sich der größte Teil der touristischen Infrastruktur von João Pessoa (Hotels, Restaurants, Bars, Agenturen usw.).

Eine der besten Strandpromenaden Brasiliens ziert die Stadtteile Tambaú und Cabo Branco © Brasilien Insider
Der Leuchtturm von Cabo Branco © Brasilien Insider

Wer an moderner Architektur interessiert ist, findet auf den Klippen hinter dem Strand von Cabo Branco das 2008 von Oscar Niemeyer entworfene Kulturzentrum Estação Cabo Branco. Dieser aus drei Gebäuden und einer Freilichtbühne bestehende Komplex trägt ganz die Handschrift seines Schöpfers. Das achtkantige, wie über einem See schwebende Hauptgebäude bietet Platz für Ausstellungen und Kongresse, und von der Panorama-Terrasse aus bietet sich ein toller Blick auf die Bucht. Neben dem Eingang führt eine Straße hinauf zu den Klippen von Ponta do Cabo Branco, von wo aus die Praia do Seixas zu sehen ist, der östlichste Punkt Amerikas.

Das Erbe von Oscar Niemeyer ist in der Estação Cabo Branco zu bewundern © Brasilien Insider
An der Promenade von Manaíra © Brasilien Insider

Nördlich von Tambaú schließt sich der schmale Strand von Manaíra an (ebenfalls mit vielen Hotels), etwas weiter folgen dann noch die eher bei Surfern, Kitesurfern und Einheimischen beliebten Strände Bessa und Intermares. Wer sich in Manaíra einquartiert, ist recht schnell in Tambaú. Viele Wege können zu Fuß gemacht werden, außerdem gibt es in diesem Stadtteil ein recht großes und stetig wachsendes gastronomisches Angebot.

Strandmauer und türkisgrünes Meer in Manaíra © Brasilien Insider

Weiter entfernte Strände

Liebesorakel an der Praia do Amor © Brasilien Insider

Bei Ebbe ist es möglich, von Tambaú nach Süden zur Praia de Seixas am Strand entlang zu spazieren (Dauer ca. 1 3/4 Std.). Noch weiter südlich folgen unter anderem die zum Stadtgebiet gehörenden, aber dennoch fast unberührten Strände Praia do Sol (starke Strömungen) sowie die idyllische, von Caju-Bäumen und Palmen beschattete Barra de Gramame, an der sich bei Ebbe Sandbänke und ruhige Schwimmbecken aus Mischwasser mit dem Rio Gramame bilden. Gleich angrenzend, bei Ebbe in 30 Minuten zu Fuß erreichbar, befindet sich die schöne Praia do Amor mit der Pedra Furada, einem in der Mitte ausgehöhlten Felsen. Nach der Legende finden Paare, die gemeinsam hindurchgehen, ewiges Glück. Geht man aber nebenher oder steigt gar darüber, sieht das Orakel leider eine Trennung vorher …

Ausflug ins historische Zentrum

Ruhepol im Zentrum: der Parque Solón Lucena Branco © Brasilien Insider

Im Zentrum prallen Kommerz und Geschichte aufeinander, denn ein Ausflug ins historische Zentrum von João Pessoa führt zwangsläufig immer auch in das angrenzende laute und hektische Geschäftszentrum der Stadt. Ein Abstecher zu den Wurzeln der Stadt ist dennoch unbedingt lohnenswert, alleine schon wegen der vielen fabelhaften Aussichtspunkte in die umgebenden Tiefebenen. Wem die Beine schwer werden, der findet einen erholsamen Ruhepunkt in der neuerdings autofreien Grünanlage des Parque Solón Lucena rund um den Stadtsee.

Die Igreja de Santo Antônio ist auch als Igreja São Francisco bekannt © Brasilien Insider

Das bedeutendste Bauwerk der Stadt ist zweifellos die barocke Franziskanerkirche Igreja de Santo Antônio (auch als Igreja de São Francisco bekannt) mit dem Kloster Convento de Santo Antônio. Der gesamte Komplex Centro Cultural São Francisco, zu dem auch noch die Kapelle der Igreja Ordem Terceira de São Francisco (Kirche des Dritten Ordens) gehört, wurde 1589 begonnen und 1779 fertig gestellt, eine bunte Stilmischung war über die Jahrhunderte die Folge. Zu sehen sind imponierende perspektivische Deckengemälde, herausragende künstlerische Elemente sind die mit Gold überzogene Kanzel der Kapelle des Dritten Ordens, die reich vergoldeten Holzschnitte der von Fledermäusen bewohnten Goldenen Kapelle (Capela Dourada) in der Igreja Santo Antônio sowie die ebenso üppig verzierte Sakristei der Hauptkirche. Von der Kirche des Dritten Ordens und dem Oberrang der Hauptkirche bieten sich weite Ausblicke auf die tiefer liegenden Mangrovengebiete des Rio Sanhauá. Im Kloster befinden sich auch zwei Museen: das Museu de Arte Popular Brasileira, unter anderem mit hübscher Keramikkunst, sowie das Museu de Arte Sacra, das vor allem kircheneigene barocke Exponate ausstellt.
Mo–Fr 8.30–17, Sa, So 9–14 Uhr, Eintritt R$5

Weiter Blick ins Hinterland © Brasilien Insider

Fast nebenan befindet sich die städtische Kathedrale, die vielfach baulich veränderte Igreja de Nossa Senhora das Neves von 1586. Sie ist die Basilika der Schutzheiligen der Stadt. Wenn Ihr von hier die steile Ladeira São Francisco hinablauft, kommt Ihr recht bald an der Casa da Pólvora vorbei, einem steinernen Gebäude von 1710, in dem gelegentlich kleine Kunstausstellungen zu sehen sind, und gelangt schließlich zu einer hübsch restaurierten neoklassischen Gebäudereihe an der Praça Antenor Navarro. In der Nähe, am Largo de São Pedro, steht das frühere Hotel Globo, das erste Luxushotel der Stadt (1929). Heute gibt es hier eine Tourist Info, eine kleine Ausstellung mit Stücken aus den frühen Hoteltagen und eine Terrasse mit herrlicher Aussicht über das Tiefland von Paraíba.

In der Altstadt auf dem Vorplatz des ehemaligen Hotel Globo © Brasilien Insider

Von der Igreja de São Francisco könnt Ihr über die Rua Dom Ulrico noch zur Igreja Nossa Senhora do Carmo mit der Capela Santa Tereza an der Praça Dom Adauto gelangen. Dieser Platz erlangt vor allem in der Osterwoche (Semana Santa) Bedeutung, wenn hier große Passionsspiele aufgeführt werden.

Eine von mehreren gut erhaltenen Barockkirchen in der Altstadt von João Pessoa: die Karmeliterkirche Igreja Nossa Senhora do Carmo © Brasilien Insider
Das Theatro Santa Roza © Brasilien Insider

Ein weiteres interessantes Gebäude ist noch das Theatro Santa Roza (1889) an der Praça Pedro Américo. Es handelt sich um eines der ältesten Theater Brasiliens, eingeweiht wurde es wenige Tage vor der Proklamation der Republik. Wer die Gelegenheit hat, sollte sich das Innere ansehen, am besten bei einem Theaterstück oder einer Tanzaufführung.

Die zentrale Praça João Pessoa ist auch unter dem Namen Praça dos Poderes (Platz der Gewalten) bekannt. An ihr stehen zwei neoklassizistische Gebäude: der Justizpalast und der Palácio da Redenção (1586), gegenwärtiger Sitz der Landesregierung (früheres Jesuitenkloster). Der schönste Platz ist aber die Praça Rio Branco, wo samstagmittags (bis 16 Uhr) Chorinho-Konzerte stattfinden. Tische und Stühle werden aufgebaut, man isst Feijoada und tanzt dazu …

Etwas außerhalb des Zentrums sind in der hübschen Casa do Artista Popular Janete Costa, Praça da Independência 56, noch Arbeiten lokaler Kunsthandwerker zu sehen, vor allem Baumwollprodukte (Hängematten, Tischtücher), Holzarbeiten und Keramikwaren.
Di–So 9–17 Uhr

Touren

Bootsausflug nach Picãozinho © Brasilien Insider

Bootsausflüge

Die beliebtesten Bootsausflüge dauern etwa drei Stunden und führen zu einer langen Korallenbank mit mehreren Naturpools: Meistens geht es nach Picãozinho (R$35) oder nach Seixas (größere Pools, R$50 inkl. SUP/Kajak). Andere Boote steuern auch Areia Vermelha an, eine 2 km im Meer gelegene Sandbank, sehr schön zum Baden und Schnorcheln geeignet (4 Std., R$90). Wichtig für eure Planung: Alle genannten Bootsausflüge sind von den Gezeiten abhängig, das heißt, sie finden nicht täglich statt.

Sonnenuntergang in Jacaré

Saxophon und Sunset © Brasilien Insider

Eine der bekannteste Touristenattraktionen von João Pessoa mit inzwischen landesweiter Bekanntheit ist der Sonnenuntergang über dem Rio Paraíba in Jacaré (bereits ab 17 Uhr!). Maßgeblich dazu beigetragen hat eine sich tagein, tagaus wiederholende Show: Es ist ja auch tatsächlich ein romantisches Bild, wie der Saxophonist Jurandy in einem Holzboot stehend vor der sinkenden Sonne den Fluss herauf gefahren wird und dabei Ravels Bolero intoniert. Rund um die Schiffsanleger und Flussrestaurants befinden sich zahlreiche Artesanato-Stände und es herrscht fast ein wenig Volksfeststimmung. Alle Touristen genießen hier mindestens einmal während ihres Aufenthalts die schöne Abendstimmung. Gegen 18 Uhr läutet das Ave Maria den Abschied ein, spätestens dann ist auch der letzte Besucher ergriffen.

An- und Abfahrt am besten über eine Reiseagentur (3 1/2 Std., R$50, siehe Touranbieter). Um 16 Uhr legen in Jacaré zusätzlich Boote ab, auf denen man das Schauspiel vom Wasser aus verfolgen kann – mit Livemusik und Getränkeangebot.

Touranbieter

Büro von Cliotur in Tambaú © Brasilien Insider

Cliotur, Av. Alm. Tamandaré 310, im Victory Business Flat, Tambaú, 24-Std.-Kontakt: WhatsApp. Professionelle und sehr freundliche Agentur, die sich auf Ecoturismo spezialisiert hat. Angeboten werden alle üblichen Touren (Bootsausflüge, Sonnenuntergang in Jacaré), aber auch ausgefallenere Trips wie zum Beispiel an die Südküste Litoral Sul (bis Tambaba, 8 Std., R$90), an die Nordküste Litoral Norte (4 Std., R$50) oder ins Binnenland von Paraíba in die sogenannten Cariri-Region. Außerdem werden Exkursionen durchgeführt, die die Geschichte des Zuckerrohranbaus thematisieren und unter anderem zu diversen historischen Stätten führen: Civilização do Açúcar (12 Std., R$115). Beratung auf Englisch ist möglich, auf Wunsch könnt Ihr auch englischsprachige Guides bestellen (Aufpreis). Auch Transfers können bei Cliotur bestellt werden.
Mo–Fr 8–12, 13–17, Sa 8–12 Uhr

Südlich von João Pessoa

Rote Klippen, weißer Sand, smaragdgrünes Meer und kräftige Wellen – die wunderschönen Strände des Litoral Sul von Paraíba sind in der Nebensaison oft menschenleer. Da die Region in ihrer touristischen Infrastruktur noch recht wenig entwickelt ist, stellt der Litoral Sul von Paraíba ein interessantes und preisgünstiges Reiseziel dar für alle, die unberührte Strände und unverfälschte Ortschaften mögen.

Unterwegs am Litoral Sul von João Pessoa © Brasilien Insider

Der kleine Strandbadeort Jacumã mit kaum 5000 Einwohnern liegt 22 km südlich von João Pessoa und ist mit seinen perlweißen Stränden ideal für einen Tagesausflug. Von hier aus könnt Ihr einen wunderbaren etwa dreistündigen Strandspaziergang nach Tambaba unternehmen, zum ersten offiziellen Nacktbadestrand Brasiliens (1989 eröffnet). Unterwegs können entlang des Weges in diversen Bars und Restaurants Ruhepausen eingelegt werden. Die erste Station Richtung Süden ist die noch recht lebendige Praia de Carapibus, hier gibt es auch die meisten Pousadas. Wenig später erreicht Ihr die in einer kleinen Bucht liegende Praia de Tabatinga und kurz darauf die Praia de Coqueirinho, einen der berühmtesten Strände Paraíbas. Am Wochenende wimmelt es auf dem schmalen Strandstreifen von Menschen.

Mit Glück kann man die Praia de Coqueirinho an einem Wochentag so antreffen © Brasilien Insider
Auf dem Weg nach Tambaba © Brasilien Insider

Einmal um die Landspitze herum, wird es jedoch schlagartig ruhiger, und es folgen einige schöne, einsame Strandabschnitte. Nach kurzer Zeit erscheint bereits das großartige Strandrestaurant Canyon de Coqueirinho (siehe unten), der beste Einkehrpunkt unterwegs. Hier könnt Ihr euch entweder ein Taxi oder Mototaxi für die Rückfahrt rufen lassen – oder noch etwa eine gute Stunde bis Tambaba weiterlaufen. Da dieser Abschnitt jedoch streckenweise wirklich einsam ist, wird davon abgeraten, ihn alleine zu gehen. Beim Zutritt zum FKK-Bereich wird übrigens genau hingeschaut: Männer sind nur in Begleitung einer Frau zugelassen oder wenn sie eine gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaft nachweisen können. Und alle Gäste müssen die „Kleiderordnung“ befolgen … Die Anfahrt von João Pessoa nach Jacumã ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich: Busse mit Aufschrift “Conde” und “Jacumã” fahren ab dem Nahverkehrsterminal vor der Rodoviária (ca. stündlich bis 18 Uhr, 1 Std., R$8). Schneller ist es mit Uber oder Taxi.

Vor dem FKK-Strand in Tambaba bietet ein Mirante diese fantastische Aussicht © Brasilien Insider
Großartige Vorspeisen © Canyon de Coqueirinho

Das Canyon de Coqueirinho an der gleichnamigen Praia de Coqueirinho ist ein wunderbares Ausflugsziel und zählt zu den bekanntesten Strandrestaurants in Paraíba. Die hübschen Mosaiktische verteilen sich über zwei Ebenen und im Schatten eines Strohdachs sitzend bietet sich ein Traumblick auf Palmen, Meer und Strand. Die Preise sind hier deutlich höher als anderswo (kein Wunder angesichts der wunderbaren Lage), aber der Ort ist es definitiv wert! Serviert werden unter anderem gute Fisch- und Meeresfrüchtegerichte, besonders lecker sind zur Vorspeise die Pastel de Camarão und dazu ein frisch gepresster Suco de Cajá. Als leichter Nachtisch empfiehlt sich die Torta de Banana da Vovó Dulce, die fast nur aus Banane und kaum aus Teig besteht und nach dem Rezept der seligen Mutter der Besitzerin zubereitet wird. Am Strand gibt’s außerdem eine Lounge für Snacks. Wer zu müde zum Zurückwandern ist, kann Besitzerin Ana Luiza ansprechen. Wenn die Zeit es zulässt, fährt sie Gäste auch schon mal nach Jacumã oder ruft ansonsten ein Mototaxi oder Taxi (nach João Pessoa ca. R$90).
tgl. 9–17 Uhr

Tolles Ausflugsziel: das Restaurant Canyon de Coqueirinho südlich von Jacumã © Canyon de Coqueirinho

Übernachtung

An den Stränden von Tambaú, Manaíra und Cabo Branco gibt es viele Hotels und Pousadas. Die Sehenswürdigkeiten im Zentrum sind leicht auf einem Halbtagesausflug zu erkunden. In der Nebensaison kann man in João Pessoa durchaus nach einem Rabatt fragen.

Gepflegtes Zimmer im Hotel Verdegreen © Brasilien Insider

Verdegreen Hotel, Av. João Maurício 255, Manaíra/Tambaú. Die “grünste Stadt Amerikas” hat auch Brasiliens grünstes Hotel zu bieten, unter anderem ist es ISO 14001 zertifiziert. Das Verdegreen bezeichnet sich selbst als “Öko-Design-Hotel” und arbeitet konsequent nach Umweltgesichtspunkten, worunter Komfort und Service keinesfalls leiden. Einige der modern eingerichteten Zimmer besitzen Meerblick, auf dem Dach wartet ein kleiner Pool. Fahrräder können gratis ausgeliehen werden, was bei der schönen, langgezogenen Strandpromenade ein echter Mehrwert ist. Das Hotel ist in erster Linie auf Geschäftsreisende eingestellt, aber auch für Urlauber höchst attraktiv. Alle Gäste sind übrigens eingeladen, eigene Umweltideen einzureichen, die besten Vorschläge können Gratis-Übernachtungen gewinnen. Im Erdgeschoss gibt es ein gutes Restaurant. Verdegreen Hotel buchen.

Helle Lobby und Restaurant des “grünsten Hotels Brasiliens”: Verdegreen © Brasilien Insider

Essen

Eine Besonderheit wie überall im Nordosten sind die frischen Tapiocas, die an den Ständen der Feirinha in Tambaú zubereitet werden. Sehr beliebt ist in João Pessoa auch das an die klassischen Fleisch-Churrascarias angelehnte Rodízio de Pizza, das in vielen Restaurants am Strand angeboten wird. Hierbei werden zu einem Festpreis den ganzen Abend lang verschiedene Pizzasorten (manchmal auch Nudeln/Massas) an den Tisch gebracht, mit denen man sich unbegrenzt den Bauch vollschlagen kann.

Immer gut besucht: Canoa dos Camarões © Brasilien Insider

Canoa dos Camarões, Av. João Maurício 121, Manaíra/Tambaú. Eines der besten Restaurants für exzellente Krabbengerichte in gepflegtem Ambiente. Hier wurde das Rodízio-System auf Meeresfrüchte ausgedehnt: Wenn Ihr das Rodízio de Camarão e Frutos do Mar bestellt, werden euch zu einem Festpreis bis zu 20 sehr leckere Variationen laufend an den Tisch gebracht. Wer das nicht mag, kann natürlich auch Gerichte von der Karte bestellen (übrigens auch Fisch, Fleisch oder Nudeln). Das Restaurant bietet darüber hinaus einen Lieferservice an (Tel. 83/3247 2055).
tgl. 11–24 Uhr

Rodízio mit Krabben und Meeresfrüchten im Canoa dos Camarões © Brasilien Insider
Feine Pasta bei Famiglia Muccini © Brasilien Insider

Famiglia Muccini, Av. Nossa Senhora dos Navegantes 140, Tambaú. Ein gehobenes Familienrestaurant, in dem ein Pianist den musikalischen Rahmen schafft. Sehr gut sind beispielsweise die Mittagsteller, abends gibt es täglich wechselnde Aktionen, zum Beispiel natürlich auch hier ein hervorragendes Rodízio de Pizza (Montag und Dienstag). Alles ist hausgemacht und frisch, und auch viele leichte Diät-Gerichte stehen zur Auswahl. Die Besitzer haben am Strand ein weiteres gutes Restaurant, das Sapore d‘Itália (Av. Cabo Branco 1584, tgl. 18–23 Uhr).
tgl. 12–15, 18–24 Uhr

Ein kleiner Ausschnitt des Spitzenbuffets von Famiglia Muccini © Brasilien Insider

Nachtleben

Seit Jahr und Tag Zentrum des Nachtlebens von Tambaú: die Feirinha © Brasilien Insider

Ein bevorzugtes und zentral gelegenes Ausgehrevier sind am Wochenende die kleinen Straßen rund um die Rua Coração de Jesus und Avenida Olinda in Tambaú, mit der renovierten Feirinha als Ausgangspunkt und strategisches Zentrum für Nachtschwärmer. Viele Einheimische gehen gerne im Stadtteil Bessa aus (8 km von Tambaú), dort liegen entlang der Avenida Gov. Argemiro de Figueiredo diverse angesagte Bars.

Bahamas, Av. João Maurício, Manaíra/Tambaú. Exzellenter Anlaufpunkt für ein gepflegtes Chope am frühen Abend mit schönem Meerblick und Livemusik ab 20 Uhr (Couvert R$5). Eine gute Speisekarte ergänzt das Angebot.
So–Do 11–23, Fr, Sa 11–1 Uhr

Netter Ort für einen Drink zum Sonnenuntergang: das Bahamas © Brasilien Insider

Empório Café, Av. Coração de Jesus 147, Tambaú. Diese trendy Bar ist ein echter Klassiker im Herzen des Nachtlebens von João Pessoa. Von Mittwoch bis Samstag legen DJs auf und es wird reichlich getanzt. Auf der Speisekarte stehen Salate, Sandwiches und ein wirklich guter Schokokuchen. Wer frische Luft braucht, geht auf die nett gestaltete Außenterrasse, auf der bis zum Morgengrauen noch warme Küche serviert wird.
tgl. ab 17 Uhr; Freitag und Samstag ab 23 Uhr Eintritt R$15–25, sonst gratis

Wie überall im Nordosten ist Forró sehr präsent, hier spielt eine Liveband in der Expo Feira in Tambaú © Brasilien Insider

Einkaufen

Regionale Liköre im MAP © Brasilien Insider

Souvenirs, Kunsthandwerk und regionale Lebensmittel erhaltet Ihr unter anderem im Mercado de Artesanato Paraibano (MAP), Av. Rui Carneiro, Tambaú, ein auffälliges großes Rotklinkergebäude mit einem Innenhof und vielen Cafés und Geschäften.
Mo–Sa 9–19, So 9–18 Uhr

Günstige und schöne Hängematten und Stickereien gibt es im Centro de Artesanato de Tambaú ( tgl. 9–20 Uhr), Kunsthandwerk und regionale Lebensmittel sind in der Expo Feira Tambaú erhältlich ( tgl. 17–22 Uhr).

Souvenirs shoppen? Geht gut im Mercado de Artesanato Paraibano (MAP) © Brasilien Insider

Praktische Tipps

Zentrale Lage: Banco do Brasil in Tambaú © Brasilien Insider

Geld

In Tambaú gibt es mehrere zentrale Bankfilialen, an denen Ihr ohne Automatengebühren Geld abheben könnt, zum Beispiel:

  • Bradesco, Av. Rui Carneiro 258
    Geldautomaten tgl. 6–19 Uhr
  • Banco do Brasil, Av. Rui Carneiro, Ecke Av. João Maurício
    Geldautomaten tgl. 7–22 Uhr

Geldwechsel bietet Mondeo Tour in der  Av. Nego 46 an.
 Mo–Fr 8–18, Sa 8–12 Uhr

Informationen

Tourist Info in Tambaú © Brasilien Insider

Die hervorragend geführte Tourismusbehörde von Paraíba PBTUR betreibt mehrere Infostände unter anderem an folgenden Orten:

  • Centro Turístico, Av. Alm. Tamandaré 100
    tgl. 8–19 Uhr
  • Flughafen
    tgl. 9–15, 22–3 Uhr
  • Rodoviária
    tgl. 8–18 Uhr
Touristischer Dreh- und Angelpunkt in Tambaú: das Centro Turístico © Brasilien Insider

Fernverkehr

Am Flughafen von João Pessoa © Brasilien Insider

Flüge

Der Aeroporto Presidente Castro Pinto, liegt in der Nachbargemeinde Bayeux. Nach Tambaú fährt man etwa 30 Minuten, ein Taxi kostet R$80–100, mit Uber dürfte sich der Preis zwischen R$35–40 bewegen.

Busse

Die Rodoviária Severino Camelo befindet sich im Stadtteil Varadouro nahe dem historischen Zentrum. Eine Fahrt nach Tambaú oder Cabo Branco dauert ungefähr 20 Minuten und kostet mit Taxi etwa R$35–45, mit Uber zwischen R$15–22.

  • Fortaleza: Nordeste, tgl. 20 Uhr; Guanabara, tgl. 9.40 und 20.30 Uhr; 10 Std., R$90–185.
  • Maceió: Gontijo, Mo, Mi–Sa 9.30, So 14 Uhr; 6–7 Std., R$89–93.
  • Natal: Nordeste und Progresso, 8–9 x tgl. bis 19.45 Uhr; 3 Std., R$35.
  • Praia da Pipa: Mit Bus: Richtung Natal, im Ort Goianinha aussteigen und von dort weiter mit Minivan oder Taxi (Details siehe Praia da Pipa, Transport). Bequemer ist es per Taxi/Uber oder mit einem Privattransfer ab João Pessoa (ca. R$200–280), zu buchen beispielsweise bei Cliotur.
  • Recife: Progresso oder Total, ca. halbstündlich bis 19.30 Uhr, 2–3 Std., R$33–44. Zum Flughafen und nach Boa Viagem Ausstieg bei Haltestelle Caxangá möglich (siehe Recife, Transport).
  • Salvador: Rota, Mo/Mi/Fr 19 Uhr; Progresso, Di/Do/So 19.15 Uhr; 16 Std., R$156–200.